Am westlichen Ufer des Sees d’Iseo liegt Lovere. Kunst, mittelalterliche Bauten und Naturthemen geben dem Ort unterschiedliche Akzente: von der Accademia Tadini und ihren Werken bis zu einem Naturlehrpfad hinauf zum Monte Cala.
Kunst und mittelalterliche Stadtgeschichte
Die Accademia Tadini ist eine wertvolle Kunstsammlung und ein Zeugnis des italienischen Neoklassizismus. In den zum See d’Iseo ausgerichteten Sälen werden Meisterwerke von Antonio Canova und Francesco Hayez gezeigt. Die Ausrichtung der Räume und die kunsthistorische Einordnung bieten zwei konkrete Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt mit Kulturschwerpunkt.
Lovere wurde zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert durch eine Mauer befestigt, die den Ort umschloss. Zu dieser Befestigung gehörten auch eine Burg und Turmhäuser, die rund um den Hauptplatz entstanden. Der Torre Soca im Stadtviertel „beccarie“ stammt aus dem 13. bis 14. Jahrhundert. Der etwa 28 Meter hohe Torre Civica trägt mehrere Fresken, die an die verschiedenen Herrschaften erinnern, die Lovere beherrschten. Auf einem Fresko sind der Löwe als Symbol der venezianischen Herrschaft und die Jahreszahl 1442 zu sehen.
Auch die Chiesa di San Giorgio gehört zur religiösen Geschichte des Orts. Sie liegt oberhalb des mittelalterlichen Borgo an der Straße nach Valle und zählt zu den ältesten religiösen Gebäuden in Lovere.
Museum und Sakralgeschichte
Das Museo Civico di Scienze Naturali „Alessio Amighetti“ umfasst Abteilungen für Mineralogie, Paläontologie, Ornithologie und Säugetiere, Malakologie, Entomologie, Mykologie und Botanik. Die ornithologische Abteilung zeigt 221 Exemplare aus dem örtlichen See- und Berggebiet. Damit reicht das Naturthema in Lovere von einer breit gegliederten naturkundlichen Sammlung bis zu den Landschaften rund um den Ort.
Das Santuario di Lovere ist Christus, dem König der Jungfrauen, gewidmet. Mit ihm verbunden ist der Beginn des menschlichen und geistlichen Weges von Bartolomea Capitanio und Vincenza Gerosa in Lovere. Im Santuario delle Sante loveresi werden die Reliquien von Bartolomea Capitanio und Vincenza Gerosa in den seitlichen Apsiden verehrt. Das Santuario delle Sante loveresi wurde am 1. Oktober 1938 geweiht und Christus, dem König der Jungfrauen, zu Ehren der Gründerinnen gewidmet.
Naturwege und Ausflüge
Der Naturlehrpfad Anello naturalistico del Monte Cala erreicht den Gipfel des Monte Cala auf 620 Metern Höhe. Für den Weg können Sie das Auto auf dem kostenlosen Parkplatz an der Via Gerone abstellen und anschließend zu Fuß über die Via del Castelliere weitergehen. Prüfen Sie die Zugangsdetails vor Ihrer Reise vor Ort. Eine weitere benannte Route, Lovere–S. Giovanni–Bossico–Ceratello–Lovere, beginnt und endet am Piazzale Bonomelli in Lovere.
Für die Erkundung des nördlichen Sebino startet der Tour dell’Alto Lago in Pisogne, Costa Volpino oder Lovere. An Bord ermöglicht ein Audioguide auf Italienisch und Englisch die Erkundung dieses Gebiets. Der Infopoint Alto Lago d’Iseo verteilt außerdem Panoramakarten zu Wegen und Ausflügen, die das Naturerbe des Alto Sebino und des Sees d’Iseo erschließen.
Besichtigungen planen
Für Gruppen und Gesellschaften ist eine Besichtigung der Basilica di Santa Maria in Valvendra außerhalb der öffentlichen Öffnungszeiten auf Anfrage beim Infopoint Alto Lago d’Iseo mindestens zwei Tage im Voraus vorgesehen. Prüfen Sie diese Regelung vor Ihrem Besuch nochmals.
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