Am 1. Januar wird in Haiti Joumou-Suppe zubereitet und gegessen – am Unabhängigkeitstag des Landes. Die traditionelle haitianische Kürbissuppe enthält Gemüse, Kochbananen, Fleisch, Pasta und Gewürze. Für Reisende, die lokale Küche über konkrete Traditionen kennenlernen möchten, verbindet das Gericht eine klar benannte Zutatenvielfalt mit einem festen Datum im haitianischen Jahreslauf.
Geschichte im Norden Haitis
Der National History Park – Citadel, Sans-Souci, Ramiers liegt im Norden Haitis zwischen den Küstenebenen und dem bergigen Landesinneren. Zum Park gehören der Palace of Sans-Souci, die Citadelle Henry und der Ramiers site. Die Citadelle Henry erreicht eine Höhe von 970 Metern und gilt als Beispiel für die Militäringenieurskunst des frühen 19. Jahrhunderts. Höhe und historische Einordnung geben Ihnen zwei verschiedene Zugänge zu diesem Bauwerk: ein konkretes Maß und seine militärische Baukunst als Thema. Der Palace Sans-Souci ist von Gärten umgeben und liegt nahe dem Dorf Milot am Fuß der Zufahrtsstraße zur Citadelle Henry. So umfasst der Park sowohl einen Palast mit Gartenumgebung als auch eine Citadelle, die für ihre Militäringenieurskunst steht.
Grotten und überlieferte Geschichte
Das Höhlensystem von Dondon im Norden Haitis umfasst zehn separate Grotten. Dazu zählen Ladies’ Vault, Marc-Antoine grotto, Smoke Vault, Cadelia Vault, Saint Martin Vault, Minguet Vault und Michel grotto. Erfahrene und spontan verfügbare lokale Führer helfen Besuchern, verborgene Petroglyphen und die mündlich überlieferte Geschichte der Höhlen zu entdecken. Hier treffen in Stein gearbeitete Zeichen auf Erzählungen, die mündlich weitergegeben werden – zwei unterschiedliche Formen, sich mit der Geschichte der Grotten auseinanderzusetzen. Die Verfügbarkeit einer Führung kann variieren.
In Port-au-Prince liegt das Museum of the Haitian National Pantheon, kurz MUPANAH, am Champ-de-Mars im Stadtzentrum. Seine Lage bietet einen klaren städtischen Bezugspunkt neben den historischen Anlagen im Norden. So gehören zu Haitis kulturellen Entdeckungen sowohl nördliche Park- und Höhlenlandschaften als auch ein Museum im Zentrum von Port-au-Prince.
Ein Freilichtmuseum zum Plantagenleben
Der Parc Historique de la Canne à Sucre ist ein Freilichtmuseum, das anhand von Zuckerrohrkesseln, Pressen, Mühlen und einer Schmalspur-Dampflokomotive zeigt, wie das Plantagenleben im Jahr 1803 aussah. Das konkrete Jahr gibt dem historischen Bild einen klaren Rahmen; die unterschiedlichen Exponate machen es an Gegenständen und Anlagen nachvollziehbar. Besucher können auf steinernen Wegen erhaltene Merkmale des früheren Plantagenbetriebs erkunden und an einer Führung teilnehmen. Wenn Sie eine Führung einplanen, prüfen Sie am besten vorab die Verfügbarkeit.
Rara: Musik bei Straßenumzügen
Rara ist traditionelle haitianische Musik, die bei Straßenumzügen gespielt wird. Jedes Jahr zieht Rara zahlreiche Teilnehmer und Besucher an, darunter Familien aus der Diaspora. Sie kommen wegen spiritueller und patriotischer Erneuerung ebenso wie zur Unterhaltung. Damit verbindet die Tradition musikalischen Ausdruck mit unterschiedlichen Beweggründen für die Teilnahme. Neben Museen, Grotten und historischen Bauwerken begegnet Ihnen Haitis Kultur hier in Form von Musik und gemeinschaftlichen Umzügen.
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