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Teramo erzählt seine Geschichte an ganz unterschiedlichen Orten: Gräberfelder, römische Wohnhäuser und die Kathedrale führen von der Antike bis ins Mittelalter. Wer die Stadt für eine Kulturreise auswählt, findet markante archäologische Zeugnisse und aktuelle Kunstprojekte – sollte bei einigen Stätten aber den Zugang einplanen.

Römische Fundstätten und ihre Zugangsbedingungen

Die Area Archeologica di Madonna della Cona umfasst ein ausgedehntes Gräberfeld, das vom 9. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. genutzt wurde. Zu den besonderen Befunden zählen kreisförmige steinerne Grabmonumente vom Typ Campovalano. Ihre reichen Grabbeigaben werden in die Zeit vom 9. bis zum 6. Jahrhundert v. Chr. datiert. Die Stätte ist auf Anfrage geöffnet; für Informationen und Reservierungen ist eine Kontaktaufnahme erforderlich.

Das Sito Archeologico del Teatro romano wurde wahrscheinlich in der frühen Kaiserzeit unter Augustus erbaut. Ab 1926 wurde es teilweise wiederentdeckt und restauriert. Derzeit ist es wegen Arbeiten zur Aufwertung und Restaurierung geschlossen; prüfen Sie den Status vor der Reise.

Ein anderes Bild römischen Wohnens vermittelt die Domus del Leone im Untergeschoss des Palazzo Savini. Sie wird in das 1. Jahrhundert v. Chr. datiert. Zu den sichtbaren Überresten gehören ein Atrium, das als Empfangsbereich diente, und ein Tablinum als Repräsentationsraum des Hauses. Das Mosaik zeigt einen Löwen, der eine Schlange angreift. So lassen sich in einem Haus sowohl die Gliederung der Räume als auch ein konkretes Bildmotiv betrachten.

Von der Domus zur Stadtgeschichte

Im Sito Archeologico di Largo Madonna delle Grazie wurden republikanische Bauten in der augusteischen Zeit in eine große Domus mit zentralem Peristyl einbezogen. Ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. wurde das Haus zu einer industriellen Walkerei, einer Fullonica zum Färben von Stoffen. Sie wurde bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. genutzt. Derzeit ist die archäologische Stätte wegen Restaurierungs- und Aufwertungsarbeiten geschlossen.

Das Sito Archeologico di Largo Sant’Anna bewahrt die Überreste einer römischen Domus, die vom Ende der republikanischen Zeit bis in die frühe Kaiserzeit datiert wird, etwa ins 1. Jahrhundert v. Chr. Darüber liegen außerdem die Überreste der Cattedrale Sanctae Mariae Aprutiense. Die beiden Befunde verbinden römische Wohnarchitektur und späteres kirchliches Erbe an einem Ort.

Auch der Rundgang des derzeit geschlossenen Museo Civico Archeologico „F. Savini“ macht die zeitliche Spannweite der Stadtgeschichte deutlich. Im Erdgeschoss reicht das Thema von protohistorischen Funden über das römische Interamnia Praetut(t)iorum mit öffentlichen und privaten Gebäuden sowie außerstädtischen Nekropolen bis ins Mittelalter. Funde der Basilica Sancta Mariae Aprutiense belegen diesen späteren Abschnitt. Im ersten Stock steht der Ager Praetut(t)ianus im Mittelpunkt: das von den italischen Pretuzern bewohnte Gebiet, das in römischer Zeit zum vom Municipium Interamnia verwalteten Territorium wurde.

Kathedrale, Kunst und Kulturorte

Nach der Zerstörung Teramos in den Jahren 1155–1156 begann Bischof Guido II. mit dem Bau einer neuen Kathedrale. Sie wurde 1176 vollendet und der Jungfrau Maria geweiht. Ein herausragendes architektonisches Detail ist das 1332 von Deodato Romano geschaffene und signierte Portal aus der Schule der Cosmatesken. Unter dem Hauptaltar befindet sich das Paliotto, ein Meisterwerk von Nicola da Gradiagrele, ausgeführt zwischen 1433 und 1448 im Auftrag von Giosia d’Acquaviva.

Auch zeitgenössische Kunst gehört zum kulturellen Angebot der Stadt. Der Raum L’Arca in Largo San Matteo wurde im Oktober 2011 eingeweiht. Für ihn sind künstlerische und Bildungsaktivitäten im Bereich der zeitgenössischen Kunst vorgesehen; außerdem organisiert er Wechselausstellungen. Zeitweise wird L’Arca auch öffentlich für Ausstellungen, Konferenzen, Tagungen, Seminare und Buchvorstellungen genutzt, sofern dies mit der Nutzung der Einrichtung vereinbar ist.

Das Projekt „La Pinacoteca si ascolta“ verbindet vier ausgestellte Werke – jeweils eines pro Saal – mit eigens dafür komponierten Klanguntermalungen. Es besteht seit November 2022. Die Sala Ipogea ergänzt die Kulturräume Teramos als 600 Quadratmeter großer unterirdischer Saal für kulturelle Aktivitäten.

Flusslandschaft und städtische Szenerien

Wer neben den historischen und kulturellen Themen auch einen Blick auf Teramos urbane Landschaft werfen möchte, findet sie im Zusammenspiel von Parco fluviale del Vezzola und Lungofiume del Tordino. Die Flusslandschaft verbindet natürliche mit städtischen Szenerien. Der Parco del Vezzola ist für Spiele, Sport und Spaziergänge ausgestattet. So stehen neben den archäologischen und künstlerischen Entdeckungen auch Grünräume als eigener Teil des Stadtbilds.

Für die Reiseplanung sind die Unterschiede zwischen den Stätten wichtig: Madonna della Cona ist auf Anfrage zugänglich, während das Teatro romano, das Sito di Largo Madonna delle Grazie und das Museo Civico derzeit geschlossen sind. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die Zugangsbedingungen der Orte, die Sie besonders interessieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Pineto, Torano Nuovo, Colledara, Mutignano, Villa Rosa, Sant'egidio Alla Vibrata, Corropoli, Fano Adriano.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teramo.

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