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Cloyne verbindet die Geschichte einer frühchristlichen klösterlichen Siedlung mit einem Rundturm, einer mittelalterlichen Kathedrale und einem Höhlensystem unmittelbar außerhalb des Ortes. Dazu kommen Erinnerungsorte für den Sportler Christy Ring. So lässt sich die Wahl eines Aufenthalts in Cloyne an konkreten Interessen ausrichten: an Bau- und Kirchengeschichte, an archäologischen Funden oder an der besonderen Landschaft im Umfeld.

Rundturm und frühe Klostergeschichte

Der Rundturm ist eines der prägenden historischen Bauwerke Cloynes und einer von nur zwei erhaltenen Rundtürmen im County Cork. An der klösterlichen Stätte stehen noch der Turm und eine Kathedrale aus der Zeit vor der Reformation. St. Colman gründete um 560 n. Chr. seine eigene klösterliche Siedlung in Cloyne. Auch der Rundturm wird mit einer klösterlichen Stiftung verbunden, deren Gründung im 6. Jahrhundert vermutet wird.

Die Geschichte der Kathedrale ist mit einem eigenen Zeitabschnitt verknüpft: An ihrer Stelle gründete St. Colman im späten 6. Jahrhundert eine frühchristliche kirchliche Stiftung, auf einem Grundstück, das der König von Cashel überlassen hatte. Die Kathedrale von St. Colman steht an der Church Street im historischen ostkorkischen Dorf Cloyne. Sie wurde um 1250 auf älteren Fundamenten errichtet; Teile des heutigen Bauwerks stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die Kathedrale ist weiterhin eine aktive Kirche. Das Äußere des Rundturms können Besucher sehen, betreten lässt er sich derzeit nicht. Prüfen Sie diese Zugangslage vor Ihrem Besuch erneut.

Kathedrale, Kirchhof und Funde

Ein Kirchhof mit alten Grabsteinen umgibt die Kathedrale. In ihrem Inneren befindet sich ein Marmordenkmal für George Berkeley: eine liegende Statue im italienischen Stil, geschaffen vom irischen Bildhauer Bruce Joy. Das Cross of Cloyne wurde um 1885 auf dem Gelände der Kathedrale ausgegraben. Es besteht aus vergoldeter Bronze und wird auf das 11. oder 12. Jahrhundert datiert. Diese unterschiedlichen Zeugnisse geben Cloynes Geschichte mehrere zeitliche Ebenen, von der frühchristlichen Stiftung über die mittelalterliche Kathedrale bis zu den archäologischen Funden.

Auch ein Paar frühbronzezeitlicher goldener Sonnenscheiben ist mit Cloyne verbunden. Die Scheiben wurden in der Gegend entdeckt und befinden sich heute im National Museum. Auf einer archäologischen Übersicht zu frühchristlichen Stätten in East Cork wird Cloyne mit seinem hohen Rundturm und der mittelalterlichen Kathedrale aufgeführt. Für die Einordnung des Ortes stehen damit sowohl einzelne erhaltene Bauwerke als auch Funde und ihre unterschiedlichen Zeitstellungen im Mittelpunkt.

Christy Ring und das Höhlensystem

Cloyne ist der Heimatort von Christy Ring. Eine neun Fuß hohe Bronzestatue erinnert an ihn; außerdem ist die Eschenhain-Anlage Ros Uí Rinn Christy Ring gewidmet. Beide Merkmale setzen einen eigenen Akzent neben den kirchlichen und archäologischen Themen des Ortes: Hier geht es um das Gedenken an eine konkrete Person, nicht um die Baugeschichte der Kathedrale oder des Rundturms.

Unmittelbar außerhalb von Cloyne liegt ein ausgedehntes, komplexes Höhlensystem. Es erstreckt sich über etwa sieben Acres unter dem umliegenden Land. Damit ergänzt eine Landschaftsbesonderheit die historischen Themen im Ort. Wenn Sie Cloyne für einen Aufenthalt auswählen, können Sie zunächst entscheiden, ob für Sie die erhaltenen kirchlichen Bauwerke und ihre Geschichte, die mit dem Ort verbundenen Funde, die Erinnerung an Christy Ring oder das nahe Höhlensystem besonders interessant sind. Die unterschiedlichen Themen lassen sich so als eigene Gründe betrachten, ohne ihnen eine gemeinsame Besuchsroute zuzuschreiben.

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