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Rund zwanzig Gletscher bedecken etwa 15 Prozent des Gemeindegebiets von Bionaz. Gletscherwasser und die Erosion durch Wasser haben alpine Seen, Schluchten, Wasserfälle, Bäche und kleine Teiche geformt. So reicht die Wasserlandschaft von weitläufigen Gletschern bis zu kleinen Gewässern und eingeschnittenen Formen. Für Ihren Aufenthalt können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Landschaft und Wege, örtliche Traditionen oder winterliche Angebote.

Am Place Moulin: See und Staudamm

Der Staudamm von Place Moulin ist 155 Meter hoch und 678 Meter lang; mit diesen Maßen zählt er zu den größten Staudämmen Europas. Am selben Ort führt eine für den Verkehr gesperrte, ebene Uferstrecke am See von Place Moulin in etwa einer Stunde zum historischen Alpwirtschaftsstandort Prarayer und zur gleichnamigen Schutzhütte. Der See und der Staudamm zeigen zwei unterschiedliche Seiten dieses Gebiets: die vom Wasser geprägte Landschaft und ein Bauwerk mit beachtlichen Ausmaßen.

Wege nach Zeitaufwand und Saison

Von Ferrère führt der markierte Weg 15 in etwa 1 Stunde 30 Minuten zur Alp Arp-Damon. Der ebenfalls in Ferrère beginnende Weg 14 führt in etwa drei Stunden zum Biwak Chentre-Bionaz. Die beiden Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Wege und Ziele. Gemeinsam mit der ungefähr einstündigen Uferstrecke am Place Moulin geben sie eine Orientierung für die Zeitplanung; neben der Dauer ist auch wichtig, welches Ziel Sie wählen.

Für Schneeschuhwanderungen stellt die Gemeinde vier Routenpläne bereit. Die Langlaufloipe Dzovennoz–Lexert umfasst eine 5 Kilometer lange Hauptrunde sowie mehrere kürzere Varianten von 1 bis 3 Kilometern. Ihre Verfügbarkeit ist saisonal; prüfen Sie die aktuelle Situation daher vor Ihrer Planung.

Ein besonderer Parcours

Der Abenteuerpark Rebel Park liegt zwischen Felsen, Tannen und Lärchen. Seine Seilrutschen sind bis zu 120 Meter lang. Für Kinder von 4 bis 8 Jahren ist der leichte Parcours „Percorso dei Leprotti“ vorgesehen. Wenn Sie mit Kindern reisen, bietet diese Altersangabe einen konkreten Anhaltspunkt, um gerade diesen Parcours in die Überlegungen einzubeziehen.

Traditionen und Ortsgeschichte

Die Feste Inarpa und Desarpa markieren in Bionaz den saisonalen Auf- und Abtrieb des Viehs zu beziehungsweise von den höher gelegenen Weiden. Im Mai kehren die Kühe ins Freie zurück, Ende September verlassen die Herden die Almen. Im Winter wird in den Öfen der Ortsteile Roggenbrot gebacken. Die zeitlichen Schwerpunkte unterscheiden sich also: Die Feste sind mit dem Jahreslauf der Weidewirtschaft verbunden, das Brotbacken mit dem Winter.

Auch die Pfarrkirche Santa Margherita erzählt Ortsgeschichte: Sie wurde 1694 durch die Vergrößerung einer älteren Kapelle aus dem Jahr 1617 errichtet. Zur Ausstattung gehören Fresken und Gemälde des genuesischen Malers Ettore Mazzini sowie ein teilweise vergoldeter barocker Hauptaltar aus Holz. Beim Karneval in Bionaz werden traditionelle Kostüme getragen, die als allegorische Darstellungen der Uniformen französischer Soldaten gelten.

Anreise von Aosta

Von Aosta aus erreichen Sie Bionaz über die SS 27 des Grossen Sankt Bernhard bis zur Abzweigung bei Variney und anschließend über die Regionalstraße 28. Mit der Buslinie „Bionaz–Aosta“ dauert die Fahrt von Aosta etwa 50 Minuten. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie den aktuellen Fahrplan vor der Anreise.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aostatal.

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