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Cimbergo verbindet Kirchenbaugeschichte mit einem weitläufigen Gebiet der Felsgravuren. Für die Planung sind dabei zwei Maßstäbe wichtig: Die Bauwerke lassen sich durch konkrete Jahreszahlen einordnen, während die Besuchswege im Naturschutzgebiet von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen reichen. So kann Ihr Schwerpunkt auf den Kirchen und mittelalterlichen Bauwerken, auf den Gravuren oder auf beidem liegen.

Kirchen und Baugeschichte

Die Chiesa Parrocchiale di Santa Maria Assunta wurde um 1600 über einer älteren Kapelle errichtet, die dem heiligen Martin von Tours geweiht war. Im Inneren ist die Kirche barock gestaltet; das einschiffige Langhaus besitzt vier Seitenaltäre aus Intarsienmarmor. Pellini S. verzierte die Altäre mit Stuckarbeiten. Der ältere Vorgängerbau und die Gestaltung des späteren Kirchenraums geben unterschiedliche Einblicke in die Sakralgeschichte Cimbergos.

Die Chiesa San Giovanni Battista wurde 1552 durch die Confraternita dei facchini di Venezia und unter Mitwirkung des Bischofs von Brescia, Paolo Zane, errichtet. Ihr Glockenturm stammt bereits aus dem Jahr 1529; er besitzt Biforenfenster und ghibellinische Zinnen. Ein Altarretabel von 1628, geschaffen von Baldissera D. Anna, zeigt die Geburt Johannes des Täufers. Die drei Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche Teile: Turm, Kirchenbau und Retabel.

Felsgravuren im Naturschutzgebiet

Das Naturschutzgebiet der Felsgravuren von Ceto, Cimbergo und Paspardo umfasst mehr als 400 gravierte Felsen. Es erstreckt sich über etwa 300 Hektar und über Nadro di Ceto, Cimbergo und Paspardo. Die Felsen liegen in einer natürlichen Mittelgebirgslandschaft, die Spuren menschlicher Eingriffe im Laufe der Zeit bewahrt.

Campanine di Cimbergo ist eines der wichtigsten Besuchsgebiete des Schutzgebiets. Dort wurden mehr als 100 gravierte Felsen identifiziert; nur etwa ein Dutzend davon ist in den touristischen Rundweg einbezogen. Die Zahlen beschreiben zwei verschiedene Dinge: die identifizierten Felsen in Campanine und die kleinere Zahl, die zum Rundweg gehört. Die Besuchswege des Naturschutzgebiets können in wenigen Stunden oder über mehrere Tage begangen werden und vermitteln archäologische, ethnografische und umweltbezogene Aspekte. Diese zeitliche Spannweite lässt sich bei der Planung als Wahl zwischen einer kürzeren Begehung und einer mehrtägigen Erkundung verstehen.

Mittelalterliche Bauwerke und Landschaft

Die Rocca di Cimbergo stammt aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und steht oberhalb des Weges, der nach Campanine führt. Das Castello di Cimbergo liegt auf einem vorspringenden Geländesporn über dem Wildbach Re; von der mittelalterlichen Anlage sind heute nur wenige Ruinen erhalten.

Im weiteren regionalen Umfeld liegt das Rifugio De Marie im Volano-Kessel. Dieser ist von der Tredenus-Gruppe und im Süden vom Pizzo Badile Camuno umgeben. Das Rifugio wurde in den 1930er-Jahren errichtet und liegt in der mittleren Valle Camonica im Parco dell’Adamello. Ebenfalls im weiteren regionalen Umfeld bietet die Via Raetia Panoramablicke auf das Tal sowie auf die Massive der Concarena und des Pizzo Badile.

Für Mountainbike-Interessierte führt ein Itinerary auf einem gelb-rot markierten MTB-Weg über einen Pfad nach Cimbergo. Damit stehen neben Kirchen, Felsgravuren und mittelalterlichen Bauwerken auch Radfahren und die Landschaft als mögliche thematische Schwerpunkte zur Wahl.

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