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Der Friedhof Wadi Al-Salam wird von Millionen Muslimen aus verschiedenen Teilen der Welt besucht. Diese internationale Besucherschaft macht ihn zu einem prägnanten Zugang zum kulturellen Profil Nadschafs. Doch das Reiseziel erschließt sich nicht allein über diesen Friedhof: Auch die Tarat, der Kultur- und Kunstpalast und die Wasserflächen der Senke Bahr al-Najaf führen zu unterschiedlichen kulturellen und landschaftlichen Themen.

Die Tarat: Naturraum und Kulturerbe

Die Tarat von Nadschaf sind ein historisch und sozial bedeutender Teil der natürlichen Umgebung der Stadt und mit ihrer Geschichte und ihrem kulturellen Erbe verbunden. Archäologisch sind diese Bereiche bislang nicht untersucht. Diese Verbindung spricht besonders Reisende an, die sich für das Zusammenspiel von Landschaft und Geschichte interessieren.

Wasserflächen im Gouvernement Nadschaf

Im Gouvernement Nadschaf sind die Wasserflächen in der Senke Bahr al-Najaf ein bedeutendes Naturgebiet und ein natürlicher Rückzugsraum für Vogel- und Wildtierarten. Während bei den Tarat der historische und soziale Bezug zur Stadt im Vordergrund steht, lenkt Bahr al-Najaf den Blick auf die ökologische Seite des Gouvernements. Für Reisende mit Interesse an Landschaft und Tierwelt ist das eine eigenständige Facette des Reiseziels.

Kulturgeschichte im Kultur- und Kunstpalast

Der Kultur- und Kunstpalast in Nadschaf ergänzt die Stadtgeschichte um die Geschichte einer kulturellen Institution. Nach seiner offiziellen Eröffnung am 26. Dezember 2005 veranstaltete er kulturelle Konferenzen, Festivals, Ausstellungen und Seminare. Damit tritt neben die historischen und landschaftlichen Bezüge ein weiteres Thema: die kulturelle Veranstaltungsgeschichte des Hauses.

Historische Perspektiven im Irak

Im Irak eröffnen Hatra und Samarra weitere historische Perspektiven. Hatra ist eine antike befestigte Stadt, die auf den Ruinen einer assyrischen Siedlung gegründet wurde. Sie liegt im Norden des Irak zwischen Tigris und Euphrat in einer offenen Halbwüstenlandschaft. Der an die Topografie angepasste Stadtkomplex ist bemerkenswert kreisförmig. Seine gut erhaltene doppelte Stadtmauer bezeugt Hatras historische Bedeutung und Einflüsse assyrisch-babylonischer, aramäischer, griechischer, parthischer, römischer und arabischer Kulturen. Ein örtliches Museum ist in Räumen des Temenos beziehungsweise des Großen Tempels untergebracht.

Auch Samarra liegt im Irak. Von 836 bis 892 war die Stadt Hauptstadt des Abbasidenkalifats. Samarra gilt als einzige erhaltene islamische Hauptstadt, die ihren ursprünglichen Grundriss, ihre Architektur und ihre Kunst bewahrt, darunter Mosaike und Schnitzereien. Zur archäologischen Stadt gehören die Große Moschee aus dem 9. Jahrhundert und ihr spiralförmiges Minarett. Samarra bewahrt außerdem die Moscheen Al-Malwiya und Abu Dulaf, die zu den größten Moscheen zählen. 80 Prozent des Areals sind noch nicht ausgegraben. Im Vergleich zu Hatra rücken hier die Hauptstadtgeschichte und das erhaltene islamische Stadtgefüge in den Vordergrund.

Weitere Reiseziele entdecken: Nadschaf, Arbil, Kurdistan Region, Arbela, Bagdad, Al-Karbala.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Irak.

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