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Forni Avoltri lässt sich über Wege, Bergseen und eine anschauliche Ortsgeschichte entdecken. Ein dichtes Wegenetz verbindet alpine Schutzhütten und Almen und ermöglicht auch mehrtägige Trekkingtouren. Für die Planung bieten sich unterschiedliche Schwerpunkte: Beim Volaia-See sind Gehzeit und Aufstieg beziffert; rund um den Lago di Bordaglia prägen Landschaft, Tierwelt und historische Spuren das Bild.

Wanderwege und Bergseen

Von der Tolazzi-Hütte in Collina di Forni Avoltri ist der Volaia-See über den CAI-Weg 144 erreichbar. Die angegebene Gehzeit beträgt etwa eine Stunde und 45 Minuten; insgesamt sind 600 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. Damit lässt sich der Aufwand dieser Tour anhand konkreter Werte einschätzen. Der Volaia-See liegt an der italienisch-österreichischen Grenze.

Eine Wanderung zum Lago di Bordaglia führt von Pierabech über die CAI-Wege 141 und 142 durch Wald und über Weideflächen. Am Weg zum See liegen außerdem Bäche, Steinbrüche, Almen und Verteidigungsstellungen aus dem Ersten Weltkrieg. Diese Wegmerkmale verbinden Natur- und Kulturgeschichte, ohne dass der See nur als einzelnes Ziel betrachtet werden muss.

Lago di Bordaglia: Landschaft und Spuren der Geschichte

Der Lago di Bordaglia liegt im Gemeindegebiet von Forni Avoltri, innerhalb der 1968 eingerichteten Wildtier-Oase Bordaglia-Flèons. Er befindet sich am Grund einer eiszeitlich entstandenen Mulde. In der Oase leben unter anderem Gämsen, Hirsche und Rehe. See, geologische Form und Tierwelt geben dem Gebiet mehrere unterschiedliche Blickwinkel: eine Landschaft, die durch ihre Entstehung geprägt ist, und einen Lebensraum, in dem verschiedene Wildtiere vorkommen.

Auch die Geschichte ist auf Wegen greifbar. Entlang des Grenzkamms sind noch Reste von Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg sichtbar. Am Ring of Bordaglia sind Kriegsrelikte zu sehen. Die Ausstellung „Forni Avoltri nella Grande Guerra“ ergänzt solche Spuren mit Ausstellungsstücken, Inszenierungen, Fotografien und Dokumenten zu den Ereignissen der Front in diesem Gebiet.

Ethnografie und lokale Kultur

Eine Beschreibung von 2020 verortet das Ethnografische Zentrum „Cemout Chi Erin“ im ehemaligen Rathaus von Forni Avoltri. Seine Sammlung veranschaulicht verschiedene Bereiche des Lebens und der Arbeit der örtlichen Gemeinschaften. Zum Museumskomplex gehört außerdem eine geologische Dauerausstellung. Dort ist ein Abguss eines in Pierabech gefundenen Tetrapodenabdrucks zu sehen, der aus der Unteren Trias vor etwa 250 Millionen Jahren stammt.

Wer sich für die lokale Geschichte interessiert, findet damit verschiedene Zugänge: Die ethnografische Sammlung richtet den Blick auf Alltag und Arbeit der Gemeinschaften, während die geologische Ausstellung einen weit zurückreichenden Naturbezug zeigt. Die Ausstellung zur Grande Guerra widmet sich dagegen den Ereignissen der Front und ihrer Darstellung durch Objekte, Fotografien und Dokumente.

Lokale Küche und wiederkehrende Termine

Zur typischen Küche von Forni Avoltri gehören Cjarsons, knuspriger Frico, Wild, Waldpilze, Käse aus den Almen und Desserts auf Beerenbasis. Die Almen der Umgebung stellen Frischkäse, Ricotta und geräucherten Ricotta her. Das sind unterschiedliche Seiten der lokalen Esskultur: regionale Gerichte einerseits, Erzeugnisse aus der Almwirtschaft andererseits.

Die jährliche Wallfahrt der Pfarrgemeinde von Forni Avoltri führt zum Sanktuarium Madonna Addolorata in Luggau. Sie dauert sieben Stunden zu Fuß und findet am letzten Samstag und Sonntag im Juni statt; prüfen Sie für die Planung die Arrangements des jeweiligen Jahres. Als historischer Veranstaltungstermin ist außerdem die „Festa dei Frutti di Bosco“ in Avoltri, Forni Avoltri, festgehalten: Sie fand am 30. und 31. Juli 2022 statt und erreichte in diesem Jahr ihre 30. Ausgabe.

Weitere Reiseziele entdecken: Buja, San Giorgio Di Nogaro, Flaibano, Moimacco, Paluzza, Cassacco, Pontebba, Venzone.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Udine.

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