Ein Kreidevorsprung, große Seevogelkolonien und zwei unterschiedliche Leuchtturmgeschichten geben Flamborough seinen markanten Küstencharakter. Für Ihre Planung lassen sich Naturgebiete und Küstenwege einerseits, historische Bauwerke und lokale Traditionen andererseits in den Blick nehmen.
Kreideküste und Seevogelkolonien
Flamborough Head ist ein Kreidevorsprung und wurde 1979 als Heritage Coast ausgewiesen. Die Meeres- und Klippenlandschaft von Flamborough ist als Site of Special Scientific Interest (SSSI) geschützt; wegen seiner Seevogelkolonien ist Flamborough außerdem als Special Protection Area (SPA) ausgewiesen. Im Flamborough Cliffs Nature Reserve befindet sich eine der bedeutendsten Seevogelkolonien Europas. Durch das Schutzgebiet verläuft der King Charles III England Coast Path. Das Reserve ist über den öffentlichen Küstenfußweg vom Parkplatz North Landing aus erreichbar.
Danes Dyke und South Landing zeigen unterschiedliche Seiten des Flamborough Headland. Danes Dyke umfasst 148 Acres und enthält das ausgedehnteste Waldgebiet des Headland. Das Naturschutzgebiet South Landing umfasst 34 Acres und gehört zu den zwölf formellen Local Nature Reserves von East Riding.
Wege und Naturgebiete
South Landing lässt sich auf einem Rundweg vom gebührenpflichtigen Parkplatz aus erkunden. Verbindungswege führen durch den Wald und über den Slipway zur Lifeboat Station und zum Strand. Das Waldgebiet nutzen unter anderem Treecreepers und Tawny Owls. So stehen hier neben dem Küstenweg und der Seevogelkolonie des Flamborough Cliffs Nature Reserve auch Wald und die genannten Vogelarten im Blick.
Bei North Landing ist die Zufahrt ein wichtiger praktischer Unterschied: Zum Strand führt eine steile, schmale Straße; der Parkplatz liegt oben. Ein Spaziergang zum Flamborough Head beginnt dagegen im Dorf Flamborough und führt hinauf zum Flamborough Headland. Prüfen Sie vor dem Spaziergang zum Flamborough Headland die Wegbedingungen.
Leuchttürme und Baugeschichte
Der Old Lighthouse in Flamborough ist in England ein einzigartig erhaltener, unveränderter Monument-Leuchtturm aus dem 17. Jahrhundert. Er wurde 1674 als geschäftliches Vorhaben von Sir John Clayton errichtet. Der Flamborough Head Lighthouse hat eine andere historische Rolle: Er wurde 1806 gebaut, um Hochseeschiffe und den Küstenverkehr zu führen. Die beiden Bauwerke stehen damit für unterschiedliche Abschnitte der Leuchtturmgeschichte, vom Vorhaben des 17. Jahrhunderts bis zur Navigationsfunktion des 19. Jahrhunderts.
Auch die Church of St Oswald verbindet mehrere Bauphasen. Sie stammt aus der Zeit um 1100 und wurde 1864 von R G Smith aus Hull weitgehend wiederaufgebaut. Zu ihren besonderen Baudetails gehören ein Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert mit durchgehendem Rautenschmuck und ein Chorschirm aus dem 15. Jahrhundert, der wahrscheinlich aus Bridlington Priory stammt.
Eine lokale Tradition
Die Flamborough Longsword Dancers treten an jedem Boxing Day im Dorf und auf dem Flamborough Headland auf. Wenn Sie diesen Feiertag für Ihre Reise in Betracht ziehen, bietet der jährliche Auftritt einen konkreten kulturellen Bezugspunkt neben Küstenlandschaft und Baugeschichte.
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