Rovetta verbindet Kunstgeschichte mit einem markanten Landschaftsziel: Die Casa Museo Fantoni befindet sich im historischen Zentrum, während die Cima Blum einen weiten Blick über das Altipiano und das Val Borlezza bietet. Für die Wahl des Aufenthalts ergeben sich damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte: die Werke und Kirchen des Ortes oder eine Tour in die Berglandschaft. Auch eine regionale Tour führt an einer Kirche in Rovetta vorbei und lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternehmen.
Fantoni-Kunst und sakrale Baugeschichte
Die Casa Museo Fantoni bewahrt Werke sowie künstlerische und dokumentarische Zeugnisse mehrerer Generationen der Familie Fantoni. Ihre Sammlung umfasst Zeichnungen, Modelle, Werke und Dokumente aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Die Fantoni waren in Rovetta von 1460 bis zum frühen 19. Jahrhundert künstlerisch tätig. Objekte und Dokumente verbinden so einzelne Werke mit dem längeren Familienzusammenhang.
Die Chiesa Parrocchiale di Tutti i Santi ist eine barocke Pfarrkirche aus der Zeit von 1659 bis 1672. In ihr befindet sich die Pala di Rovetta, die Gian Battista Tiepolo 1734 malte, in einem kunstvollen Marmorretabel, das Giovan Bottino Fantoni und seine Werkstatt eigens anfertigten. Das Gemälde und seine Einfassung haben damit unterschiedliche künstlerische Zuschreibungen.
Die Chiesa dei Disciplini gilt als älteste Kirche Rovettas und stammt aus dem 12. bis 13. Jahrhundert. In einem Seitenraum befindet sich das Grab einer alten und angesehenen Persönlichkeit. Das Santuario Madonna di Sommaprada wurde im 16. Jahrhundert nach einem Wunderereignis errichtet und im 17. Jahrhundert wiederaufgebaut. Zur Arbeit der Fondazione Fantoni gehören außerdem Bildungsangebote und Workshops für Kinder sowie Schülerinnen und Schüler der Grund-, Mittel- und Oberschulen.
Wege zur Cima Blum
Die kommunale Route A führt von Rovetta über Gratarolo und den Colle di Blum zur Cima Blum und zurück; sie gilt als klassische Halbtagestour. Wer diesen Weg plant, kann dafür einen eigenen halben Tag einplanen und sollte die Bergbedingungen vor dem Aufbruch prüfen. Die Cima Blum ist ein weiter Aussichtspunkt über das Altipiano und das Val Borlezza. So verbindet die Route einen konkreten Verlauf mit einem klaren Landschaftsziel.
Die regionale Tour „Un giro tra campi e sapori“ führt an der Chiesa dei Disciplini vorbei und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternommen werden. Während die Route A zur Cima Blum führt, passiert diese Tour die Kirche und lässt die Wahl zwischen zwei Fortbewegungsarten. Vom Pass aus ist das Rifugio Albani in etwa 20 Minuten erreichbar; dort ist eine Übernachtung möglich.
Roter Mais und lokale Spezialitäten
Mit Rovetta werden Brot und Süßgebäck aus rotem Mais verbunden. Ein regionales Tourismusprofil führt für die Azienda Agricola Beccarelli Luca unter anderem Mehl aus Rostrato-Rotmais, Maiswaffeln und weitere Spezialitäten auf; die Produktpalette kann sich ändern. Wenn Sie gezielt nach einem dieser Produkte suchen, prüfen Sie das aktuelle Angebot vorab. Der lokale Bezug zum Mais ergänzt die Kunstgeschichte und die Wege in der Landschaft um einen kulinarischen Aspekt.
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