Auf Heimaey liegen Wanderziele an Vulkanen und der Westküste ebenso wie Museen und Orte der Vogelbeobachtung. Heimaey ist die einzige ganzjährig bewohnte Siedlung im Archipel Vestmannaeyjar. Die Unterscheidung hilft, die genannten Ausflüge und Sehenswürdigkeiten geografisch einzuordnen.
Wanderungen an Küste und Vulkanen
Der markierte Wanderweg Hamarinn verläuft entlang der gesamten Westküste von Heimaey. Im Südosten liegt der Helgafell, ein 227 Meter hoher Vulkan. Der Eldfell entstand beim Ausbruch auf Heimaey im Jahr 1973; eine ausgewiesene und beliebte Wanderroute führt auf seinen Gipfel.
Die Wanderung auf den Sæfell beginnt am Parkplatz am Sæfell und kann von dort direkt bergauf führen. Am Sæfell und an den umliegenden Hängen gibt es zahlreiche Papageitaucher; ihre Präsenz kann saisonal variieren. Weiter südlich ist Stórhöfði der südlichste Punkt von Heimaey. Dort prägen eine artenreiche Vogelwelt und eine nahe gelegene Vogelbeobachtungshütte den Ort. Die Wanderung auf den Stórhöfði eignet sich für Familien und Menschen mit wenig Erfahrung im Bergwandern. An der Hütte können Besucher der Papageitaucherkolonie nahekommen, ohne sie zu stören. Der Leuchtturm Stórhöfðaviti ist seit 1906 in Betrieb.
Der Weg zum Skansinn ist eine leichte, familiengeeignete Route mit 20 Metern Höhenunterschied pro Strecke. Auf Heimaklettur beginnt die Wanderung mit vertikalen Leitern und führt anschließend über treppenartige und erkennbare Wege weiter. Der Weg nach Stafsnes verläuft von Herjólfsdalur über den Dalfell hinauf und dann steil hinunter nach Stafsnes. Bei Wanderungen auf Heimaklettur und nach Stafsnes können sich die Wegbedingungen ändern; prüfen Sie sie vor dem Aufbruch.
Vulkangeschichte und kulturelles Erbe
Die Festung beziehungsweise der Verteidigungswall Skansinn wurde 1586 zum Schutz des königlichen Handels vor englischen Angreifern errichtet und nach dem Türkeneinfall von 1627 wiederaufgebaut. Am Skansinn steht auch Landlyst auf Heimaey. Das ursprünglich 1848 erbaute Haus zählt zu den ältesten Häusern in Vestmannaeyjar und beherbergt ein medizinisches Museum. Die Stafkirkjan wurde am 30. Juli 2000 geweiht und steht auf Land, das beim Ausbruch auf Heimaey 1973 entstand.
Auf Heimaey widmet sich das Museum Eldheimar dem Vulkanausbruch von 1973. Es wurde um ein von Asche und Lava verschüttetes Haus errichtet. Außerdem zeigt Eldheimar eine Ausstellung über Surtsey, eine Vulkaninsel, die in den 1960er-Jahren vor der Südküste Islands entstand.
Museen, Papageitaucher und Anreise
Das Sagnheimar Folk Museum liegt im Zentrum von Heimaey und vermittelt das lokale Erbe mit interaktiven Ausstellungen. In einer Piratenhöhle können Kinder sich verkleiden und auf Schatzsuche gehen; eine Sammlung zum Anfassen richtet sich an Kinder und Erwachsene. Im Museum ist außerdem ein authentisches Þjóðhátíð-Zelt zu sehen. Das Fest wird seit den frühen 1900er-Jahren jedes Jahr gefeiert und fand erstmals 1874 statt.
Das Besucherzentrum des SEA LIFE Beluga Whale Sanctuary auf Heimaey ist ebenerdig zugänglich und vollständig rollstuhlgerecht. Prüfen Sie diese Zugänglichkeitsinformation vor der Reise erneut. Das Zentrum beherbergt Islands einziges Papageitaucher-Rettungszentrum und ein Aquarium mit lokalen Arten; seine Inhalte können sich ändern. In den Sommermonaten werden vom SEA LIFE Trust Beluga Whale Sanctuary geführte Bootstouren zum Meeresschutzgebiet in der nahe gelegenen Klettsvik Bay angeboten. Die Verfügbarkeit kann sich ändern, daher empfiehlt sich eine Prüfung vor der Planung.
Die Fährfahrt von Landeyjahöfn nach Vestmannaeyjar dauert ungefähr 45 Minuten. Hafen-, Wetter- und Betriebsbedingungen können die Fahrzeit beeinflussen. Prüfen Sie vor der Anreise den Fahrplan.
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