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Priamar: Festung und Ausblicke

Die Fortezza del Priamar ist eine große Militärfestung aus dem 16. Jahrhundert an der Küste Savonas. Im Komplex gibt es Wege, Wehrgänge und Balkone mit Blick auf Meer, Berge, Stadt und Hafen. So stehen maritime Lage und Stadtbild gemeinsam im Blickfeld. Auch die unterirdischen Räume erzählen von der langen Nutzung der Festung: Sie entstanden zwischen 1542 und 1943 in mehreren Bauphasen.

Das Màr bietet Führungen durch den monumentalen Komplex und die unterirdischen Gänge an. Auf Anfrage können Führungen auf Englisch, Französisch und Deutsch stattfinden. Da sich Bedingungen und Sprachverfügbarkeit ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Termine und Möglichkeiten.

Keramik erzählt Savonas Geschichte

Im Palazzo della Loggia in der Fortezza del Priamar befinden sich das Städtische Archäologische Museum und Stadtmuseum von Savona sowie das Museum Sandro Pertini und Renata Cuneo. Das archäologische Stadtmuseum widmet seiner Ausstellung auf zwei Etagen die Keramik als Leitmotiv und stellt wichtige bisherige Ausgrabungsstätten im Raum Savona vor. Zu den sichtbaren Funden gehört eine byzantinische Nekropole aus dem 4. bis 7. Jahrhundert n. Chr.; im Saal Umbrella sind Ausgrabungen der mittelalterlichen Kathedrale von Savona zu sehen.

Die Keramik zeigt dabei zwei Seiten der Stadtgeschichte: Importierte Stücke veranschaulichen den intensiven Seehandel mittelalterlicher Städte im Mittelmeerraum, während lokale Keramikproduktion seit dem späten 12. Jahrhundert n. Chr. dokumentiert ist. Auch das Keramikmuseum bietet einen weiten zeitlichen Bogen. Auf vier Etagen umfasst seine Sammlung mehr als 1.000 Werke von der Renaissance bis zum zeitgenössischen Design. Dazu zählen kunstvolle Apothekengefäße aus dem ehemaligen Krankenhaus San Paolo. Seminare und Workshops für Kinder gehören ebenfalls zum Angebot; informieren Sie sich vorab über das aktuelle Programm.

Paläste, Pinakothek und Domschätze

Der Palazzo Gavotti wurde über mittelalterlichen Baustrukturen errichtet und am Ende des 16. Jahrhunderts in einen Renaissancepalast umgestaltet. Seit 2003 beherbergt er die Sammlungen der Pinacoteca Civica von Savona. Aufzüge, Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität und taktile 3D-Reliefs gehören zu den dort genannten Merkmalen.

Zum monumentalen Domkomplex gehören die Kathedrale, die Sixtinische Kapelle, das Domschatzmuseum und das Apartment von Papst Pius VII. Die Sixtinische Kapelle wurde 1481 als Grabkapelle für die Eltern von Papst Sixtus IV. begonnen. Bei einer Restaurierung von 1762 bis 1764 wandelte sie sich von einer Renaissance-Grabkapelle zu einer barocken Kirche. In der Kathedrale finden sich ein kunstvolles Baptisterium aus dem 15. Jahrhundert und Renaissance-Chorgestühle im Presbyterium.

Das Domschatzmuseum befindet sich in den Räumen der ehemaligen Masseria. Zu seinen Beständen zählen Gemälde, Skulpturen, Goldschmiedearbeiten und sakrale Gewänder, darunter ein Messgewand von Kardinal Vegerio aus dem 15. Jahrhundert. Das älteste Stück ist ein Reliquienkreuz aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Solche unterschiedlichen Objekte geben dem Besuch einen konkreten Einblick in religiöse Kunst und überlieferte Handwerksformen.

Savonas städtisches Museumssystem MUSA verteilt seine Sammlungen auf mehrere Standorte und umfasst Archäologie, Kunst, Skulptur, Lokalgeschichte und Technologie. Das Netzwerk verbindet Museen in der historischen Innenstadt mit den Museen der Festung Priamar. Da sich Museumseinrichtungen und Zugangsbedingungen ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Informationen.

Hafen, Küste und lokale Entdeckungen

Am Alten Hafen säumen historische Paläste, mittelalterliche Türme und Werkstätten von Kunsthandwerkern das Hafenareal. Von hier aus werden Bootsfahrten entlang der ligurischen Küste angeboten. Eine andere Perspektive auf die Stadt eröffnet der nach Chiara Luce Badano benannte Weg: Er beginnt in der Via Scotti und führt den begrünten Hügel hinauf zur Kapelle Madonna degli Angeli. Vom Gipfel reicht der Blick über Savona und seinen Golf bis nach Vado Ligure und darüber hinaus.

Auch die Küste bietet unterschiedliche Eindrücke. Der Strand von Zinola am westlichen Ende Savonas ist 1,2 Kilometer lang und besteht aus Sand; das Mittelmeerwasser dort ist flach und ruhig. Mehrere kostenlose öffentliche Strandabschnitte stehen neben neun Strandbädern. Einrichtungen und Zugangsbedingungen der Strandbäder können saisonabhängig sein.

Bei Panissa können Sie zwei Zubereitungsformen unterscheiden: Sie wird kalt in Würfeln oder frittiert in dünnen Scheiben serviert. Diese heißen auf Dialekt Tavelette oder Fette. Für einen Museumsbesuch anderer Art empfängt das All About Apple Museum Besucher jedes Wochenende an der Piazza De André. Als interaktives Museum vermittelt es die Entwicklung der Personalcomputer anhand funktionsfähiger Objekte. Da sich die Besuchsregelungen ändern können, prüfen Sie vorab die aktuellen Öffnungszeiten.

Für die Anreise bietet der Passagierhafen Savona–Vado Ligure ganzjährig direkte Fährverbindungen nach Sardinien, Sizilien und Korsika sowie zu ausgewählten Zielen in Spanien, Malta und Nordafrika. Routen können sich ändern; prüfen Sie deshalb den Fahrplan für Ihre Reise. Die Buslinien 7, 7/ und 30 verkehren zwischen dem Bahnhof von Savona und dem Hafen. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Verbindungen.

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