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Mehr als 150 bemalte Türen verteilen sich in Valloria über die charakteristischen steinernen Gassen. Zusammen mit Kirchen, Kapellen und historischen Bauwerken zeigen sie, wie unterschiedlich die Kulturgeschichte Prelas geprägt ist. Auch die Landschaft setzt einen eigenen Akzent: Das obere Val Prino ist von Natur umgeben und durch Olivenhaine geprägt. So können Sie Ihre Reise nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren – sakrale Kunst, Baugeschichte, historische Nutzungen oder der Blick zur Küste.

Landschaft und Ausblick

Prela liegt im oberen Val Prino. Die umgebende Natur und die Olivenhaine bilden einen eigenen Schwerpunkt neben den einzelnen historischen Bauwerken. Vom Santuario della Madonna del Piano reicht der Blick zur Küste von Imperia und zum Vorgebirge von Porto Maurizio. Diese beiden Bezugspunkte machen den Ausblick besonders konkret: Er verbindet die Küste mit dem markanten Vorgebirge. Wer Landschaft in die Reiseauswahl einbezieht, findet hier ein anderes Motiv als bei den Kirchen und Kunstwerken.

Kirchen und Kapellen: unterschiedliche Bauzeiten

In Tavole ist die Chiesa della Santissima Annunziata ein barockes Bauwerk, das dem Architekten Giacomo Filippo Marvaldi zugeschrieben wird. In Villatalla erzählt die Chiesa di San Michele von einer anderen Bauphase: Sie entstand im 15. Jahrhundert über einer älteren romanischen Kirche. Auch die Kapelle Madonna della Neve in Villatalla besitzt ein gut bestimmbares Baudetail. Ihre steinernen Architrave lassen auf eine Entstehung um 1520 schließen. Ein Architrav ist ein waagerechter Abschluss über einer Öffnung; hier sind die steinernen Bauteile zugleich ein Hinweis auf die ungefähre Entstehungszeit.

Die Kirche der Heimsuchung in Canneto setzt nochmals andere Akzente. Sie ist der Madonna gewidmet, ihre Fassade ist neoklassizistisch und ihr Inneres barock geprägt. Das Fest der Kirche wird am 12. September gefeiert. In Valloria wurde das Oratorio di Santa Croce 1587 erbaut. Die unterschiedlichen Bauformen und Zeitangaben geben Anlass, die einzelnen Gebäude jeweils für sich zu betrachten, statt sie auf einen einheitlichen Baustil zu reduzieren.

Kunstwerke mit konkreten Daten

In der Chiesa della Santissima Annunziata in Tavole wird ein Polyptychon aus dem Jahr 1575 bewahrt. Es stammt von Agostino Casanova und stellt die Madonna del Soccorso dar. Auch die Chiesa di San Michele in Villatalla bewahrt ein Polyptychon von Casanova, das um 1540 gemalt wurde. Ein Polyptychon ist ein mehrteiliges Bildwerk. Die beiden genannten Werke lassen sich durch Künstler und ungefähre Entstehungszeit vergleichen: Das Werk in Villatalla wird rund drei Jahrzehnte früher datiert, das in Tavole trägt das Jahr 1575. Beide geben der kirchlichen Kunst einen eigenen Platz neben der Architektur.

Historische Spuren in Valloria, Villatalla und Prelà

In Villatalla diente die antike Neviera dazu, im Winter Schnee einzulagern. Später wurde dieser zu Eisblöcken geschnitten und verkauft. Die Neviera steht damit für eine praktische historische Nutzung von Schnee, während die steinernen Architrave der Madonna-della-Neve-Kapelle vor allem ein architektonisches Detail darstellen. Ebenfalls in Villatalla diente der Turm „Colombera“ dazu, vor der Ankunft türkisch-barbarischer Piraten zu warnen.

Oberhalb der Fraktion Prelà liegt das Castello di Pietralata, das als geschütztes unbewegliches Kulturgut verzeichnet ist. In Molini ist das Oratorio di Santa Maria Maddalena bereits 1585 erwähnt. Das Jahr bezeichnet dabei die Erwähnung des Oratoriums. Valloria zeigt mit seinen mehr als 150 bemalten Türen wiederum eine andere Form lokalen Kulturerbes: Die Türen verteilen sich über die steinernen Gassen und prägen das Ortsbild. Zusammengenommen ergeben sich verschiedene Zugänge zur Geschichte – von Bauwerken und Kunst über frühere Nutzungen bis zu den bemalten Türen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bussana, Ville San Sebastiano, Montalto Ligure, Costa Carnara, Ventimiglia, Borganzo, Pieve Di Teco, San Lazzaro Reale.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Imperia.

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