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Wasser und Landschaft

Der Naviglio Martesana und die von ihm abzweigenden Wasserläufe machten das Gebiet von Cassina de’ Pecchi fruchtbar und besonders für die Landwirtschaft geeignet. Wasser und landwirtschaftliche Nutzung gehören hier deshalb zusammen: Wer sich für die ländliche Kulturlandschaft interessiert, erkennt an den Gewässern einen konkreten Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Prägung.

Das PLIS Martesana ist ein erster Baustein eines Schutzgebiets, das sich von Mailand bis zum Fluss Adda erstrecken soll; anerkannt ist es derzeit in den Gemeinden Bussero und Cassina de’ Pecchi. Damit stehen eine geplante Ausdehnung und ein gegenwärtiger Anerkennungsstand nebeneinander.

Mühle und Kulturerbe

Im Mulino Dugnani, auch Mulino Resiga genannt, sind der ursprüngliche Mahlraum, die Maschinen und die Bauwerke an der Roggia Sant’Agata als charakteristische Bestandteile erhalten. Im Inneren befindet sich ein kleines Museum zur ländlichen Zivilisation. Diese Elemente eröffnen unterschiedliche Blickwinkel: Der Mahlraum steht für die Funktion der Mühle, die Maschinen für ihre technische Ausstattung und das Museum für die ländliche Lebenswelt.

Seit 1990 gehört der Mulino Dugnani zu den Kulturgütern der Lombardei. Die Bauwerke an der Roggia Sant’Agata machen den Wasserbezug an einem konkreten historischen Ort sichtbar; zugleich sind mehrere bauliche und technische Bestandteile der Mühle erhalten. Mulino Resiga ist der alternative Name derselben Anlage, kein weiterer Ort.

Cascina und Kirchengeschichte

Der Torrione der Cascina Casale stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist die einzige sichtbare Spur der früheren Geschichte der Cascina. Damit unterscheidet sich dieser Bezugspunkt vom Mulino Dugnani: Dort sind mehrere charakteristische Bestandteile erhalten, während an der Cascina ein einzelner sichtbarer Rest im Mittelpunkt steht. Die Jahreszahlen erfüllen unterschiedliche Funktionen: Das 17. Jahrhundert datiert den Torrione; 1990 bezeichnet den Beginn des Kulturgüterstatus des Mulino Dugnani.

In der Chiesa di San Fermo in Sant’Agata Martesana ist besonders das manieristisch gestaltete Innere bemerkenswert. Der Altar bewahrt die Reliquien des Heiligen. Gestaltung und Reliquien geben der Kirche sowohl einen kunsthistorischen als auch einen religiösen Bezugspunkt, der sich von der Technikgeschichte der Mühle unterscheidet.

Das Fest von San Fermo findet am 9. August statt und wird seit 1701 gefeiert. Im Rahmen des Festes wird außerhalb der Kirche eine dreitägige Messe veranstaltet. Datum und Dauer beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Der 9. August bezeichnet den Festtag, die drei Tage die Messe außerhalb der Kirche. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie vor der Reise die Termine der jeweiligen Ausgabe.

Die Bibliothek von Cassina de’ Pecchi bietet eine kostenlose Anmeldung zur Ausleihe an.

Weitere Reiseziele entdecken: Gaggiano, Vimercate, Inveruno, San Giuliano Milanese, Cerro Maggiore, Vermezzo, Colturano, Concorezzo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mailand.

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