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Corato bietet zwei gut unterscheidbare Zugänge für die Reiseplanung: archäologische Zeugnisse rund um die Nekropole von San Magno und Wege durch eine ländlich geprägte Landschaft. Wer Kultur und Bewegung in den Mittelpunkt stellt, kann diese Themen als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten. Das eine führt zu Gräbern, ihrer zeitlichen Einordnung und den zugehörigen Grabbeigaben; das andere zu benannten Routen mit Angaben zu Verlauf, Oberfläche und Landschaft. So entsteht ein konkreter Rahmen für die Entscheidung, worauf ein Aufenthalt in Corato ausgerichtet sein soll.

Die Nekropole von San Magno

Die Nekropole von San Magno erstreckt sich über etwa zwei Quadratkilometer und umfasst ungefähr 80 Tumulusgräber aus großen Kalksteinblöcken. Die Ausdehnung und die Zahl machen deutlich, dass der archäologische Schwerpunkt aus vielen einzelnen Gräbern besteht, nicht aus einem einzelnen Grabmal. Die untersuchten Gräber weisen auf eine daunische Kulturfazies aus dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. hin. Diese Datierung ordnet den Fundplatz in einen konkreten historischen Rahmen ein, wobei sie sich auf die untersuchten Gräber bezieht.

Ein weiterer Blick auf die Nekropole ergibt sich über die Grabbeigaben: Die Stücke aus den untersuchten Gräbern werden im Museo della Città e del Territorio di Corato aufbewahrt. Das Museum ist im ehemaligen Gefängnis von Corato untergebracht, einem Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Verbindung ist auch zeitlich interessant: Die Grabbeigaben stammen aus den untersuchten Gräbern, während das Museumsgebäude aus einer viel jüngeren Epoche stammt. So lassen sich archäologischer Fundort und Aufbewahrungsort der Grabbeigaben als zwei unterschiedliche Teile eines kulturellen Blicks auf Corato einordnen.

Gräberfeld und Dolmen

Der Dolmen dei Paladini ergänzt das archäologische Thema mit einem anderen Typ von Grabstätte. Es handelt sich um ein megalithisches Grab im Umland von Corato, in der Contrada Colonnella. Während bei San Magno die Ausdehnung der Nekropole, die ungefähre Zahl der Tumulusgräber und die daunische Einordnung der untersuchten Gräber im Vordergrund stehen, richtet sich der Blick beim Dolmen auf ein einzelnes megalithisches Grab. So treten unterschiedliche Maßstäbe archäologischer Betrachtung nebeneinander: ein ausgedehntes Gräberfeld und ein einzelnes Monument.

Wege durch das ländliche Umfeld

Der Percorso D „Stazione di Corato – Necropoli di S. Magno“ führt vom Bahnhof Corato bis zur Nekropole vollständig auf asphaltierten Straßen. Außerhalb des Stadtgebiets verläuft er über die wenig befahrene S.P. 19. Im ersten Abschnitt führt der Weg durch eine ländliche Mischlandschaft mit kleinen Agrarflächen, auf denen Oliven- und Mandelbäume bewirtschaftet werden; dazwischen liegen Gebäude, die als Zweitwohnsitze dienen. Damit stehen für die Planung sowohl konkrete Angaben zur Oberfläche und zum Straßenabschnitt als auch ein Bild der durchquerten Agrarlandschaft zur Verfügung. Prüfen Sie den Zustand der Route vor Ihrer Tour.

Eine Route oder ein Wegenetz?

Eine weitere Möglichkeit bietet der rad- und fußläufige Weg „Jazzo Rosso - San Magno - Castel del Monte“. Er ist insgesamt etwa 67 Kilometer lang, trägt den Code C01AM (Ciclovia 01 Alta Murgia) und besteht aus sieben miteinander verbundenen Routen. Damit steht er für ein mehrteiliges Wegenetz mit einer angegebenen Gesamtlänge. Der Percorso D ist dagegen als Verbindung vom Bahnhof Corato bis zur Nekropole benannt. Wer einen klar bezeichneten Start- und Zielpunkt sucht, kann sich an Percorso D orientieren; wer ein Netz aus verbundenen Routen betrachtet, an C01AM. Beide Angaben geben unterschiedliche Planungsmaßstäbe vor, ohne eine gemeinsame Strecke daraus zu machen.

Weitere Reiseziele entdecken: Santo Spirito, La Pergola, Ruvo Di Puglia, Cozzana, Noci, Sannicandro Di Bari, Quasano, Acquaviva Delle Fonti.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bari.

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