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Die Geschichte Zuccarellos beginnt 1248 mit seiner Gründung durch die Clavesana. Besonders anschaulich wird das mittelalterliche Erbe an der Hauptstraße und den Befestigungsresten. Daneben liegt Zuccarello in mehreren provinzialen Schutzgebieten, deren Landschaftsmerkmale eine eigene Naturperspektive eröffnen. So stehen Ortsgeschichte, Baukunst und Naturthemen nebeneinander.

Arkaden, Tore und eine mittelalterliche Brücke

Die einzige schmale Hauptstraße ist von Arkaden und Pfeilern im ligurisch-piemontesischen Stil gesäumt; Trompe-l’œil-Malereien schmücken die Arkaden. Die Straße verbindet zwei turmbewehrte Tore, an die sich die von der Burghöhe herabführenden Wehrmauern anschlossen. Straßenraum und Befestigung erscheinen so als zusammengehörige Teile der historischen Ortsstruktur. Die mittelalterlichen Mauern und Arkaden sind außerdem im italienischen nationalen Kulturerberegister verzeichnet.

Ein weiteres markantes Bauwerk ist die als Ponte romano bekannte Brücke. Trotz ihres Namens ist sie mittelalterlich; charakteristisch ist ihr buckelförmiges Profil. Name und Bauzeit führen hier also zu unterschiedlichen Zeiteindrücken: Die Bezeichnung erinnert an Rom, während die Brücke tatsächlich dem Mittelalter zuzuordnen ist.

Kirchen und Kunstwerke

Die mittelalterliche Pfarrkirche San Bartolomeo besitzt einen alten steinernen Glockenturm mit zwei- und dreibogigen Fensteröffnungen, den Biforen und Triforen. In der Kirche befindet sich auch ein Gemälde von Orazio De Ferrari. Ein anderer Kunstbezug liegt im Oratorio di Santa Maria Nascente: Dort befindet sich ein hölzerner Christus aus dem 15. Jahrhundert. Die beiden Sakralbauten setzen damit unterschiedliche Akzente – vom steinernen Turm und Gemälde bis zum spätmittelalterlichen Holzwerk.

Burg und historische Begegnungen

Die Burg von Zuccarello ist heute eine Ruine und überragt den darunterliegenden Ort. Ilaria Del Carretto wurde in Zuccarello geboren und wuchs in der Burg auf. Auch die erhaltenen baulichen Spuren verweisen auf ihre Geschichte: Der am besten erhaltene Seitenturm weist Reste von Fresken aus dem 15. Jahrhundert auf. Geburt, Aufwachsen und die Freskenspuren verbinden die Burg mit einer biografischen und künstlerischen Geschichte, nicht allein mit der Befestigung des Ortes.

Der Palazzo Marchionale steht für eine politische Episode: Dort fand 1459 ein Treffen zwischen Giovanni di Calabria, dem Vertreter des Königs von Frankreich und von Genua, und den Marchesi del Carretto statt. Ziel des Treffens war es, den Frieden zwischen Genua und den Del Carretto di Finale zu besiegeln. Damit reicht die Ortsgeschichte über die Bauwerke hinaus bis zu einer konkreten Begegnung mit politischer Absicht.

Landschaft und Schutzgebiete

Zuccarello liegt in den provinzialen Schutzgebieten Castellermo-Rocca Livernà, Monte Galero sowie Poggio Grande, Monte Acuto, Valle Rio Ibà. Im Gebiet Castellermo-Rocca Livernà prägen spektakuläre, mehrere hundert Meter hohe Felswände am rechten Hang des Pennavaire das Landschaftsbild. Hinzu kommen zahlreiche Gipfel, Felstürme, Monolithe, tief eingeschnittene Täler und schmale Kämme.

Das Schutzgebiet Monte Galero ist durch einen wilden, bewaldeten Südhang und felsige Gipfel am westlichen Kamm gekennzeichnet. Im Gebiet Poggio Grande, Monte Acuto, Valle Rio Ibà gehören bedeutende Fossilienlagerstätten sowie oberirdische und unterirdische Karstformen zu den prägenden Merkmalen. Die Schutzgebiete stehen somit für verschiedene Naturthemen: Felsrelief und schmale Kämme, bewaldete Hänge und felsige Gipfel sowie Fossilien und Karst.

Wanderweg nach Zuccarello

Der nach Ilaria del Carretto benannte Wanderweg führt von Castelvecchio di Rocca Barbena durch Olivenhaine und Kastanienwälder nach Zuccarello. Er bietet einen anderen Blickwinkel als die Baugeschichte des Ortes: Die Wegbeziehung verbindet einen benannten Ausgangsort mit Zuccarello und führt durch zwei unterschiedliche Landschaftstypen. Für die Planung lässt sich der Schwerpunkt daher klar setzen – auf mittelalterlicher Ortsstruktur und Kunst oder auf der Wanderroute und den Naturmerkmalen der Schutzgebiete.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Savona.

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