St Mary Magdalene in Madehurst und die Erdwerke in Madehurst Wood setzen unterschiedliche historische Akzente: hier eine Kirche mit mehreren Bauphasen, dort ein archäologisch bedeutsames Erdwerk. Fairmile Bottom ergänzt diese Themen um Kreidegrasland sowie Eiben- und Buchenwald. Wer Madehurst für eine Reise auswählt, kann zunächst entscheiden, ob Kirchenbau, Archäologie oder Landschaft den eigenen Schwerpunkt bilden.
St Mary Magdalene: Baugeschichte in mehreren Etappen
Die Parish Church of St Mary Magdalene ist ein denkmalgeschütztes Gebäude der Kategorie Grade II*. Die erste offizielle Erwähnung der Kirche von Madehurst stammt aus dem Jahr 1140: Damals übertrug William De Caisnet sie an Lewes Priory. Später, etwa 1220, wurde das Eigentum der Kirche an Tortington Priory bei Arundel übertragen. Diese zeitliche Folge unterscheidet die erste Erwähnung samt Übertragung von einem späteren Eigentumswechsel. Die Jahreszahl um 1220 bleibt dabei eine ungefähre Einordnung.
Auch am Gebäude liegen mehrere historische Phasen nebeneinander. Der älteste erhaltene Teil von St Mary Magdalene in Madehurst ist das rundbogige Westportal aus dem 12. Jahrhundert. Turm und Kirchenschiff stammen aus dem frühen 14. Jahrhundert. Die mittelalterliche Kirche wurde 1864 von Sir Thomas Jackson weitgehend umgebaut; dabei kam der Seitenschiffanbau hinzu. Das Portal, die beiden Bauteile aus dem frühen 14. Jahrhundert und der Umbau des 19. Jahrhunderts geben unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte. So lässt sich die Baugeschichte nicht auf ein einziges Entstehungsdatum reduzieren.
Erdwerke in Madehurst Wood
Bei den Erdwerken in Madehurst Wood steht nicht ein Gebäude, sondern eine archäologische Bodenform im Mittelpunkt. Ihr markantestes Merkmal ist ein lineares Erdwerk aus Wall und Graben, das über 1 Kilometer lang ist. Die Erdwerke gelten als gut erhalten und weitgehend ungestört. Ihre ungewöhnliche Form begründet ihre archäologische Bedeutung im nationalen Kontext. Dabei beschreibt „linear“ die langgestreckte Form; Wall und Graben benennen die konkreten Bestandteile. Für die thematische Auswahl unterscheidet sich dieser archäologische Schwerpunkt deutlich von der Baugeschichte der Kirche.
Dale Park und Fairmile Bottom
Die Stag Lodges at Dale Park werden von Figuren sitzender Hirsche gekrönt. Dieses einzelne Gestaltungsmotiv bietet einen weiteren architektonischen Akzent neben den verschiedenen Bauphasen von St Mary Magdalene. Zur Geschichte von Dale Park gehört außerdem der Erwerb durch Sir George Thomas im Jahr 1780. Das Hirschmotiv und diese Jahreszahl beleuchten unterschiedliche Aspekte: ein bauliches Detail und einen zeitlichen Bezugspunkt der Geschichte von Dale Park.
Fairmile Bottom umfasst Kreidegrasland sowie Eiben- und Buchenwald. Damit stehen dort ein Graslandtyp und zwei Waldtypen nebeneinander. Als Naturthema unterscheidet sich diese Lebensraumzusammensetzung von den baulichen Merkmalen der Kirche und der archäologischen Form der Erdwerke. Wer Kulturgeschichte und Landschaft bei der Auswahl von Reisezielen unterschiedlich gewichtet, findet so klar voneinander abweichende Schwerpunkte.
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