Zum Inhalt

Eine noch genutzte Mühle ist ein prägnanter Anknüpfungspunkt für Gratillon. Dazu kommen Spuren der Schulgeschichte und handwerklicher Arbeit. Weitere beschriebene Ziele haben eigene Ortsangaben: Geologie und Museen finden Sie bei Saint-Nicolas, das Museo Gerbore in Lyveroulaz.

Ortsgeschichte und Handwerk

Die Mühle in Gratillon wird noch genutzt. Auch die Geschichte der örtlichen Schule reicht weit zurück: 1782 richteten Einwohner von Gratillon und Ferrère sie ein. Für den Unterricht wurde genehmigt, Mittel aus den Palmsonntags-Almosen zu verwenden. Eine Fotografie vom 27. Mai 1926 zeigt Schülerinnen und Schüler der Schule von Gratillon mit ihrer Lehrerin Émilie Junod.

Handwerk ist ein weiterer kultureller Bezugspunkt. Patrizio Berthets Möbel werden in strikt handwerklicher Weise gefertigt und mit handgeführten Werkzeugen vollendet. 1968 nahm Berthet erstmals an der Fiera di Sant’Orso teil. So stehen neben den historischen Zeugnissen aus Gratillon auch überlieferte Handwerkspraxis und die regionale Kunsthandwerksmesse als eigene Themen zur Verfügung.

Geologie und Wege bei Saint-Nicolas

Die Geosit-Route bei Saint-Nicolas bietet aus nächster Nähe Ausblicke auf erodierte Rinnen und tief eingeschnittene kleine Täler. Im Gebiet gibt es außerdem einen ausgedehnten Ablagerungsbereich glazialen Ursprungs mit Schluchten und Erdpyramiden. Auf der Route führt nach dem Abstieg ein kurzes Stück entlang der asphaltierten Straße zu einem kleinen Platz. Von dort reicht der Panoramablick auf den Einschnitt und den Ort Saint-Nicolas. Prüfen Sie vor dem Besuch die örtlichen Wegbedingungen.

Museen und regionale Kultur

Das Museo Cerlogne in Saint-Nicolas zeigt Werke und persönliche Gegenstände des Dichters Jean-Baptiste Cerlogne sowie anderer früherer Dialektautoren. Das Studienzentrum René Willien widmet sich der Bewahrung und Verbreitung des Frankoprovenzalischen Patois und verfügt über eine umfangreiche Fachbibliothek. Beide Orte eröffnen unterschiedliche Zugänge: Hier stehen literarische Werke und persönliche Gegenstände im Mittelpunkt, dort Sprache und Forschung.

In Lyveroulaz befindet sich das Museo Gerbore im historischen Gebäude Maison de la Tôr. Zu seiner Sammlung gehören rund fünfzig landwirtschaftliche Maschinen aus den 1950er-Jahren. Ein anderer saisonaler Kulturbezug ist die Dezarpe de Vertosan, ein Fest am Ende des Sommers: Viehherden werden von hoch gelegenen Almen durch Vertosan, Vétan und das Gebiet von Saint-Nicolas hinabgeführt; Tiere und Hirten ziehen durch den Ort. Wenn Sie das Fest einplanen, prüfen Sie die konkreten Termine.

Natur, Winter und Anreise

Der Bois de la Tour ist ein landschaftlich geschütztes Naturgebiet, in dem die wichtigsten Baumarten des Aostatals vorkommen. Der Lehrpfad-Rundweg dort verfügt über Informationen in Brailleschrift und einen Handlauf für blinde und sehbehinderte Besucher. Da sich die Bedingungen vor Ort ändern können, empfiehlt sich eine Prüfung vor dem Besuch.

Für den Wintersport ist ein 2,5 Kilometer langer Abschnitt der Langlaufloipen von Saint-Nicolas beleuchtet. Die nächtliche Nutzung ist dienstags und freitags von 18:30 bis 21:30 Uhr oder nach Anmeldung für Gruppen vorgesehen. Prüfen Sie vor der Fahrt das aktuelle Schneebulletin.

Gratillon liegt auf 1.052 Metern Höhe und ist über eine Straße erreichbar, die bei 1.041 Metern nach rechts abzweigt. Für den Radsport bietet der Giro della Valle d’Aosta einen historischen Bezug: Die vierte Etappe des 61. Giro führte 2025 auf der SR 22 durch Saint-Nicolas (Gratillon) auf 1.011 Metern Höhe.

Ein Fahrplan mit Gültigkeit ab dem 10. September 2025 führte Gratillon Sus und Gratillon Sous als Haltestellen der Verbindung Villeneuve–Saint-Pierre–Saint-Nicolas–Aosta. Prüfen Sie vor Ihrer Anreise die aktuelle Verbindung.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint Nicolas, Aymavilles, Roisan, Montjovet, Brengon, Villeneuve, Pontboset, Arvier.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aostatal.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.