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Ein altes Stadttor, eine Sammlung von mehr als 400 Keramiken und zwei asphaltierte Rundwege eröffnen verschiedene Zugänge zu Pianella. Baugeschichte, Keramikhandwerk und Landschaft bilden unterscheidbare Schwerpunkte. Bei den Rundwegen können Sie außerdem die ungefähren Streckenlängen mit Oberfläche und Fortbewegungsarten vergleichen und danach Ihren Ausflug auswählen.

Historische Spuren und Kirchen

In alten Dokumenten wird Pianella als Castrum Planellae bezeichnet; der Ort war mit einer Befestigungsanlage versehen. Der Arco di San Silvestro ist eines der alten Stadttore, und der Zugang ist kostenlos. Name, Befestigung und Tor geben der Ortsgeschichte konkrete, unterschiedliche Bezugspunkte.

Auch die Kirchen zeigen verschiedene historische Schichten. Das Mauerwerk der Chiesa di San Domenico ist spätromanisch; hinzu kommen Überlagerungen aus Renaissance und Barock. Spätromanisch bezeichnet hier die Mauerwerksprägung, während Renaissance und Barock als zusätzliche architektonische Schichten hinzukommen. Die Chiesa di Sant’Antonio Abate wurde auf einem bestehenden mittelalterlichen Bauwerk errichtet. In ihrer einzigen, kleinen Kapelle befindet sich in einer Glasurne der Leichnam der heiligen Ciriaca, Jungfrau und Märtyrerin.

Keramik und Aussicht

Das Museo dell'Artigianato Ceramico Abruzzese befindet sich in kommunalem Besitz und zeigt mehr als 400 Keramiken aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Die Sammlung umfasst damit Stücke aus mehreren Jahrhunderten und ergänzt die Baugeschichte um das Thema Keramikhandwerk. Für den Besuch ist eine Reservierung erforderlich; reservieren Sie unter 333 351 7289.

Am Belvedere „Andrea Pietrolungo“ befindet sich auch ein geräumiges Amphitheater. Von dort reicht der Blick weit zum Massiv der Majella im Süden. Amphitheater und Blickrichtung sind zwei konkrete Merkmale des Belvedere: Das eine prägt den Ort baulich, das andere benennt den südlichen Landschaftsbezug.

Rundwege zwischen Olivenhainen und Seen

Le Vie dell’Olio ist ein etwa 10 Kilometer langer touristischer Rundweg durch die Landschaft und Olivenhaine Pianellas. Le Vie dei Laghi führt als etwa 18 Kilometer lange Runde durch Natur und Landschaft des Gebiets von Pianella. Beide verlaufen vollständig über asphaltierte Straßen und können zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zurückgelegt werden. Die ungefähren Längen liegen rund acht Kilometer auseinander. Damit unterscheiden sich die Wege sowohl im Streckenmaß als auch im Landschaftsschwerpunkt: Olivenhaine prägen Le Vie dell’Olio, während bei Le Vie dei Laghi die Seen eine Rolle spielen. Sie dienen zahlreichen sesshaften und ziehenden Wasservogelarten als Lebensraum. Länge, Oberfläche und die jeweils genannten Fortbewegungsarten bieten konkrete Vergleichspunkte, die Landschaftsbezüge einen weiteren.

Olivenöl und ein Osterbrauch

Das für Pianella bekannte Olivenöl wird aus der Sorte „dritta“ gewonnen. Ein weiterer kultureller Bezug ist Lu Bbongiorne: Am Ostersonntagnachmittag können Sie diese jahrhundertealte Tradition erleben. Sie wird der Langobardenzeit zugeschrieben, hat sich trotz einiger Änderungen lebendig erhalten und findet rege Beteiligung. Prüfen Sie vor der Reise die konkreten Termine, wenn Sie Ihren Aufenthalt auf diesen Brauch ausrichten möchten.

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