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Calestano ist ein Steindorf in den Wäldern des Val Baganza. Im historischen Ortskern sind Steingebäude aus dem 15. bis 18. Jahrhundert erhalten; die Fiera del Tartufo Nero di Fragno macht den schwarzen Trüffel zu einem jährlich wiederkehrenden Veranstaltungsthema. Dazu kommt die Via degli Scalpellini, ein markierter Wanderweg nahe den Salti del Diavolo. Wer Hotels in Calestano sucht, kann zunächst klären, ob Ortsgeschichte und Trüffel oder Waldlandschaft und Wandern den Schwerpunkt des Aufenthalts bilden sollen.

Wälder und Via degli Scalpellini

Calestano gehört zum UNESCO-MAB-Reservat des Toskanisch-Emilianischen Apennins. Für den Höhenvergleich stehen Eichen-, Hainbuchen- und Manna-Eschenwälder tieferer Lagen den Buchenwäldern auf dem 1.300 Meter hohen Kamm des Monte Montagnana gegenüber.

Der Wanderweg Via degli Scalpellini trägt die Markierung CAI 771, verläuft nahe den Salti del Diavolo und führt durch Wiesen sowie Hainbuchen- und Buchenwälder. Er verbindet die gegenüberliegenden Seiten des Val Baganza. Eine neue schwebende Fußgängerbrücke ermöglicht ganzjährig die Überquerung des Torrente Baganza auf der Via degli Scalpellini. Wer sich für den Weg interessiert, kann ihn anhand seiner Landschaft und der Verbindung der Talseiten einordnen.

Ortskern und historische Wege

Im historischen Ortskern sind Steingebäude aus dem 15. bis 18. Jahrhundert erhalten. Die Siedlung von Calestano liegt außerdem im Verlauf der Via Longobarda, einer historischen Route, die die Po-Ebene mit dem Ligurisch-Tyrrhenischen Meer verbindet. Die Verbindung zwischen Gebäuden und Route bietet zwei verschiedene Blickwinkel: Die Steingebäude verankern die Geschichte im Ortskern, während die Via Longobarda den Routenverlauf markiert, in dem Calestano liegt.

Trüffeltradition und Rathausgeschichte

Calestano veranstaltet jedes Jahr die Fiera del Tartufo Nero di Fragno. Das Museo del Tartufo di Fragno befindet sich in den historischen Räumen des Rathauses, in ehemaligen unterirdischen Gefängnissen und Kellern. Als Trüffelthema begegnet der Ort damit sowohl in einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung als auch im Namen eines Museums; dessen Räume verbinden die heutige Museumsnutzung mit früheren Funktionen.

Historischer Weg oder Wanderweg?

Die Via degli Scalpellini und die Via Longobarda stehen für unterschiedliche Routenfragen. Bei der Via degli Scalpellini geht es um einen markierten Wanderweg durch Wiesen und Wälder, nahe den Salti del Diavolo und mit einer Verbindung zwischen den gegenüberliegenden Seiten des Val Baganza. Die Via Longobarda ist eine historische Route zwischen Po-Ebene und Ligurisch-Tyrrhenischem Meer, in deren Verlauf Calestano liegt. Wenn Ihr Schwerpunkt auf dem Wandern liegt, ist die Via degli Scalpellini der konkrete Wegbezug; für den historischen Routenbezug ist die Via Longobarda relevant.

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