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Altavilla Silentina verbindet die Tradition der Cente mit einem historischen Ortskern, Erinnerungsorten zur Schlacht von 1943 und ausgewiesenen Wegen für verschiedene Aktivitäten. So lässt sich der Aufenthalt auf kulturelle Entdeckungen im Ort ausrichten oder um Wandern, Reiten und Mountainbiken ergänzen.

Die Cente: Votivgaben und Prozession

Die „Cente“ geben Altavilla Silentina einen besonderen kulturellen Schwerpunkt. Als besondere Votivgaben sind sie im Inventar des immateriellen Kulturerbes Kampaniens verzeichnet. Meist haben sie Bootsform: Kerzen unterschiedlicher Größe stehen auf Holz- und Metallgestellen, die mit Bändern, Lichtern und Blumen geschmückt sind. Bei der Prozession werden gewöhnlich dreizehn Cente und die Statue des Heiligen zu jedem Haus im Ort getragen. Am 13. Juni finden in Altavilla Silentina die Festa di Sant'Antonio da Padova und die Prozession der Cente statt. Zur Pflege der Tradition gehören außerdem Veranstaltungen wie das Palio delle Cente und historische Nachstellungen. Der 13. Juni ist damit ein konkreter Festtermin; das Palio und die Nachstellungen zeigen weitere Formen der Traditionspflege.

Historisches Zentrum und Wege

Der historische Ortskern hat seinen Stadtgrundriss des 18. Jahrhunderts nahezu unverändert bewahrt. Der Stadtgrundriss – die Anordnung der Straßen im Zentrum – trägt als Teil der erhaltenen Struktur selbst zum historischen Charakter bei. Der Rundweg Visitaltavilla führt durch die wichtigsten Straßen des Zentrums und durch mittelalterliche Gassen; er erschließt Gebäude, Denkmäler und künstlerische Installationen. Beim Durchqueren der Gassen eröffnen sich immer wieder wechselnde Panoramablicke.

Auch bei den Wegen lohnt sich eine Unterscheidung: Visitaltavilla führt durch den Ortskern; daneben gibt es in Altavilla Silentina acht ausgewiesene Wege mit insgesamt 80 km. Sie eignen sich zum Wandern, Reiten oder Mountainbiken. Die 80 km bezeichnen die Gesamtlänge der acht Wege, nicht die Länge einer einzelnen Strecke. So stehen eine Route durch Straßen und Gassen sowie ein Wegenangebot für verschiedene Bewegungsarten als unterschiedliche Möglichkeiten nebeneinander.

Erinnerungsorte und Baugeschichte

Der Percorso della Memoria rekonstruiert anhand von Informationstafeln und digitalen Inhalten die Schauplätze der Schlacht von Altavilla im September 1943. Die Quota 424 bildet einen weiteren Bezugspunkt: Bei der Planung der alliierten Landung an der Küste des Golfs von Salerno galt sie als strategisches Ziel. An der Quota 424 wurde ein Denkmal für die Gefallenen der dortigen Kämpfe aller Kriegsparteien errichtet. Der Percorso richtet den Blick auf die Schauplätze der Schlacht, während an der Quota strategischer Kontext und Gedenken im Mittelpunkt stehen.

Das Kloster San Francesco entstand um 1435. In der Kirche San Francesco ist die Jahreszahl 1761 zu lesen; das betreffende Werk wird Solimena zugeschrieben.

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