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Bottanuco verbindet Kulturgeschichte mit Wegen in Richtung der Adda. Die Pfarrkirche San Vittore, historische Wohnsitze und die Pestkapelle geben der Ortsgeschichte konkrete Bezugspunkte; die Route „Scalette e discese al fiume“ führt von den historischen Ortskernen Bottanuco und Cerro in Richtung des Flusses. Wenn Sie ein Hotel in Bottanuco suchen, können Sie zunächst entscheiden, ob Bau- und Kirchengeschichte oder Wege in der Landschaft den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen.

San Vittore: Baugeschichte, Glocken und Orgel

Die Pfarrkirche „Chiesa Parrocchiale di Bottanuco – Chiesa S. Vittore Martire“ wurde nach dreißigjähriger Bauzeit 1696 fertiggestellt. Später wurde sie zweimal erweitert; 1740 weihte Bischof Redetti die Kirche und widmete sie dem heiligen Märtyrer Viktor. Der Glockenturm ist 45 Meter hoch und beherbergt acht Glocken in B-Dur mit einem Gesamtgewicht von 9.200 Kilogramm. Zur Kirche gehört außerdem eine Serassi-Orgel, die als renommiertes Instrument des bergamaskischen Orgelkulturerbes gilt. Baugeschichte, Glocken und Orgel stehen dabei für unterschiedliche Aspekte des religiösen und musikalischen Erbes.

Palazzo Morlacchi und die Pestkapelle

Der Palazzo Morlacchi steht auf den Überresten der ehemaligen Burg des Colleoni. Mitte des 19. Jahrhunderts diente er vorübergehend als Sitz des Priesterseminars; 1860 beherbergte er San Giovanni Bosco. Die Bezüge reichen damit von der früheren Burg über eine zeitweilige Nutzung als Seminar bis zu einem konkreten Besuch im 19. Jahrhundert. Ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte erzählt die „Cappella dei Morti della Peste“ in Brembusate: Sie wurde 1630 zum Gedenken an die Pesttoten errichtet und liegt auf einer Hochfläche am Fluss Adda.

Canyon und Canale del Mulino

Der „Canyon“ in Bottanuco ist ein schmaler Durchgang zwischen hohen Ceppo-Steinwänden; aus ihm tritt eine Wasserader hervor. Beim Canale del Mulino steht dagegen die historische Nutzung des Wassers im Mittelpunkt. Der alte Kanal wurde 2001 gereinigt und wiederhergestellt. Sein Wasser lieferte die Antriebskraft für die historische Mühle Mojoli. So unterscheiden sich die beiden Bezugspunkte: Der Canyon zeigt eine markante natürliche Form, während der Kanal an die frühere Arbeit mit Wasserkraft erinnert.

Wege mit unterschiedlichen Orientierungen

Die kulturhistorische Route „Storico-Culturale“ verbindet die wichtigsten historisch-künstlerischen Punkte von Bottanuco. Zu ihr gehören historische Wohnsitze, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert errichtet wurden. Sie bietet damit eine Orientierung an Bau- und Ortsgeschichte. Die Route „Scalette e discese al fiume“ setzt einen anderen Schwerpunkt: Ihre Treppen und Gassen dienen noch heute zu jeder Jahreszeit als Zugänge zu den Wäldern an der Adda. Sie führt von den historischen Ortskernen von Bottanuco und Cerro in Richtung des Flusses.

Auch der „Sentiero degli Alpini“ hat eine eigene, klar benannte Orientierung: Er verläuft vom vicolo del Fontanino bis nach Funtanì. Damit lassen sich die Beschreibungen gut unterscheiden: Die „Storico-Culturale“ ist über historische und künstlerische Punkte definiert, die „Scalette e discese al fiume“ über Zugänge zu den Wäldern und ihre Richtung zum Fluss, der „Sentiero degli Alpini“ über seine beiden Endpunkte. Für Ihre Planung können Sie sich an dem Thema orientieren, das Sie besonders interessiert—Ortsgeschichte, die Wege an der Adda oder ein benannter Wegabschnitt.

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