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Montechiarugolo lenkt den Blick auf zwei unterschiedliche Themen: die Baugeschichte des Castello und die Flusslandschaft an der Enza. Eine Führung durch das Schloss schließt die Loggia aus dem 15. Jahrhundert über dem Fluss ein; das ökologische Ausgleichsgebiet Il Castello ist ein Flussauenbereich mit verschiedenen Lebensräumen. So können Sie Kultur und Natur als unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Reiseentscheidung abwägen.

Castello: Loggia und Ausstattung

Bei einer Führung durch das Castello di Montechiarugolo gehört auch die Loggia aus dem 15. Jahrhundert über der Enza zum Rundgang. Sie stellt einen konkreten Bezug des Schlosses zum Fluss her. Eine andere architektonische Spur liegt in der herrschaftlichen Wohnung des Castello: Ihre Dekorationen reichen vom späten Gotikstil bis zum Manierismus. Während die Loggia einen benannten Bauteil und seine Lage über der Enza ins Zentrum rückt, zeigen die Dekorationen eine breite stilistische Spannweite.

Baugeschichte und Ortsgeschichte

Der Palazzo Civico bewahrt zahlreiche Merkmale seiner ursprünglichen Bausubstanz aus dem 15. Jahrhundert. Damit kommt zum Castello ein weiteres Bauwerk mit Bezügen zu dieser Epoche hinzu. Bei der Villa Lalatta Costerbosa reicht die Geschichte des ursprünglichen Gebäudes ebenfalls ins 15. Jahrhundert zurück: Es wurde auf Veranlassung der Franziskaner des nahe gelegenen Klosters Santa Maria delle Grazie errichtet, wahrscheinlich mit der Funktion eines Hospizes.

Ein eigenes Datum der Ortsgeschichte ist der 4. Oktober 1796. An diesem Tag fand die historische Schlacht von Montechiarugolo zwischen österreichischen, französischen und aus Reggio stammenden Truppen statt. Die Jahreszahl setzt dieses Ereignis zeitlich deutlich von den Bauwerken und ihrer Bausubstanz aus dem 15. Jahrhundert ab.

Enza-Aue und Landschaft

Das ökologische Ausgleichsgebiet Il Castello liegt am linken Ufer der Enza. Innerhalb des Gemeindegebiets zählt dieser Flussauenbereich zu den morphologisch und naturräumlich am besten erhaltenen. Eingerichtet wurde das Gebiet 2018; es ist Teil des umfassenderen „Progetto di Tutela e Valorizzazione della Fascia Fluviale della Media Val d’Enza“.

Die Lebensräume umfassen feuchte Fluss- und Flussauenbereiche, Sumpflebensräume, Trockenrasen sowie offene Baum- und Strauchbestände. Zu den dort vorkommenden Arten zählen Grünspecht, Zaunkönig, Rotkehlchen, Springfrosch und Reh. Die Bandbreite reicht damit von feuchten Ufer- und Sumpfbereichen bis zu trockeneren und offenen Beständen; die genannten Tiere stehen für unterschiedliche Teile dieses Spektrums.

Ein anderer Blick auf die Enza ergibt sich bei der Villa Lalatta Costerbosa. Ihr großer Park erstreckt sich über die hohe Böschung des Flusses und ist von den bewirtschafteten Feldern des knapp 40 Hektar großen Besitzes umgeben. Neben dem ökologischen Ausgleichsgebiet begegnet Ihnen hier also eine Landschaft, in der Park und landwirtschaftlich genutzte Felder zusammen beschrieben sind.

Anreise mit dem Bus

Für die Anreise gibt es eine konkrete Busverbindung: Die TEP-Linie 11 fährt von Parma mit Ziel Montecchio Emilia und hält an der Haltestelle Montechiarugolo chiesa. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan, damit Sie diese Verbindung für Ihre Planung einordnen können.

Weitere Reiseziele entdecken: Pagazzano, Pannocchia, Sanguigna, Terenzo, Formiano, Borgo Val Di Taro, Bore, Torrechiara.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Parma.

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