Alanno lässt sich über zwei unterschiedliche Themen kennenlernen: das mittelalterlich geprägte Ortsbild und die Natur der Oasi WWF Lago di Alanno-Piano d’Orta. Regionale Spezialitäten und wiederkehrende Festtraditionen ergänzen diese Eindrücke. So können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise auf Ortsgeschichte, Feuchtgebiete oder lokale Kultur legen.
Gassen, Türme und Kirchen
Das langgestreckte historische Zentrum war ursprünglich von Wehrmauern umgeben. Drei markante Türme prägen es: zwei sind quadratisch, einer ist rund. Ein Netz kleiner Gassen gehört ebenfalls zum Ortsbild; diese Straßen werden als „le rue“ bezeichnet. In Alanno können Sie auch die Überreste der Bastionen der Stadtmauer und des Burgturms besichtigen. Zusammen geben die Gassen, Türme und Mauerreste der Ortsgeschichte eine konkrete architektonische Form.
Der runde Wehrturm stammt aus dem 14. Jahrhundert. Wahrscheinlich gehörte er zu einer befestigten Mauer, die das historische Zentrum abgrenzte. Der mittelalterliche Turm an der Piazzetta della Torre wurde am 12. Juli 2004 als Kulturgut von kulturellem Interesse anerkannt.
Auch die Kirchen zeigen unterschiedliche architektonische und historische Aspekte. Die Kirche Mariä Himmelfahrt liegt im historischen Zentrum und hat einen dreischiffigen Innenraum. Die Kirche San Francesco und das angeschlossene, dem heiligen Ludovicus geweihte Kloster stammen aus dem späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert. Beim Oratorium Santa Maria delle Grazie gehört auch die lokale Überlieferung zur Geschichte des Ortes: Es wird traditionell mit einer wundersamen Erscheinung aus dem Jahr 1498 in Verbindung gebracht.
Die Kirche Maria Santissima del Carmine war laut dem Gemeindeeintrag vom 7. Dezember 2023 für die Öffentlichkeit geschlossen. Prüfen Sie den Status vor einem Besuch.
Feuchtgebiete und Landschaft
Die Oasi WWF Lago di Alanno-Piano d’Orta umfasst drei miteinander verbundene Biotope: das Flussbecken, ein Schilfgebiet und die umliegenden Hügel. Ihr Naturprofil umfasst damit nicht nur die Feuchtgebiete, sondern auch Schilf und Hügelland.
Die Feuchtgebiete bieten zahlreichen Wasservogelarten Zuflucht. Dazu zählen Krickenten, Stockenten, Tafelenten, Teichhühner, Zwergtaucher und Blässhühner. Die Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus) ist das Symbol der Oase und ergänzt dieses ökologische Bild um ein charakteristisches Pflanzenthema.
Mit dem Auto erreichen Sie die Oase über die Autobahn A25 Roma–Pescara und die Ausfahrt Alanno-Scafa. Prüfen Sie vor der Fahrt die Straßenbedingungen.
Regionale Küche und wiederkehrende Termine
Weinberge und Olivenhaine prägen die Landschaft rund um Alanno. Zu den lokalen Spezialitäten zählen Anellini alla pecorara und Sagne e ceci. Damit stehen neben den Sehenswürdigkeiten auch regionale Küche und landwirtschaftliche Produkte als eigene Themen für die Reise zur Verfügung.
Die Fiera dell’Agricoltura e dell’Artigianato di Alanno ist ein jährlich stattfindendes, dreitägiges Fest. Dazu gehören Verkostungen von Olivenöl und Wein. Die traditionelle Pastorella zieht jedes Jahr in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember durch verschiedene Bereiche und Straßen des Gemeindegebiets. Prüfen Sie aktuelle Termine und Programme vor Ihrer Reise.
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