1884 wurde unterhalb von Bakkagerðiseyri ein Teil eines Barkschiffs versenkt, um einen später Barkurinn genannten Kai zu tragen. Bei Ebbe und ruhiger See ist das ursprüngliche Schiff noch unterhalb des Kais sichtbar. In Reyðarfjörður treffen solche Spuren der Hafengeschichte auf Wege am Flussufer und historische Orte. Für Ihre Planung lohnt es sich, die saisonalen Besuchszeiten im Blick zu behalten; die Wege und Ausflugsziele unterscheiden sich nach Verlauf und Thema.
Kulturgeschichte und Besuchszeiten
Das Isländische Kriegsmuseum vermittelt, wie die Kriegsjahre und die Besatzung das Leben in Island beeinflussten. Besucher können Baracken und einen Kinosaal betreten sowie Gegenstände und zahlreiche Fotografien aus dieser Zeit besichtigen. Auch außerhalb des Museums sind in Reyðarfjörður sichtbare Überreste des alliierten Stützpunkts erhalten, darunter alte Baracken und kleine Geschützstellungen.
Das Museum ist vom 1. Juni bis zum 31. August täglich von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet; prüfen Sie die Zeiten vor Ihrer Reise. Sómastaðir ist in diesem Zeitraum montags und donnerstags von 14:00 bis 16:00 Uhr für Besuche geöffnet. Auch dort empfiehlt sich eine Prüfung vor der Anreise. Das Haus wurde 1875 erbaut und ist Islands einziges erhaltenes Gebäude mit Außenwänden aus grob behauenen Grausteinblöcken und Mörtel aus Gletscherton. Die unterschiedlichen Besuchstage und Zeiten helfen Ihnen, einen Besuch der beiden Orte zeitlich einzuordnen.
Das jährliche Stadtfest Hernámsdagurinn erinnert an die britische Besetzung Reyðarfjörðurs am 1. Juli 1940. Zum Fest gehören Kunstausstellungen und Live-Musik im Isländischen Kriegsmuseum. Die konkreten Programmpunkte können sich von Jahr zu Jahr ändern.
Wanderwege und Landschaft
Im Zentrum beginnt ein Wanderweg, der dem bewaldeten Ufer der Búðará folgt. Eine andere Fußroute führt vom Zentrum durch die Búðarárgil-Schlucht hinauf zum Wasserfall Búðarárfoss und am Isländischen Kriegsmuseum vorbei. So können Sie zwischen einem Weg am Flussufer und einer Route durch die Schlucht mit Wasserfall als Ziel wählen; für beide sind hier unterschiedliche Verläufe und Ziele beschrieben.
Die Wanderung auf den Hólmatindur beginnt unmittelbar außerhalb von Sómastaðir. Im näheren Umfeld liegt Grænafell unmittelbar westlich des bebauten Gebiets von Reyðarfjörður. Von Fagradalur führt ein leichter, markierter Wanderweg auf den Berg. Diese Angabe zur Schwierigkeit gilt für diesen Weg und nicht automatisch für die anderen Routen.
Weiter im regionalen Umfeld liegt Geithúsaárgil unterhalb des Grænafell am inneren Ende des Fjords. Die Schlucht hat steile Felswände, die der Fluss Geithúsaá über Jahrhunderte geformt hat. Sie ergänzt die Wegoptionen im Ort um eine Landschaftsform im weiteren Umfeld.
Hafen und weitere Freizeitmöglichkeiten
Der restaurierte Kai Barkurinn ist ein Besucherort: Hier können Sie angeln, die Geschichte des Kais lesen und die Landschaft genießen. Wer neben den historischen Spuren auch eine sportliche Aktivität sucht, findet in Reyðarfjörður den Golfplatz Kollur des Fjarðabyggð Golf Club. Er liegt an einem Hang, hat neun Löcher und Par 70. Von den Abschlägen 3, 4 und 7 bietet sich eine schöne Aussicht.
Angeln am Teich Andapollur gilt als Freizeitaktivität in Reyðarfjörður. Der Teich ist zugleich ein Orientierungspunkt für die Übernachtungsplanung: Der Campingplatz Reyðarfjörður liegt am Ortseingang direkt bei Andapollur. Er bietet Duschen, Toiletten, eine Waschmaschine und Strom. Prüfen Sie vor Ihrer Reise den saisonalen Betrieb und die Ausstattung.
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