An der Stelle, an der der Oglio in den Iseosee mündet, führt die Ponte della Pace über den Fluss. Die kombinierte Rad- und Fußgängerbrücke liegt zwischen der Sporthalle der Lokalität Corti und dem Friedhof von Piano. Für die Planung lohnt es sich, die unterschiedlichen Schwerpunkte der Wege und Ortskerne zu beachten: Neben Touren zu Fuß und mit dem Rad prägen historische Kirchen und Aussichtspunkte mehrere Fraktionen von Costa Volpino.
Wanderwege mit unterschiedlichen Zeitmaßen
Von der Fraktion Ceratello führt die Route Bossico–Ceratello über eine etwa 2 km lange, bequeme und aussichtsreiche agroforstwirtschaftliche Straße zum Hochplateau von Bossico; die Gehzeit beträgt etwa eine Stunde. Eine andere Größenordnung bietet Etappe 4 des Cammino di Carlo Magno: Sie ist 16,1 km lang und führt durch Corti und Volpino. 40 Prozent der Strecke verlaufen auf unbefestigten, 60 Prozent auf befestigten Wegen und Straßen. So lassen sich eine Route mit angegebener Gehzeit und eine deutlich längere Etappe mit ausgewiesenem Streckenbelag gegenüberstellen.
Der Tour panoramico dell’alto lago führt von Corti nach Lovere über Ceratello, das Hochplateau von Bossico und das Santuario di San Giovanni in Monte Cala. Die Wanderung von Costa Volpino zum Rifugio Magnolini verläuft zunächst durch das Valle di Supine und dann über die Südwesthänge des Berges. Unterwegs passiert sie Almhütten und bietet Ausblicke auf den Iseosee. Da die Wegbedingungen in den Bergen saisonal variieren können, prüfen Sie sie vor dem Aufbruch.
Am Oglio spazieren und radeln
Entlang des Oglio liegt der Parco avifaunistico dell’Oglio, eine grüne Fläche für entspannte Spaziergänge und sportliche Aktivitäten. Durch den Park verläuft ein Radweg, der aus der Lokalität Bersaglio kommt und an die Ciclovia dell’Oglio anschließt. Diese überwiegend ebene Route führt nördlich des Sees durch die Val Camonica bis nach Capo di Ponte.
Eine weitere Möglichkeit für Radfahrende ist die MTB-Route Costa Volpino–Lago Moro. Der Rundkurs führt über Schotterstraßen und Waldwege zu einem alpinen See; der Rückweg ins Tal verläuft panoramisch. Prüfen Sie vorab die Wegverhältnisse, da sie sich ändern können.
Kirchen und Geschichte in den Fraktionen
In Qualino liegt die Kirche Sant’Ambrogio auf einer ausgedehnten, mit dem Bus erreichbaren Terrasse. Von dort reicht der Panoramablick über den Iseosee und die untere Valcamonica. Die heutige Gestalt der Kirche wurde durch Erweiterungen im 17. Jahrhundert und 1902 geprägt; teilweise erhalten ist eine Struktur aus dem 15. Jahrhundert. Im Inneren zeugen Freskofragmente von diesem älteren Bestand.
Am Südrand von Branico liegt die Kirche Santi Bartolomeo e Gottardo mit Blick auf das Oglio-Tal. Sie bewahrt einen Malereizyklus aus dem 14. Jahrhundert. Oberhalb von Ceratello steht San Giorgio Martire auf einem Hügel, auf dem vermutlich früher eine Burg stand. Die repräsentative Treppe zur Kirche entstand zwischen 1937 und 1939. In Flaccanico überragt San Matteo den Ort; vom Kirchplatz öffnet sich der Ausblick. Sant’Antonio Abate in Corti gilt als bemerkenswertes Beispiel zeitgenössischer religiöser Architektur und ersetzt den früheren Pfarrsitz auf dem Hügel.
Die Kirche Santo Stefano prägt den Gipfel des Hügels von Volpino. Sie erreichen sie entweder über einen steilen Anstieg mit kurzer Treppe oder über die bequemere, schmale Via Sabotino, die das Zentrum umgeht. Zur älteren Geschichte Volpinos gehört die bedeutendste Burg des 12. Jahrhunderts in der Fraktion, die der Familie Brusati gehörte. Ein späterer Friedensvertrag zwischen Bergamo und Brescia beschloss ihre Zerstörung; sie erfolgte 1198. Innerhalb der Burg befand sich eine dem heiligen Stefano geweihte Kirche, die seit 1132 bezeugt ist.
Anreise planen
Costa Volpino ist mit dem Bus über die Linie Bergamo–Boario erreichbar. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
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