Das Gemeindegebiet von Toano ist vollständig gebirgig; zugleich zeigen historische Bauwerke, Wege und regionale Küche unterschiedliche Seiten des Ortes. Für die Planung bieten sich deshalb mehrere Schwerpunkte an: Baugeschichte, Landschaft und Erkundungen zu Fuß. Die einzelnen Ziele haben dabei klar benannte Orte und Bedingungen, etwa eine reservierungspflichtige Besichtigung oder bestimmte Startpunkte.
Gebirgslandschaft und geologische Spuren
Alte glaziale und jüngere fluviale Erosion haben das vollständig gebirgige Gemeindegebiet geformt. Seit Juni 2015 gehört Toano zum UNESCO-MAB-Gebiet Appennino Tosco-Emiliano. Ein markantes geologisches Ziel sind die Balze di Malpasso nahe Quara: Das Geosit zeigt freiliegende Sandsteinfelsen, in die Wasserläufe tief eingeschnittene Talabschnitte gegraben haben. Auch die Quellen von Quara liegen am Lauf des Dolo. Ihr Thermalwasser ist seit der römischen Antike bekannt.
Wer die Balze di Malpasso zu Fuß erkunden möchte, findet einen gut ausgeschilderten Weg, der nahe Castagnola beginnt. In der Nähe einer kleinen der Jungfrau gewidmeten Kapelle kann man parken. Der Wasserfall des Rio Malpasso ist ebenfalls über einen einfachen Spaziergang erreichbar; dafür müssen Sie weder die Via ferrata noch die Hängebrücken nutzen.
Bauwerke, Kunst und mittelalterliches Fest
Die Pieve matildica di Santa Maria in Castello in Toano gilt als ältestes Beispiel mittelalterlicher Architektur in dieser Gegend. Davon zu unterscheiden ist die Pieve di Santa Maria Assunta in Toano: Ihre Besichtigung ist sonntags nach vorheriger Reservierung möglich. Reservieren Sie mindestens 48 Stunden im Voraus, wenn Sie den Besuch einplanen.
In Stiano steht die Casa dei Ceccati, ein mittelalterliches befestigtes Haus des Apennins aus dem 14. bis frühen 15. Jahrhundert. In Corneto ist der Glockenturm der Kirche San Martino ein weiteres Bauwerk mit genauer historischer Einordnung: Antonio Ceccati entwarf ihn; ausgeführt wurde er zwischen 1668 und 1676. Nahe Cavola befindet sich im Oratorio della Madonna della Neve ein hölzernes Altarretabel der Familie Ceccati.
Auch Manno Medioevale greift die mittelalterliche Geschichte auf. Seit einigen Jahren findet das Fest mit einem historischen Umzug in Kostümen, einem mittelalterlichen Bankett, Darbietungen und einem Markt mit alten Handwerken statt. Die Mischung aus Festzug, Aufführungen und Handwerk unterscheidet das Programm von einer reinen Besichtigung historischer Bauwerke.
Wege mit unterschiedlichen Ausgangspunkten
Der Sentiero dei Canepari ist ein fast vollständig ebener Rundweg, der im Weiler Quara beginnt und endet. Der Sentiero dei Ceccati startet und endet in Corneto. Er ist der Künstlerfamilie Ceccati gewidmet, die sich in der Holzverarbeitung und Steinskulptur einen Namen machte. Als idealer Zielpunkt des naturkundlichen und kunst-kulturellen Rundwegs gilt das Centro studi I Ceccati. Die beiden Wege lassen sich schon anhand ihrer beschriebenen Form unterscheiden: ein nahezu ebener Rundkurs ab Quara und ein Rundweg mit einem kulturbezogenen Zielpunkt in der Welt der Ceccati.
Der Sentiero San Pellegrino führt von Toano zu einem bekannten Heiligtum in der Provinz Lucca. An den Balze di Malpasso gibt es außerdem eine kleine Via ferrata mit zwei ausgestatteten Routen, die zur Spitze des Pizzo di Castel Pizzigolo führen. Da die Routeninfrastruktur vor einer Reise vor Ort überprüft werden sollte, prüfen Sie die Hinweise zur Via ferrata vor Ihrer Tour.
Montane Küche und Anfahrt
Zur montanen Küche gehören grüne Tortelli sowie Tortelli mit Kürbis oder Kartoffeln. Die Torta di patate wird als Vorspeise, Beilage oder vegetarisches Hauptgericht serviert. Damit bietet die regionale Küche sowohl mehrere Tortelli-Varianten als auch unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten für den Kartoffelkuchen.
Für die Anfahrt von Reggio Emilia führt die ausgeschilderte Strecke über die SS 476 nach Veggia und anschließend über die SS 486 in Richtung Cerredolo und Toano. Prüfen Sie vor der Reise die Straßenverhältnisse. So lässt sich die Orientierung an der angegebenen Straßenfolge ausrichten, ohne eine feste Reisezeit vorauszusetzen.
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