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Castro liegt am Westufer des Iseosees zwischen Riva di Solto und Lovere. Eine geschützte Schlucht, Spazierwege mit Seeblick und eine lange Handwerkstradition geben dem Ort ein prägnantes Profil. Wenn Sie Castro als Ziel für einen Aufenthalt mit Ferienwohnung betrachten, können Sie Ihre Reiseinteressen daran ausrichten: Landschaft und Wege stehen neben Kirchen, mittelalterlichen Spuren und der Geschichte des örtlichen Handwerks.

Wandern zwischen Schlucht und See

Der Parco della Gola del Tinazzo ist ein Schutzgebiet. Er bewahrt eine tiefe, schmale Felsspalte, die der Fluss Tinazzo in weit zurückliegenden geologischen Zeiten ausgewaschen hat. Die Form der Schlucht verweist damit auf die lange Wirkung des Flusses in der Landschaft.

Der Sentiero dello Stross führt von der Uferstraße zum Aussichtspunkt von Castro und bietet Ausblicke auf den Iseosee sowie auf die Schlucht mit ihren markanten senkrechten Felsplatten am Wasser. Ein leichter Spaziergang führt vom Ortszentrum zur Kirche San Lorenzo und zu einem Aussichtsbalkon mit Blick auf den See. Die Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Beim Stross prägen Schlucht und Felsformation den beschriebenen Ausblick; der Spaziergang ab dem Zentrum führt zu Kirche und Seebalkon.

Der Sentiero La Panoramica – Valle del Freddo beginnt in Castro nahe der Cappella del Colet. Der Sentiero dell’energia setzt einen anderen thematischen Akzent: Er soll Wandernden verständlich machen, wie Wasser zur Energieerzeugung genutzt werden kann. Während der Stross vor allem Ausblicke bietet, richtet der Sentiero dell’energia den Blick auf die Nutzung des Wassers.

Bei den Wegen ab Castro können die örtlichen Bedingungen variieren; prüfen Sie sie vor dem Aufbruch. Für den Spaziergang zur Kirche San Lorenzo fahren Sie über die SP 469 nach Castro. Parkmöglichkeiten gibt es entlang der Via Matteotti oder am „Parcheggio Area Feste“; prüfen Sie deren Verfügbarkeit vor der Anfahrt.

Geschichte in Gassen und Handwerk

Das historische Zentrum von Castro ist durch enge Gassen und Häuser nahe am See geprägt und gruppiert sich um die ehemalige Pfarrkirche. Die Lage am Wasser und die Gassenstruktur geben dem Ortskern eine eigene Form.

Die Kirche der Natività di Maria neben dem Friedhof ist mit den Widmungen an die Natività di Maria und die Vergine delle Grazie verbunden. Die Chiesetta di San Lorenzo wurde nach der bevorzugten zeitlichen Einordnung etwa um die Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet.

An der Via Corna wird Geschichte auch in der Straße selbst sichtbar. Die mittelalterliche Via Corna war für den Verkehr mit Karren vorgesehen; Radrillen wurden zur Erleichterung des Verkehrs in den Untergrund aus gewachsenem Fels eingemeißelt. An der engsten Stelle zwischen Felswand und Abgrund wurde zum Schutz des Gebiets von Castro ein befestigtes Tor errichtet. Erhalten sind die beiden in den Fels eingeschnittenen Führungen. So begegnen an der Via Corna Hinweise auf den vorgesehenen Karrenverkehr und auf die Sicherung des Gebiets.

Für 1229 ist in Castro eine Silbergießerei belegt, die wahrscheinlich auch für Eisen genutzt wurde. Notarielle Urkunden aus dem Jahr 1364 erwähnen die Schmieden von Castro. Im Ortsteil Poltragno gibt es seit 1400 eine Wasserschmiede, die heute Maglio Carrara heißt. Die verschiedenen Daten und Handwerksformen reichen von der Silbergießerei und den Schmieden bis zur Wasserschmiede in Poltragno.

Auch der Hafen gehört zur älteren Geschichte des Ortes: Er wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts als Anlegestelle im nördlichen Bereich des Iseosees unter der Gerichtsbarkeit von Bergamo gegründet.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bergamo.

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