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Felskirchen, romanische Baukunst und eine ausgedehnte Waldlandschaft prägen Mottolas kulturelle und landschaftliche Bandbreite. In den sakralen Räumen begegnen unterschiedliche Formen: in den Fels gearbeitete Kirchen, eine romanische Kathedrale und Spuren mittelalterlicher Frömmigkeit. Dazu kommt der kommunale Bosco di Sant’Antuono mit seinen sanften, wenig zerklüfteten Hügeln. Die einzelnen Orte eröffnen jeweils einen eigenen Blick auf Geschichte, Architektur oder Landschaft.

Felskirchen und mittelalterliche Geschichte

Die Felskirche San Nicola di Lamaderchia liegt südöstlich von Mottola im Ortsteil Gorgone, nahe der Masseria Lamaderchia. Im Mittelalter war sie ein Ort der Frömmigkeit für die Einwohner der Umgebung sowie für Kreuzfahrer und Pilger. Diese kamen aus dem Landesinneren und zogen nach Taranto und Brindisi, um sich dort zur Weiterreise ins Heilige Land einzuschiffen. Die Geschichte der Kirche ist damit auch mit den religiösen Reisen jener Zeit verbunden.

San Gregorio führt die Felsarchitektur in einer anderen Form vor Augen: Die Kirche wurde in normannischer Zeit zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert aus dem Fels herausgearbeitet. Ihr basilikaler Grundriss umfasst drei Schiffe und drei halbkreisförmige Apsiden mit konkavem Abschluss. Die Angaben zu Bauzeit und Grundriss geben zwei konkrete Anhaltspunkte, um die Felskirche als historischen Bau und als architektonischen Raum zu betrachten.

Im Heiligtum Madonna delle Sette Lampade werden traditionell bis heute sieben Lampen dauerhaft brennend gehalten; das Fest dieser Madonna wird am 14. September gefeiert. Auch der Grundriss des Felskirchenraums ist bemerkenswert: Zwei Pfeiler trennen die beiden Schiffe, die in nach Osten ausgerichteten Apsiden enden; der Eingang liegt im Süden. Eine solche Grundrissform gilt bei Sakralbauten allgemein als eher selten. Der Zugang zur Felskirche führt über einen steilen, mit Kies und Geröll bedeckten Abstieg und anschließend über vier Stufen.

Kathedrale und Felskirche im Vergleich

Im Herzen der Schiavonia, der Altstadt von Mottola, steht die Cattedrale dell’Assunta. Die romanische Kathedrale wurde in den ersten Jahren des 12. Jahrhunderts errichtet. Ihr basilikaler Innenraum hat drei Schiffe, die durch eine Säulenstellung voneinander getrennt sind. Damit bietet sie einen anderen architektonischen Bezugspunkt als die aus dem Fels gearbeiteten Kirchen: Hier lässt sich die Dreischiffigkeit im Innenraum zusammen mit der Lage im historischen Zentrum betrachten.

Die Felskirche Santa Margherita ist wegen ihrer ungewöhnlichen Grundrissgestaltung sowie der Menge und Qualität ihrer Wandmalereien bemerkenswert. Der Zugang zur Krypta führt durch die wild wachsende Vegetation der Gravina und über einen schmalen Steg, der über dem Abgrund verläuft. Die baulichen Besonderheiten und die beschriebene Annäherung sind zwei unterschiedliche Aspekte dieses Ortes: Der Grundriss und die Wandmalereien prägen seine kunsthistorische Bedeutung, während der Weg zur Krypta durch die Landschaft der Gravina führt.

Der Bosco di Sant’Antuono

Als Gegenstück zu den sakralen Innenräumen bietet der kommunale Wald Bosco di Sant’Antuono eine Landschaftsperspektive. Er umfasst etwa 520 Hektar und erstreckt sich über sanfte, wenig zerklüftete Hügel in einer Höhenlage von 400 bis 450 Metern über dem Meeresspiegel. Die Provinzstraße Nr. 36 Mottola–Martina Franca durchquert das Waldgebiet. Fläche, Geländeform und Höhenlage geben dem Bosco ein klares topografisches Profil, ohne ihn mit den ganz andersartigen architektonischen Themen der Kirchen gleichzusetzen.

Für die Suche nach einem Hotel in Mottola können Sie zunächst überlegen, welche Themen Ihrem Aufenthalt das Profil geben sollen: die Geschichte und Gestaltung der Felskirchen, die romanische Architektur im historischen Zentrum oder die Landschaft des Bosco. So stehen konkrete kulturelle und landschaftliche Anhaltspunkte zur Verfügung, um den eigenen Schwerpunkt für die Reise zu bestimmen.

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