Fontainemore bietet Naturerlebnisse am Mont Mars, eine vom Lys geformte Schlucht und Einblicke in das Leben und die Geschichte der Bergdörfer. Für die Planung können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Wege und Berggewässer, Architektur und Wallfahrt oder Einblicke in lokale Arbeitstraditionen.
Natur im Schutzgebiet Mont Mars
Das Naturschutzgebiet Mont Mars erstreckt sich über etwa 390 Hektar. Es reicht von 1.670 Metern bis zum 2.600 Meter hohen Gipfel des Mont Mars. Die Tourenauswahl umfasst Wege zu klaren Berggewässern, Schneeschuhtouren und anspruchsvollere Wanderungen zu den Gipfeln. Auch für alle Jahreszeiten wird eine breite Auswahl an Routen beschrieben. So stehen unterschiedliche Formen des Unterwegsseins im Schutzgebiet nebeneinander, von Schneeschuhen bis zu anspruchsvollen Gipfelwanderungen.
Das Besucherzentrum des Naturschutzgebiets bietet Informationen und naturkundliche Veröffentlichungen. Eine Gebietskarte zeigt Wege und Sehenswürdigkeiten; außerdem gibt es einen Mehrzweckraum für Bildungs- und Kulturveranstaltungen. Der Besuch kann damit auch eine Gelegenheit sein, sich vor einer Tour mit der Karte und den Themen des Schutzgebiets zu befassen.
Schlucht, Fluss und historische Bauwerke
Der Orrido di Guillemore ist eine tiefe, vom Lys in den Fels eingeschnittene Schlucht mit einem eindrucksvollen Wasserfall. Über mehrere Jahrhunderte war die Schlucht ein obligatorischer Durchgang: Beim Aufstieg durch das Lys-Tal liefen hier zwei Saumpfade zusammen. Der Ort erzählt damit zugleich von einer markanten Landschaftsform und einer früher wichtigen Passage im Tal.
Auch die Pfarrkirche Sant'Antonio Abate verbindet Baugeschichte mit einem konkreten Zugang: Sie ist zu Fuß über die Steinbrücke über den Lys erreichbar. Die Kirche wurde 1494 erbaut. Zu ihren Merkmalen zählen eine Rundapsis aus dem 15. Jahrhundert, eine Rosette mit dem Wappen der Vallaise und fünf Altäre im Barock- und Rokokostil. An dem Bau lassen sich so verschiedene historische und gestalterische Elemente unterscheiden.
Einblicke in das Bergdorfleben
Das Ecomuseo della media montagna nutzt zwei restaurierte Gebäude, um die ländliche Architektur von Fontainemore mit traditionellen Einrichtungsgegenständen und Objekten zu präsentieren. Zu den besonderen Einblicken gehört ein hölzerner Rascard. In einem Bereich wurde Roggen gedroschen und Vorrat gelagert; ein Kellerraum diente dazu, Käse reifen zu lassen. Die Räume machen unterschiedliche Aufgaben innerhalb einer ländlichen Wirtschaftsweise nachvollziehbar, statt nur ein einzelnes Gebäude zu zeigen.
Das Ecomuseum zeigt außerdem Werkzeuge des traditionellen Maurerhandwerks von Fontainemore. Dieses saisonal ausgeübte Handwerk wird als „macon“ bezeichnet. Die Werkzeuge ergänzen die Einblicke in Gebäude und Vorratshaltung um eine lokale Arbeitstradition.
Farettaz gilt als typisches Beispiel einer dauerhaft bewohnten ländlichen Siedlung des valdostanischen Mittelgebirges. Der Backofen, die Mühle, die Schule und die Kapelle gelten als Symbole für die Eigenständigkeit eines Bergdorfs. In Farettaz wurden eine Mühle aus dem 16. Jahrhundert und der Dorfbackofen restauriert und wieder in Betrieb genommen. Zusammen geben diese Orte ein Bild davon, welche Einrichtungen für das Dorfleben wichtig waren.
Rundweg oder Abenteuerparcours
Der Sentiero della volpe gilt als kinderfreundlicher Rundweg; entlang der Strecke stehen mehrere Holzskulpturen. Der Parco Avventura Fontainemore bietet eine andere Art von Aktivität: Vier Abenteuerparcours unterscheiden sich im Schwierigkeitsgrad und umfassen Hindernisse in ansteigenden Höhen von 1,5, 3, 6 und 9 Metern. Wer die Ausflüge plant, kann so zwischen einem Rundweg mit Skulpturen und Parcours mit Hindernissen in unterschiedlichen Höhen wählen.
Lokale Produkte und Anreise
Im Caseificio La Vallaise können Sie örtliche Produkte aus der Viehzucht verkosten und kaufen. Die Käserei sammelt und verarbeitet Milch aus dem gesamten Tal. Wenn Sie den Besuch für eine Verkostung oder einen Einkauf einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
Fontainemore ist mit dem Bus über die Linie „Pont-Saint-Martin – Gressoney“ erreichbar. Da sich Fahrpläne ändern können, ist es sinnvoll, die Verbindung vor der Reise zu prüfen. So lässt sich die Anreise in die Planung einbeziehen, während die Wahl der Aktivitäten offenbleibt: vom Naturschutzgebiet und seinen Wegen bis zu Dorfgeschichte, Schlucht und regionalen Produkten.
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