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Auf dem Lago Maggiore liegen Inseln, deren Charakter von üppiger Vegetation bis zu einem architektonischen Ensemble aus dem 17. Jahrhundert reicht. Dazu kommen mittelalterliche Festungen, botanische Gärten und Wege am Seeufer. Wer den Lago Maggiore erkundet, kann so unterschiedliche Seiten der Landschaft und ihrer Geschichte entdecken – vom Blick auf blühende Pflanzensammlungen bis zu befestigten Mauern am Wasser.

Inseln mit eigener Geschichte

Isola Bella liegt im Lago Maggiore. Im 17. Jahrhundert wurde die Insel von einem kargen Felsen in ein architektonisches und kulturelles Ensemble verwandelt. Isola Madre zeigt eine andere Facette: Die acht Hektar große Insel im Golf von Borromeo ist üppig bewachsen; eindrucksvolle Blüten und farbenprächtige Vögel prägen ihr Bild. Botanische Führungen durch die Pflanzensammlungen werden von fachkundigen Gärtnern geleitet. Die konkreten Modalitäten solcher Führungen können sich ändern.

Auch die Botanischen Gärten von Villa Taranto verbinden Pflanzenvielfalt und Landschaft. Gewächshäuser mit exotischen Pflanzen stehen neben blütenreichen Alleen, Wasserspielen und Ausblicken auf den Lago Maggiore. In den Gewächshäusern wird zudem Victoria Cruziana kultiviert. Ihre Präsentation ist saisonal; prüfen Sie sie daher vor dem Besuch. Der Bootsanleger „VILLA TARANTO“ liegt direkt vor dem Haupteingang und wird von der Schifffahrt auf dem See bedient. Transportarrangements sollten Sie vorab überprüfen.

Festungen, Höfe und Gärten

Die Rocca di Angera ist eine hervorragend erhaltene mittelalterliche Festung. Zu ihren historischen Räumen, Türmen und Innenhöfen kommen ein Museum sowie ein Garten im Stil der Epoche. Der mittelalterliche Garten umfasst 2.000 Quadratmeter und liegt zwischen einem Weinberg und den zum See ausgerichteten, zinnenbewehrten Mauern. Im Eintritt sind eine Führung durch die historischen Räume und der Besuch des Puppen- und Spielzeugmuseums sowie des Gartens enthalten. Da sich aktuelle Ticketleistungen ändern können, lohnt sich eine Prüfung vor dem Besuch.

Weiter nördlich bilden die Castelli di Cannero auf zwei Felseninseln einen befestigten Komplex. Er umfasst eine Hauptfestung und ein ehemaliges Gefängnisgebäude. Die Geschichte der Castelli vermittelt auch Cannero Walking Tales: Die immersive Museumserfahrung verbindet Technologie und Tradition. So stehen bei den Burgen sowohl die historische Anlage als auch eine heutige Form der Geschichtsvermittlung im Mittelpunkt.

Natur und Entdeckungen am Ufer

Am Ufer des Lago Maggiore beginnen Naturwege zum Wandern, Mountainbiken und Reiten. Ein Reservat am See umfasst etwa 30 Hektar Schilfsumpf sowie schmale Uferstreifen mit Weiden und vielfältiger Flora. Während des Vogelzugs ist es ein international bedeutender Rastplatz für zahlreiche Vogelarten. Wer sich für Landschaft und Tierwelt interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als in den Gärten oder Festungsanlagen.

In der näheren Umgebung des Lago Maggiore liegen weitere Entdeckungsorte: Der Sacro Monte della SS. Trinità di Ghiffa umfasst ein Heiligtum, drei Kapellen und einen überdachten Kreuzweg in einem Naturschutzgebiet mit Waldwegen. Im zoologischen Park Villa Pallavicino bewegen sich mehr als 40 Tierarten frei; daneben steht eine neoklassizistische Villa mit Blick auf den See. Am Koloss von San Carlo Borromeo führt eine innere Treppe hinauf. Durch die Augen der Statue bietet sich ein Panorama.

Mit dem Boot unterwegs

Zum Eremo di Santa Caterina del Sasso gibt es Bootsverbindungen von Arona oder Stresa aus, mit mehreren Fahrten pro Tag. Da sich die Fahrpläne saisonal ändern können, prüfen Sie die Verbindung vor Ihrer Planung. Die Bootsverbindung zur Villa Taranto führt dagegen direkt zu einem Anleger vor dem Haupteingang. Diese unterschiedlichen Ankunftspunkte können bei der Orientierung helfen, wenn Sie Ihre Entdeckungen am See planen.

Weitere Reiseziele entdecken: Kampanien, Kalabrien, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien, Basilikata, Abruzzen, Lombardei, Umbrien.

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