Campiglia ist ein am Hang gelegener Weiler, direkt auf dem Fels mit gewundenen Straßen errichtet. Aussichtspunkte, Wege und Terrassen prägen die Themen, die sich bei der Planung einer Reise hier verbinden: Landschaft, landwirtschaftliche Nutzung und Geschichte. Die benannten Wege bieten Ihnen konkrete Orientierung mit Ausgangspunkten, Zielen und Streckenangaben.
Aussichten, Terrassen und Wege
Von Campiglia bieten sich Ausblicke auf den Golf von La Spezia und die Apuanischen Alpen. Die Aussicht reicht außerdem zum Toskanischen Archipel, nach Korsika und zu den Seealpen. Auf dem Weg AV5T bietet der Felsvorsprung Pitone Ausblicke auf die Inseln Palmaria, Tino und Tinetto sowie auf die Küste der Cinque Terre. Campiglia ist ein wichtiger Rastpunkt am AV5T; Pitone ist damit ein benannter Aussichtspunkt entlang dieses Weges.
Ein weiterer konkreter Ausgangspunkt ist der Weg 535: Er beginnt in Campiglia am Vico Codemin und führt zu einem ausgestatteten Aussichtspunkt mit einer Holzbank. Einige der gut erhaltenen Terrassen an diesem Weg dienen dem Safrananbau, der von der Associazione Campiglia wieder eingeführt wurde. Die Landschaft um Campiglia umfasst außerdem Terrassen, die von Trockenmauern getragen werden und dem Anbau von Weinreben und Olivenbäumen dienen. So stehen auf und abseits dieses Wegverlaufs unterschiedliche Formen der landwirtschaftlichen Nutzung im Blick.
Auch die Abzweigungen und Anschlüsse geben eine klare Orientierung zwischen den genannten Wegen: Der Weg 504C zweigt in der Nähe des Weges 535 ab und führt nach Schiara. Der Weg 536 erreicht eine Kreuzung mit dem Weg 535, der von Campiglia herkommt. Das Gebiet um Campiglia ist darüber hinaus von vielen Wegen durchzogen, die La Spezia, Porto Venere und die Cinque Terre verbinden. Einzelne Wege führen zu konkreten Zielen wie dem Aussichtspunkt oder Schiara; viele weitere Wege im Gebiet verbinden La Spezia, Porto Venere und die Cinque Terre.
Eine historische Verbindung und Zeugnisse des Ortes
Die historische Mulattiera Campiglia–Acquasanta, der CAI-Weg Nr. 11, beginnt im Ortszentrum von Campiglia. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und war die einzige Verbindung zwischen dem Ort und der Stadt. Die Strecke führt von 401 m auf 102 m Höhe; sie ist 1.480 m lang, zuzüglich 1.250 m Asphalt. Als Gehzeit sind etwa 30 Minuten zuzüglich 15 Minuten angegeben. Diese Maße und die ungefähre Zeitangabe geben einen konkreten Rahmen für die Einordnung dieser Route, ohne die übrigen Wege mit ihr gleichzusetzen.
Auch die Mühle von Campiglia hat einen klar umrissenen historischen Bezug: Der Nationalpark Cinque Terre restaurierte sie zwischen 2003 und 2006 gemeinsam mit der Associazione Campiglia. Dabei wurde ihre äußere Sandsteintreppe mit fehlenden Stufen und einem Stahlgeländer zur Sicherheit der Besucher wiederhergestellt. Auf dem Weg 598-1 (AV5T 1) ist die Mühle als ethnografisches Zeugnis aufgeführt. Diese Einordnung ergänzt die Restaurierungsgeschichte um ihren Bezug zur örtlichen Kultur.
Zu den weiteren historischen Bezugspunkten zählt die Kirche Santa Caterina di Alessandria, die seit 1326 belegt ist. In der Gegend von Tramonti wurde ein wahrscheinlicher Menhir erkannt. Auch die Geschichte des Ortsnamens ist mit Tramonti verbunden: Für diese Gegend ist der Name Campiglia erstmals in einem Dokument Ottos II. aus dem Jahr 991 erwähnt. Kirche, Mühle und archäologischer Bezug stehen dabei jeweils für unterschiedliche historische Spuren; die Ortsnamenerwähnung bezieht sich ausdrücklich auf die Gegend von Tramonti.
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