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Civitella Cesi bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise mit kulturgeschichtlichem und landschaftlichem Schwerpunkt: die mittelalterliche Burg, etruskische Hausreste in San Giovenale und benannte Wege im SIC-Gebiet San Giovenale und Civitella Cesi. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können Sie zwischen Baugeschichte, Archäologie und Naturraum als eigenen Themen wählen.

Mittelalterliche Burg und ältere Siedlungsgeschichte

Die Ursprünge des Castello di Civitella Cesi reichen in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts zurück. An seiner Außenseite ist die Anlage einer mittelalterlichen Befestigung erhalten, besonders an den Seitenflanken und an der Rückfront.

Eine andere historische Zeitschicht begegnet Ihnen im archäologischen Gebiet von San Giovenale. Dort sind Reste archaischer etruskischer Häuser aus dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. erhalten. Die Häuser wurden aus Tuffsteinblöcken errichtet und mit Terrakottaziegeln gedeckt. Ihre Bauweise und Datierung unterscheiden diese Siedlungsspuren deutlich von der mittelalterlichen Burg in Civitella Cesi.

Auch die mittelalterliche Geschichte San Giovenales lässt sich zeitlich einordnen: Die Ruinen des Castello Di Vico und der Chiesa di San Giovenale zeugen von einer teilweisen Wiederbesiedlung im Mittelalter. Im 15. Jahrhundert wurde der Ort vollständig entvölkert. So stehen in San Giovenale die älteren Hausreste und die späteren Ruinen für verschiedene Abschnitte der Siedlungsgeschichte, nicht für eine einzige Bauperiode.

In Civitella Cesi vereint Antiquitates einen archäologischen Bildungspark, ein Freilichtmuseum und ein Forschungszentrum für experimentelle Archäologie. Die Chiesa di San Leonardo ergänzt die historischen Themen um Altarbilder: Sie zeigen die Madonna mit dem Kind und den Heiligen Leonardo und Antonio, die Madonna mit dem heiligen Isidor sowie die Madonna del Rosario mit dem heiligen Dominikus und der heiligen Katharina von Siena.

Naturraum und Wege

Das SIC-Gebiet San Giovenale und Civitella Cesi ist wegen seiner hohen Naturnähe und geringen menschlichen Überprägung als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung ausgewiesen. Dort kommen zahlreiche tag- und nachtaktive Greifvogelarten vor; auch der Schwarzstorch (Ciconia nigra) ist im Gebiet vertreten. Die Tuffklippen gelten als ideale Nistplätze für die vorkommenden Greifvogelarten. Diese Naturthemen unterscheiden sich von den archäologischen Funden: Hier stehen Lebensräume und die dort vorkommenden Arten im Mittelpunkt.

Für Wege im Gebiet sind zwei ungefähre Längen angegeben. Der Fuß- und Reitweg Caprareccia ist etwa 3.800 Meter lang, der ebenfalls als Fuß- und Reitweg klassifizierte Lontaneto etwa 1.500 Meter. Lontaneto führt bis zum archäologischen Gebiet von San Giovenale. Damit lässt sich die angegebene Strecke der beiden Wege vergleichen; für Lontaneto kommt der konkrete Bezug zur archäologischen Stätte hinzu.

San Giovenale ist auch ein Bezugspunkt der siebten Etappe des Cammino Tuscia 103. Sie führt von Civitella Cesi nach Monte Romano durch das archäologische Gebiet und kann zu Fuß oder mit dem Mountainbike zurückgelegt werden. Im Unterschied zu den beiden Wegen mit angegebenen Längen ist diese Etappe durch ihre Start- und Zielorte sowie den Verlauf durch San Giovenale gekennzeichnet. Wenn Sie die Möglichkeiten gegeneinander abwägen, helfen Ihnen diese unterschiedlichen Angaben: eine ungefähre Weglänge, ein Zielgebiet oder eine Etappe zwischen zwei Orten.

Für Ihre Reiseplanung lassen sich die Schwerpunkte daher gezielt setzen: Burg und Altarbilder stehen für Geschichte und Kunst in Civitella Cesi; die Häuserreste und mittelalterlichen Ruinen geben San Giovenale eine eigene archäologische Chronologie. Die Wege wiederum bieten unterschiedliche, konkret benannte Bezüge zum SIC-Gebiet.

Weitere Reiseziele entdecken: Tre Croci, Chiusa, Vallerano, Oriolo Romano, Ronciglione, Canepina, Farnese, Sutri.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Viterbo.

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