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Kirchen, Kapellen und Walser-Baukultur geben Gressoney-La-Trinité einen kulturellen Schwerpunkt. Die Pfarrkirche, mehrere Kapellen und der Bereich CASA MUSEO – PÒTZSCHHUS stehen für unterschiedliche Aspekte der regionalen Geschichte und sakralen Kunst. Auch die Zugänge unterscheiden sich: Für einige Kapellen sind kurze Gehzeiten ab einem bestimmten Ausgangspunkt genannt, während Sant’Anna auf 2.178 m liegt und über einen einstündigen Weg von Staffal oder eine Aufstiegsanlage erreichbar ist. Diese Unterschiede helfen Ihnen, Besuche passend zu den eigenen Interessen und zum geplanten Aufenthalt auszuwählen.

Pfarrkirche und Walser-Ecomuseum

Die Chiesa parrocchiale della S.S Trinità wurde 1702 gegründet und ist der Santissima Trinità, der Heiligen Dreifaltigkeit, geweiht. Ihr Hauptaltar stammt aus derselben Zeit wie die Kirche. Er ist im Barockstil mit Anklängen an die Renaissance gestaltet und aus vergoldetem, bemaltem Holz gefertigt. Damit treffen in der Pfarrkirche eine klare Widmung und eine vielschichtige Ausstattung aufeinander.

Der Bereich CASA MUSEO – PÒTZSCHHUS des Walser-Ecomuseums befindet sich in einem „stadel“, der dialektalen Bezeichnung für ein typisches Walserhaus. Dort werden Dauerausstellungen zur Region gezeigt. Der Blick auf die Walser-Hausform ergänzt so die sakrale Kunst der Kirchen und Kapellen um einen baulichen Aspekt der regionalen Kultur.

Kapellen mit eigener Geschichte

Die Cappella di Orsia wurde 1652 unter der Leitung von Peter Knòbal errichtet und 1714 umgebaut und erweitert. Die beiden Jahreszahlen markieren unterschiedliche Etappen ihrer Baugeschichte. Die Cappella di Oagre entstand 1776 auf Veranlassung von Rev. J. J. Curtaz und ist der Madonna delle Nevi, der Schneemadonna, geweiht. Sie wird auch „Gnaden Brunnen“ beziehungsweise „wundersame Quelle“ genannt.

Bei der Cappella di Sant’Anna verbindet sich Baugeschichte mit einer markanten Höhenlage: Sie wurde 1726 auf Veranlassung des Notars J. J. Thedy errichtet, des ersten Richters der Baronie der Valleise, und 1995 restauriert. Auf 2.178 m liegt sie an den Hängen zum Colle di Bettaforca, an einem Ort von hohem landschaftlichem Interesse. Die Cappella di Biel wurde 1736 von Marc Thédy und weiteren Bewohnern des Dorfes errichtet und ist den Heiligen Rochus und Sebastian geweiht. Baujahr und Widmung unterscheiden diese Kapelle von den anderen genannten Sakralbauten.

Zugänge und Wegzeiten unterscheiden

Für die Cappella di Orsia führt ein ansteigender Saumpfad zur Kapelle; der Weg liegt fünf Minuten von der Regionalstraße Nr. 43 bei Staffal entfernt. Die Cappella di Biel erreichen Sie in fünf Gehminuten vom Parkplatz am Ende der Gemeindestraße nach Biel. Zur Cappella di Oagre sind es zehn Gehminuten vom Parkplatz in der Ortschaft Staffal. Bei Biel und Oagre beziehen sich die Gehzeiten also auf jeweils genannte Parkplätze, bei Orsia ist die Entfernung des Saumpfads zur Regionalstraße angegeben. Prüfen Sie die Wegbedingungen vor dem Besuch, da sie sich ändern können.

Für Sant’Anna ist der einstündige Sentiero 8 von Staffal eine Möglichkeit; alternativ ist die Kapelle mit einer Aufstiegsanlage erreichbar. Deren Betrieb ist saisonal und sollte vor der Anreise geprüft werden. Höhenlage, Wegzeit und saisonale Liftoption ergeben damit einen anderen Planungsrahmen als die kurzen Gehzeiten zu Biel und Oagre.

Kultur und saisonale Reiseplanung

Das Tourismusbüro von Gressoney-La-Trinité befindet sich im charakteristischen Walser-Ecomuseum in der Ortschaft Tache, zwischen Rathaus und Pfarrkirche. Da sich der Standort eines Besucherservices ändern kann, empfiehlt es sich, die Lage vor der Anreise zu überprüfen.

Als weiterer, saisonaler Schwerpunkt verbindet Monterosa Ski die drei Alpentäler Val d’Ayas, Valle di Gressoney und Alagna in der Valsesia zu einem einzigen Skigebiet im Angesicht des Monte-Rosa-Massivs zwischen Aostatal und Piemont. Wenn Sie neben den Kulturorten auch Skifahren einplanen möchten, prüfen Sie den saisonalen Betrieb passend zu Ihren Reisedaten.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint Vincent, Gignod, Fontainemore, Arnad, Breuil-Cervinia, Pré-Saint-Didier, Sarre, Valsavarenche.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aostatal.

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