Villen, römische Archäologie, Kirchenkunst und Wein bieten unterschiedliche Zugänge zu Frascati. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie zuerst entscheiden, ob Sie den Schwerpunkt auf die Ville Tuscolane, den archäologischen Park von Tuscolo oder die Weinkultur legen.
Villen und ihre unterschiedlichen Akzente
Die Villa Falconieri, auch „La Rufina“ genannt, war die erste in Frascati errichtete Villa und entstand zwischen 1540 und 1550. Sie wurde auf den Resten einer rechteckigen römischen Villa errichtet.
Die Villa Lancellotti gehört zu den sechs Ville Tuscolane auf dem Gebiet von Frascati. In ihrem Garten befindet sich ein „teatro delle acque“, das Roberto Primi errichtete und das von der Anlage in Mondragone inspiriert ist. Auch die Villa Sora zählt zu den sechs Ville Tuscolane. Sie liegt an der antiken Römerstraße, die heute Via Tuscolana heißt. Im Piano nobile, dem Hauptgeschoss, zeigen Fresken allegorische Szenen der neun Musen, berühmte Persönlichkeiten und Landschaften.
Die Villa Aldobrandini liegt erhöht und bietet einen umfassenden Blick über Frascati und auf Rom. Für die thematische Auswahl unterscheiden sich die Villen klar: Falconieri verbindet einen römischen Vorgängerbau mit der Bauzeit des 16. Jahrhunderts; Sora steht für Fresken im Piano nobile, Lancellotti für das „teatro delle acque“ im Garten.
Archäologie rund um Tuscolo
Der Parco Archeologico e Culturale di Tuscolo ist über ausgeschilderte Wege erreichbar, die in der Nähe von Frascati beginnen. Der Besichtigungsweg verläuft hauptsächlich durch den monumentalen Bereich des Forums und des Platzes; danach können Besucher selbstständig dem teilweise noch sichtbaren Verlauf der antiken Via dei Sepolcri folgen.
Das römische Theater von Tuscolo wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. errichtet und in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. umfassend umgebaut. Danach konnte seine Cavea, der Zuschauerraum, etwa 2.000 Menschen aufnehmen.
Das Museo tuscolano in den Scuderie Aldobrandini zeigt zehn Holzmodelle der Ville Tuscolane. Die archäologische Sammlung umfasst Funde aus der republikanischen und der kaiserzeitlichen Epoche bis zum Mittelalter.
Kirchenkunst, Wein und Anreise
Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Cattedrale di San Pietro zur Kathedrale von Frascati und löste in dieser Funktion die alte S. Maria in Vivario ab. Die Chiesa del Gesù bewahrt zahlreiche barocke Fresken, darunter Sant’Ignazio, San Sebastiano und die Präsentation im Tempel. Sie wurden von der Schule Andrea Pozzos geschaffen. Vor einer Besichtigung sollten Sie die Öffnungszeiten unter 069420238 telefonisch erfragen, einen Termin vereinbaren und die Angaben vor der Anreise prüfen.
Frascati ist eine Weinstadt: Dort werden Frascati Superiore und Cannellino, beide DOCG, sowie Frascati DOP produziert. Auf dem biologischen Landwirtschaftsbetrieb De Sanctis in den grünen Hügeln von Frascati werden DOCG-Weinverkostungen angeboten.
Für die Zugfahrt von Frascati nach Roma-Termini sind 25 Minuten ein Richtwert; die Fahrzeit kann je nach Verbindung variieren. Prüfen Sie deshalb den Fahrplan vor der Reise. Bei der Suche nach einem Hotel in Frascati kann die Verbindung ein Kriterium sein: Möchten Sie Frascati als eigenen Schwerpunkt erleben oder auch eine Zugfahrt nach Rom einplanen?
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