Monterosso Al Mare verbindet markante Bauwerke zwischen Fegina und dem alten Dorf mit Wanderlandschaften, Küstenblicken und regionaler Küche. Für die Wahl eines Aufenthalts helfen zwei Fragen: Möchten Sie den Schwerpunkt auf Wege und Aussichten legen oder auf Kirchen, Festungsreste und Ortsgeschichte? Die Landschaft und die Bauwerke bieten dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Wanderungen und Landschaft
Von Punta Corone aus fällt der Blick auf das alte Dorf von Monterosso und den Hügel San Cristoforo. Punta Mesco zeigt eine andere Seite der Landschaft: Das Vorgebirge besteht überwiegend aus Sandstein, und die Vegetation unterscheidet sich deutlich zwischen Süd- und Nordhängen. An der Küste befindet sich außerdem eine Meereshöhle.
Für die Wahl einer Wanderung sind auch die beschriebenen Streckenmerkmale hilfreich. Eine Variante der Wanderung zum Monte Vè o Focone führt auf den 488 Meter hohen Gipfel. Die Wanderung bietet zudem einen etwa 20-minütigen Abstecher zu den historischen Ruinen des Eremo di Sant’Antonio del Mesco. Die Ruine stammt aus dem 11. Jahrhundert und liegt in einem dichten Steineichenwald. So lässt sich der Abstecher als zusätzlicher Zeitposten in die Tourenplanung einordnen.
Weg 571 führt über den nordwestlichen Grat des Monte Focone zu dessen 488 Meter hohem Gipfel. Die Angaben setzen unterschiedliche Akzente: Bei der Variante zum Monte Vè o Focone ist der Abstecher zu den Ruinen ein konkreter Zeitfaktor; Weg 571 wird durch seinen Gratverlauf und die Gipfelhöhe charakterisiert. Vor Monterosso führt Weg 592-4 durch alte Zitronenhaine und die terrassierten Weinberge des Landwirtschaftsbetriebs Vetua. Damit werden sowohl Wanderungen mit einem historischen Zwischenziel als auch Wege durch eine von Zitronen und Weinbergen geprägte Landschaft beschrieben.
Das Santuario di Soviore liegt auf etwa 400 Metern Höhe und bietet einen Panoramablick auf das Meer und die ligurische Küste. Seine Geschichte reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Höhe, Aussicht und lange Geschichte geben dem Heiligtum ein anderes Profil als den Wegen, deren Beschreibung vor allem Gratverlauf, Gipfel oder landwirtschaftlich geprägte Landschaft hervorhebt.
Bauwerke und Ortsgeschichte
Am Ende der Spiaggia di Fegina steht die etwa 14 Meter hohe Statua del Gigante, die Nettuno, den Gott des Meeres, darstellt. Der Bildhauer Arrigo Minerbi und der Ingenieur Levacher schufen die Statue 1910. Die ungefähre Höhe und die Darstellung des Meeresgottes machen sie zu einem markanten Gegenstück zu den sakralen und militärischen Bauwerken des Ortes.
Die Chiesa di San Giovanni Battista ist eine genuesische gotische Kirche im historischen Zentrum. Ihr Inneres ist in drei Schiffe gegliedert und enthält Kunstwerke über das Leben von San Giovanni Battista. Der quadratische Glockenturm entstand ursprünglich als Wehrturm. An der Geschichte der Kirche lassen sich religiöse Kunst und eine frühere Verteidigungsfunktion zusammen betrachten.
Auf dem Vorgebirge, das Fegina vom alten Dorf trennt, sind die Mauern der Zitadelle sowie Überreste einer alten Burg mit zwei Türmen als Teile des Verteidigungssystems erhalten. Die Torre Aurora steht auf der Klippe unterhalb der felsigen Anhöhe. Das Convento dei Frati minori cappuccini wurde von Kapuzinermönchen gegründet und dient als Ort des Gebets, der Besinnung und der Spiritualität. Zusammen zeigen diese Orte verschiedene Aspekte der Geschichte Monterosso Al Mares, ohne dass sie alle derselben Bau- oder Nutzungsform angehören.
Lokale Küche und Anreise
Die gesalzenen Sardellen aus Monterosso sind ein traditionelles Gericht der Cinque Terre und werden nach dem alten Rezept von Monterosso al Mare zubereitet. Die Sardellen werden innerhalb von zwei oder drei Tagen von Hand verarbeitet. Rezepttradition und Verarbeitung geben diesem Gericht einen konkreten Bezug zur lokalen Küche.
Am Bahnhof Monterosso halten zahlreiche Intercity-Züge. Regionalzüge ab La Spezia verbinden alle fünf Dörfer der Cinque Terre. Die Zugverbindungen sind saisonal und fahrplanabhängig; prüfen Sie daher vor der Reise die aktuellen Abfahrtszeiten.
Weitere Reiseziele entdecken: Bocca Di Magra, Tivegna, Manarola, Luni Mare, Biassa, Carro, Pitelli, Cembrano.
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