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Campomorone verbindet Wanderlandschaft mit Bau- und Museumsgeschichte. Der nordwestliche Teil des Gemeindegebiets blickt auf die Laghi del Gorzente und gehört zum Po-Becken. Rund um den Passo della Bocchetta und im Ort stehen unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: längere Gehzeiten in der Natur oder Sammlungen und historische Bauwerke.

Wandern an den Laghi del Gorzente und am Passo della Bocchetta

Der Sentiero Naturalistico dei Laghi del Gorzente ist ein etwa fünfstündiger Wanderweg. Zu seinen Naturmerkmalen zählen typische Baumarten der ligurischen Wälder, verschiedene Nadelholzarten und eine vielfältige Fauna. Wer die Zeit für eine Tour einordnet, kann diese ungefähre Gehzeit als eigenen Planungsrahmen berücksichtigen.

Eine zweite konkrete Zeitangabe bietet das F.I.E.-Itinerario Nr. 18: Es führt von Isoverde über die Laghi del Gorzente zum Monte Tobbio und hat eine Gehzeit von fünf Stunden und 30 Minuten. Im Vergleich dazu beträgt die Gehzeit des Sentiero etwa fünf Stunden. Die Angaben markieren ähnlich lange Wanderungen, wobei die Dauer des Sentiero ausdrücklich ungefähr bleibt.

Am Passo della Bocchetta reicht der Ausblick über das Valpolcevera bis zum Meer. Von dort zweigen die Alta Via dei Monti Liguri und zahlreiche Wanderwege ab. Die Big Bench befindet sich etwa 40 Meter vom Passo entfernt an der Provinzialstraße von Campomorone in Richtung Voltaggio und Gavi. So lassen sich der Pass, sein Panorama und die dort verorteten Wanderwege als eigene Orientierungspunkte für die Naturplanung betrachten.

Museen im Palazzo Balbi

Der Palazzo Balbi ist eine ehemalige Vorstadtvilla aus dem späten 16. Jahrhundert. In dem Gebäude befinden sich das Museo delle Marionette und, im obersten Stockwerk, das Museo civico di Paleontologia e Mineralogia. Das Marionettenmuseum zeigt die Sammlung von Angelo Cenderelli; Besuche sind nach vorheriger Reservierung möglich.

Das Museo civico di Paleontologia e Mineralogia zeigt etwa 2.000 Fossilien, die größtenteils aus dem ligurisch-piemontesischen Becken stammen. Ein Abschnitt widmet sich der Entstehung und Entwicklung des Menschen mit besonderem Bezug zu Ligurien. Ein Besuch ist nach vorheriger Anmeldung montags und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 14:30 bis 17:30 Uhr möglich. Für Schulklassen oder Gruppen wird eine Reservierung empfohlen. Prüfen Sie die Besuchszeiten vor Ihrem Besuch.

Bauwerke und frühere Nutzungen

La Saliera liegt am Ortseingang von Campomorone entlang der Route zum Passo della Bocchetta. Die Familie D’Amico erbaute das zweigeschossige, quadratische Gebäude mit Innenhof im 17. Jahrhundert als Salzdepot. Es diente auch als Zollfreilager für Waren aller Art, die mit Zöllen belegt waren. Bauform und frühere Nutzung geben dem Ort einen weiteren historischen Bezug, der sich von den Museumssammlungen im Palazzo Balbi unterscheidet.

Il Cabannun, auch „la Fabbrica di Peschiere“ genannt, wurde ab 1777 in den Gärten neben dem Palazzo Balbi errichtet. Seine beiden Fischteiche dienten der Zucht von Forellen, Karpfen und Barben. Ein anderer historischer Bezugspunkt ist der Aquädukt am rechten Ufer des Rio Gioventina: Er ist nur teilweise erhalten, und sein Endabschnitt liegt unweit des Il Cabannun.

Ein lokaler kulinarischer Bezug

Auch die regionale Esskultur hat einen konkreten Ortsbezug: Corzetti di Campomorone ist ein anerkanntes typisches Produkt des Gebiets und trägt die DE.CO.-Zertifizierung (Denominazione Comunale). Damit ergänzt die lokale Spezialität die Wander- und Kulturerbethemen um einen eigenständigen Aspekt Campomorones.

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