Der Rundwanderweg „Tra le cime del Triangolo Lariano“ verläuft zwischen Asso und Caslino d’Erba; zugleich reicht die Ortsgeschichte von jungsteinzeitlichen Funden bis zu Villen des 20. Jahrhunderts. Asso bietet damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte für die Reiseplanung: Ortsgeschichte und eine Wanderung, deren Schwierigkeit als mittelschwer eingestuft ist.
Asso im Tal der Valassina
Asso ist der Hauptort der Valassina und liegt im Talgrund knapp oberhalb des Wasserfalls Vallategna. Dort mündet der Bach Foce in den Lambro. Eine andere markante Landschaftsform ist der Orrido di Asso, eine enge und tiefe Schlucht des Lambro. Zusammen geben Wasserfall, Zusammenfluss und Schlucht unterschiedliche Anhaltspunkte, um die Landschaft rund um den Ort einzuordnen.
Von der Vorgeschichte bis zur Ortsgeschichte
Das Castello di Asso prägt mit seiner imposanten Größe bis heute das Erscheinungsbild des Ortes. Römisches Erbe ist durch die 1794 entdeckte Römerstraße belegt. Eine deutlich frühere Zeitschicht markieren Feuersteinwerkzeuge, die bei Erdarbeiten am Sportplatz und in der Nähe des Castello gefunden wurden. Ihr Typ ist für die Jungsteinzeit um 3000 v. Chr. charakteristisch. So stehen römischer Bezug und Funde aus der Vorgeschichte nebeneinander.
Kirchen und religiöse Traditionen
Die Chiesa prepositurale di Asso wurde 1675 fertiggestellt und am 31. Mai 1752 von Kardinal Giuseppe Pozzobonelli geweiht. Sie ist Johannes dem Täufer gewidmet, dem Schutzpatron von Asso und der Vallassina. Seit langer Zeit wird in der Kirche eine Zahnreliquie der heiligen Apollonia aufbewahrt. Am 9. Februar wird das Gemälde ihres Martyriums gezeigt und die traditionelle Zeremonie des „bacio del dente“ begangen.
In der Ortschaft Gemù wurde die Chiesa S. Maria Ende des 16. Jahrhunderts auf Veranlassung von Giovanni Antonio Binda errichtet. Fast zwei Jahrhunderte lang wirkten dort die Olivetanermönche von Civate. Einen anderen architektonischen Akzent setzt die Chiesa del santo Crocifisso mit ihrer Serliana-Loggia und den zahlreichen Fresken. Weihe, Ordensgeschichte und bauliche Details eröffnen damit verschiedene Perspektiven auf die religiöse Geschichte von Asso.
Villen und Mühlen am Lambro
Die Villa Bertieri entstand in den 1920er Jahren im florentinischen Eklektizismus. Sie wurde an der Stelle eines großen Vorgängergebäudes namens Maldifassa errichtet, dessen Ursprung möglicherweise spanisch war. Die Villa Oltolina in Scarenna stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und ist ein Beispiel für die Verbindung eines Wohngebäudes mit einem Industriebau neben der gleichnamigen Textilfabrik.
Auch das Mulino dei Mauri gehört zur Baugeschichte der Region. Das rechteckige Mühlengebäude verläuft parallel zum Lambro; ein Ableitungskanal führt von oben zum eisernen Wasserrad. An Villa Bertieri, Villa Oltolina und Mühle zeigen sich unterschiedliche bauliche Themen: ein eklektischer Stil, die Verbindung von Wohnen und Industrie sowie die Anlage eines Mühlengebäudes am Fluss.
Der Rundweg nach Caslino d’Erba
Der Rundwanderweg „Tra le cime del Triangolo Lariano“ führt zwischen den Gemeinden Asso und Caslino d’Erba. Der Weg Asso–Caslino ist als mittelschwer eingestuft und umfasst einen stark ansteigenden Aufstieg zum Monte Barzaghino sowie einige mit Ketten gesicherte Passagen. Empfohlen wird er erfahrenen, gut trainierten Wandernden. Die Einstufung sollten Sie daher zusammen mit dem steilen Anstieg und den gesicherten Abschnitten berücksichtigen.
Der Weg führt hinunter zur Ortschaft Ponte Oscuro in Asso; dort gibt es einen Trinkbrunnen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die saisonal veränderlichen Wegbedingungen und vor Ort den Zustand des Brunnens.
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