Bomarzo verbindet mittelalterliches Erbe, archäologische Spuren und eine markante vulkanische Landschaft. Im gut erhaltenen mittelalterlichen Zentrum liegt der Renaissancebau Palazzo Orsini. Die Kirche Santa Maria Assunta bewahrt die sterblichen Überreste des heiligen Anselm. Diese unterschiedlichen Zeugnisse geben der Ortsgeschichte mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.
Archäologische Spuren in und um Bomarzo
Zum historischen und archäologischen Rundweg von Bomarzo gehören die Nekropole von Montecasoli, die etruskisch-römische Siedlung von Pianmiano und der paläochristliche Friedhof von S. Cecilia. Die drei Orte stehen für unterschiedliche archäologische Zusammenhänge. Auch das Naturschutzgebiet Monte Casoli umfasst Überreste etruskischer, römischer und mittelalterlicher Siedlungen. So lässt sich Bomarzos Geschichte sowohl an einzelnen Orten des Rundwegs als auch im weiteren historischen Zusammenhang des Schutzgebiets betrachten.
Parco dei Mostri und Etruskische Pyramide
Der Parco dei Mostri setzt einen anderen kulturellen Akzent: Der im 16. Jahrhundert entstandene Steinpark ist mit dem für Bomarzo typischen Peperin verbunden. Zu seinen Merkmalen zählen optische Täuschungen, riesige Monster und mythologische Tiere. Damit stehen im Ort archäologische Zeugnisse und ein gestalteter Park mit fantastischen Motiven für unterschiedliche Interessen nebeneinander.
Die Etruskische Pyramide ist ein weiterer steinerner Bezugspunkt. Der etwa 16 Meter hohe Stein trägt eingemeißelte Stufen, die zu einem Altar führen. Während beim Parco dei Mostri die optischen Täuschungen und Figuren den Charakter prägen, fallen bei der Pyramide vor allem Höhe, Stufen und Altar ins Auge. Diese Gegenüberstellung hilft, die verschiedenen Formen steinerner Kultur in Bomarzo einzuordnen.
Landschaft und Naturgebiet Monte Casoli
Bomarzo liegt auf einem Felsvorsprung, der durch Lavaströme des vulkanischen Komplexes der Monti Cimini entstanden ist. Das Naturschutzgebiet Monte Casoli umfasst bewaldete Gebiete, ehemalige Weideflächen, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Täler unterschiedlicher Tiefe. Die Landschaft ist also vielfältig geprägt; zugleich finden sich im Gebiet Überreste aus etruskischer, römischer und mittelalterlicher Zeit. Natur- und Geschichtsthemen gehören hier zum selben Schutzgebiet, ohne dass die einzelnen Flächen gleichartig wären.
Termine und regionale Einordnung
Der Palio di Sant’Anselmo findet in Bomarzo am 24. und 25. April zwischen den fünf Contrade, den Stadtvierteln des Ortes, statt. Wenn dieser Termin für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie die Daten für das konkrete Reisejahr. Bomarzo liegt außerdem an der Weinstraße der Teverina. Damit erhält der Ort neben seinen örtlichen Kultur- und Naturbezügen auch eine regionale thematische Einordnung.
Anreise planen
Für die Anfahrt mit dem Auto gibt es je nach Richtung unterschiedliche Orientierungen: Von Norden ist Bomarzo über die A1-Ausfahrt Attigliano in Richtung Viterbo erreichbar, von Süden über die Schnellstraße Orte–Viterbo mit der Ausfahrt Bomarzo. Prüfen Sie vor der Abfahrt die aktuelle Routenführung.
Für die Bahnorientierung kommen die Stationen Orte und Attigliano in Betracht. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Zugverbindungen und die Weiterfahrt ab der jeweiligen Station. So können Sie Ihre Anreise anhand der verfügbaren Straßenrouten oder der passenden Bahnverbindung planen, ohne die Orte miteinander gleichzusetzen.
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