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Ein Wikingerschiff mit eigener Atlantiküberfahrt und ein restauriertes Haus, das eine frühere Wohnform veranschaulicht, eröffnen in Njarðvík zwei unterschiedliche kulturhistorische Perspektiven. Víkingaheimar stellt die Íslendingur ins Zentrum; Stekkjarkot steht für einen Haustyp, der früher auf der Reykjanes-Halbinsel und in anderen Küstengebieten Islands verbreitet war. In Innri-Njarðvík kommen ein Museumshaus und eine Kirche mit eigener Baugeschichte hinzu. Für Ihre Auswahl zählt damit, ob Sie sich stärker für Schifffahrt, Wohnen oder Sakralarchitektur interessieren.

Ein Wikingerschiff mit eigener Reisegeschichte

Víkingaheimar befindet sich in Njarðvík und ist um die Íslendingur herum gestaltet. Das Schiff ist eine Nachbildung in Originalgröße des berühmten Gokstad-Schiffs. Zugleich hat die Íslendingur eine eigene Reisegeschichte: Im Jahr 2000 segelte sie von Island nach New York und legte dabei 4.200 Seemeilen zurück. Vorbild und Überfahrt geben zwei verschiedene Zugänge zum Exponat. Das Gokstad-Schiff bezeichnet die Vorlage der Nachbildung; die Fahrt nach New York gehört zur Geschichte der Íslendingur selbst. Die Streckenangabe ergänzt das Ziel und das Jahr um einen weiteren konkreten Aspekt dieser Reise.

Stekkjarkot: Bauweise und Lebensbedingungen

Stekkjarkot ist ein klassisches Beispiel für die grob errichteten Torf-, Stein- und Holzhäuser, die früher auf der Reykjanes-Halbinsel und in anderen Küstengebieten Islands verbreitet waren. Nach seiner Restaurierung vermittelt das Haus einen anschaulichen Eindruck davon, wie Häuser dieses Typs aussahen. Stekkjarkot war eine sogenannte þurrabúð: Seine Bewohner durften keine Haustiere wie Kühe oder Schafe halten und waren deshalb vollständig vom Meer abhängig. Die Einordnung als þurrabúð verbindet so die Bauweise mit einer konkreten Lebensbedingung; zur Geschichte des Hauses gehören sowohl seine Materialien als auch die Lebensweise seiner Bewohner.

Kirche und Haus in Innri-Njarðvík

Auch die Baugeschichte in Innri-Njarðvík lässt sich an konkreten Details ablesen. Die Kirche dort wurde 1886 geweiht. Die Kirche in Innri-Njarðvík besteht aus behauenen Steinen, die vom nahe gelegenen Ufer und von der Heide oberhalb des bewohnten Gebiets herbeigeschafft wurden. Die Beschreibung verbindet die Bauweise somit mit der Herkunft des Materials: Zum Kirchenbau gehören sowohl die behauenen Steine als auch die beiden genannten Beschaffungsorte. Eine der drei Uhren im Kirchturm stammt aus dem Jahr 1725. Das Haus in der Njarðvíkurbraut 42 wurde 1906 erbaut. Die Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche Details: 1725 auf die Uhr, 1886 auf die Weihe und 1906 auf den Hausbau.

Besuche planen

Für die Besichtigung gelten unterschiedliche Bedingungen. Stekkjarkot kann auf Anfrage besichtigt werden; für die Buchung ist die Telefonnummer 865 6160 angegeben. Das Museumshaus in Innri-Njarðvík ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung zugänglich. Wenn Sie einen der Besuche gezielt einplanen, berücksichtigen Sie die jeweilige Absprache vorab.

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