Zum Inhalt

Bastiglia verbindet ländliche Geschichte, sakrale Architektur und Wege durch die Landschaft. Das MUC richtet den Blick auf das ländliche Leben der Gegend von Modena, während das Santuario della Beata Vergine delle Grazie di San Clemente für einen anderen kulturellen Akzent steht. Zwei ausgewiesene Wege bieten außerdem eine Möglichkeit, Bastiglias Umgebung beim Radfahren oder Laufen in den Blick zu nehmen. Für Ihre Wahl des Reiseziels können so unterschiedliche Interessen den Ausschlag geben: Geschichte, Baukunst oder Bewegung im Freien.

Ländliches Leben und estensischer Barock

Im MUC – Museo della Civiltà contadina di Bastiglia – geht es um das ländliche Leben in der mittleren und unteren Ebene von Modena in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der zeitliche Rahmen lenkt den Blick auf eine bestimmte Epoche; zugleich benennt die regionale Einordnung den Schauplatz dieser Lebenswelt. Der Bestand umfasst mehr als 2.000 Exponate. Zusammen geben Thema, Zeitraum und Umfang der Sammlung dem Museum ein klares Profil für Reisende, die sich für ländliche Geschichte interessieren.

Einen anderen Schwerpunkt setzt das Santuario della Beata Vergine delle Grazie di San Clemente in Bastiglia. Es ist ein Beispiel für estensische Barockarchitektur und besitzt eine reichhaltige Ausstattung mit Stuck und Altären. Während das MUC das ländliche Leben einer historischen Epoche in den Mittelpunkt stellt, stehen hier Architektur und Ausstattung im Vordergrund. Die beiden Kulturthemen unterscheiden sich damit deutlich: Das eine führt in eine soziale und historische Lebenswelt, das andere zur sakralen Baukunst.

Baugeschichte und Spuren der „conca fluviale“

Ein datiertes Bauwerk ist das Sostegno in Bastiglia: Markgraf Niccolò III. ließ es 1432 errichten. Auf der Piazza della Repubblica sind heute noch Spuren der früheren „conca fluviale“ zu sehen. Diese beiden historischen Bezugspunkte bieten unterschiedliche Anhaltspunkte für die Einordnung des Ortes: Beim Sostegno ist ein konkretes Baujahr mit einem benannten Markgrafen verbunden, auf der Piazza begegnet Ihnen eine sichtbare Spur im heutigen Zentrum von Bastiglia.

Wege durch die Landschaft

In der ländlichen Umgebung von Bastiglia gibt es zwei ausgewiesene Wege zum Radfahren und Laufen. Einer verbindet Bastiglia mit der nahe gelegenen Gemeinde Bomporto und ist etwa 3 km lang. Der Radweg „Terre del Sorbara“ misst etwa 8 km. Damit stehen eine kürzere Verbindung nach Bomporto und eine längere Radwegstrecke als unterschiedliche Größenordnungen nebeneinander. Die beiden Streckenlängen sind Näherungsangaben.

Auch die mögliche Tierbeobachtung gehört zu den beschriebenen Besonderheiten dieser Wege: Auf beiden kann es insbesondere zu Begegnungen mit Reihern, Stockenten und Teichhühnern kommen. Die Angaben zu den Strecken und den Vögeln geben zwei verschiedene Blickwinkel auf einen Ausflug in die ländliche Umgebung: zum einen den Umfang der Wege, zum anderen die Möglichkeit, unterwegs auf heimische Vogelarten zu treffen. So lassen sich die Routen nach ihren genannten Merkmalen unterscheiden, ohne sie auf eine einzige Art des Unterwegsseins zu reduzieren.

Ein regionaler Bezug

Bastiglia liegt im Erzeugungsgebiet des Lambrusco di Sorbara. Damit gehört auch ein regionaler Wein zu den Bezügen, die den Ort charakterisieren. Für Reisende mit Interesse an der Verbindung zwischen einem Reiseziel und seinen regionalen Produkten ergänzt dieser geografische Bezug die Themen Geschichte, Architektur und Landschaft.

Weitere Reiseziele entdecken: San Prospero, Montese, Sestola, Fiumalbo, Bomporto, Pievepelago, Lama Mocogno, Torre Maina

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Modena.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.