Moricone verbindet den Blick über das Tibertal mit einem mittelalterlich geprägten Ortskern, Kirchenkunst und der Olivenkultur der Sabina. Von einer Anhöhe am Fuß der Lucretili-Berge überblickt der Ort das Tal. Für Ihre Reiseplanung stehen damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: die Landschaft des Naturparks Monti Lucretili und die historischen Bauwerke im Ort. Feste und die regionale Bedeutung des Sabina-DOP-Olivenöls ergänzen das Bild.
Landschaft zwischen Wald und Olivenland
Moricone liegt in jenem Abschnitt des Parco Naturale Regionale dei Monti Lucretili, der sich in Richtung Sabina erstreckt. Der Monte Matano dominiert den Ort und bildet die westliche Grenze des Schutzgebiets. Seine dichte Waldfläche kontrastiert mit der bewirtschafteten Olivenlandschaft der Sabina. An seinem Westhang befindet sich bei Le Pedicate ein System polygonaler Kalksteinterrassen, das zum Gebiet des Parks gehört. Auch der Pozzo Fornillo setzt einen eigenen Naturakzent: Aus der Karsthöhle treten im Winter leichte Dampfwölkchen aus.
Ortskern und Baugeschichte
Im alten Ortskern mit seinem typisch mittelalterlichen Charakter ragt auf dem Hauptplatz der Palazzo Baronale Savelli hervor. Das Museo del Paesaggio Agrario e dell’Ulivo ist in der entweihten Chiesa Vecchia untergebracht. Sein Name lenkt den Blick auf Agrarlandschaft und Oliven, während das Gebäude selbst eine frühere Kirche ist.
Das antike Castrum La Rocca wurde wahrscheinlich um das 11. Jahrhundert am höchsten Punkt des Monte Morrecone errichtet. Seit dem 19. Jahrhundert nimmt die Pfarrkirche SS. Assunta einen Teil des Castrums ein. In der Chiesa SS. Maria Assunta in Cielo befindet sich Il Salvatore, ein Werk von Antoniazzo Romano. Das Convento dei Padri Passionisti hat seit 1839 seinen Sitz in Moricone; in der Kirche des Konvents befindet sich das Grab von Padre Bernardo Silvestrelli. So führen die Ortsgeschichte und Kunst in Moricone zu verschiedenen Bauwerken und religiösen Bezügen.
Feste und lokale Traditionen
Am ersten Sonntag im Juli wird in Moricone das Fest zu Ehren des Beato Bernardo mit den Volksspielen der Bernardiadi gefeiert. Zu den Feierlichkeiten dieses Termins gehört auch die Sagra della Lumaca. Am 8. September wird die Madonna del Passo mit einer Prozession gefeiert. Dabei werden Reime verfasst und aus Blättern gefertigte Dekorationen auf die Madonnenstatue geworfen. Die Termine unterscheiden sich damit nicht nur im Kalender, sondern auch durch ihre Bräuche: Im Juli stehen Volksspiele und Sagra im Mittelpunkt, im September die Prozession mit ihren Reimen und Blattdekorationen. Wenn Sie eine Reise gezielt auf eines dieser Feste abstimmen möchten, prüfen Sie den Termin im jeweiligen Reisejahr.
Olivenöl und regionale Küche
Moricone liegt im Produktionsgebiet des nativen Olivenöls Sabina DOP. So kommt zur bewirtschafteten Olivenlandschaft ein konkreter regionaler Produktbezug. Bei einer Oleotourismus-Veranstaltung im Museo dell’Olio di Moricone wurden 2024 geführte Verkostungen des Sabina-DOP-Olivenöls mit Workshops zur traditionellen Küche verbunden.
Weitere Reiseziele entdecken: Cineto Romano, Nettuno, Civitella San Paolo, Canale Monterano, Ponte Galeria, Lariano, Sant'oreste, Labico.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rom.