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Eine Kreuzigung auf fünf Eichentafeln verbindet Castelnuovo Magra mit einer Geschichte von Original und Kopie. In der Chiesa di Santa Maria Maddalena befindet sich das Gemälde von Peter Brueghel il Giovane; es ist eine der Kopien einer berühmten, verschollenen Kreuzigung von Peter Brueghel il Vecchio. Dieser kunsthistorische Zusammenhang ist ein prägnanter Einstieg in den Ort. Daneben prägen ein Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert, Palastfresken, Wein und markierte Hügelwege weitere Entdeckungen.

Kunst und Ortsbild

Das Gemälde ist nicht das verschollene Vorbild, sondern eine Kopie. Der Bezug auf die verlorene Kreuzigung macht die Unterscheidung zwischen erhaltenem Werk und Vorlage zu einem wichtigen kunsthistorischen Detail. Die Ausführung auf fünf Eichentafeln gibt der Kopie zudem eine konkrete materielle Form. So lässt sich das Bild nicht nur über den Namen seines Malers, sondern auch über seine Beziehung zu einem verlorenen Werk einordnen.

Im Oratorio dei Rossi befindet sich ein hölzernes Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert, das wahrscheinlich aus der Toskana stammt. Mehrere Räume des Palazzo Amati-Ingolotti-Cornelio zeigen farbenprächtige Fresken aus dem 19. Jahrhundert. Damit stehen einzelne sakrale Kunstwerke neben Wandmalereien, die sich über mehrere Räume erstrecken.

Auch die Via Dante trägt zum Ortsbild bei: Sie ist mit Sandstein gepflastert und von Marmor- und Steinportalen stattlicher Paläste gesäumt. Zwischen Tafelbild, Kruzifix, Fresken und Straßenbild wechseln die Maßstäbe. Das bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für alle, die sich für Kunstgeschichte, Malerei oder die Gestaltung historischer Straßen interessieren.

Wein und Landschaft

Im historischen Palazzo Amati befindet sich die L’Enoteca Regionale della Liguria. Besucher und Weininteressierte können dort mehr über ligurische Weine erfahren und sie verkosten. Wissensvermittlung und Verkostung machen Wein hier zu einem konkreten Teil des Besuchserlebnisses und nicht nur zu einem allgemeinen Thema der Region.

Eine andere Perspektive auf die Landschaft bietet La Valle dei Mulini. Im mittleren und unteren Teil des Tals sind landwirtschaftlich genutzte Terrassen mit Weinbergen und Olivenhainen erhalten. Die Enoteca und die Terrassen zeigen somit zwei unterschiedliche Seiten des Weinthemas: hier das Kennenlernen und Verkosten ligurischer Weine, dort eine landwirtschaftlich geprägte Landschaft. Die Weinberge stehen in dieser Umgebung neben den Olivenhainen, die dem Tal einen weiteren charakteristischen Akzent geben.

Markierte Wege in den Hügeln

Castelnuovo Magra bietet etwa zehn Kilometer hügelige, markierte Wanderwege. Sie lassen sich zu Fuß, zu Pferd und mit dem Mountainbike erkunden. Die genannten Möglichkeiten geben Ihnen eine klare Auswahl, wie Sie die Wege nutzen möchten: als Wanderung, zu Pferd oder auf dem Mountainbike. Das hügelige Gelände und die Markierung prägen dabei den Charakter des Wegeangebots.

Die Wege setzen einen anderen Schwerpunkt als die Kunst und die Weinverkostung: Sie bieten eine Möglichkeit, die hügelige Seite des Ortes aktiv zu erkunden. Zusammen mit den erhaltenen Terrassen in La Valle dei Mulini ergibt sich ein vielseitiges Bild der Landschaft, ohne dass Wege und Terrassen dieselbe Erfahrung beschreiben. Bei der Planung können Sie daher zwischen kulturellen Entdeckungen, Wein und Zeit auf den Hügelwegen gewichten.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: La Spezia.

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