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Grosotto lässt sich durch seine Baukunst und sakrale Kunst ebenso entdecken wie über Wege in Wälder und Täler. Im Ort finden Sie mittelalterliche Baukunst und Wohnhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert; außerhalb der Bauwerke führen Wanderungen in die Val Grosina und Wege des Projekts Cornin 15-18 durch die Landschaft. Wenn Sie eine Unterkunft in Grosotto suchen, können Sie zunächst überlegen, ob historische Entdeckungen oder Spaziergänge und Erholungsangebote Ihren Aufenthalt prägen sollen.

Ortsbild und Baugeschichte

Entlang der Via Patrioti sind bei einem Spaziergang alte herrschaftliche Häuser und Kapellen zu sehen. Dort steht auch ein Brunnen-Waschhaus aus dem Jahr 1695. Die Pfarrkirche Sant'Eusebio bietet einen weiteren Einblick in die Baugeschichte: Ihr Glockenturm hat zwei Geschosse mit Dreifachfenstern, einen achteckigen Tambour und eine Kuppel. Der Turm wurde 1900 nach einem Entwurf des Ingenieurs Pinchetti errichtet und ersetzte einen Vorgängerbau von 1756. Die beiden Jahreszahlen zeigen, dass der heutige Bau nicht mit dem älteren Turm gleichzusetzen ist.

Santuario und sakrale Kunst

Das Santuario della Beata Vergine delle Grazie wurde 1487 als kleine Kirche begonnen, nachdem Grosotto der Zerstörung seines Ortes durch die Graubündner entgangen war. Im Santuario della Madonna delle Grazie di Grosotto befindet sich eine Holzskulptur aus dem 16. Jahrhundert, die dem aus Pavia stammenden Giov. Angelo del Maio zugeschrieben wird. Auch die Orgel erzählt von einer anderen Zeit: Giov. Battista del Piaz aus Cles im Val di Non (Trient) fertigte sie 1713–1714. So stehen an den beiden Kunstwerken unterschiedliche Jahrhunderte im Mittelpunkt, während die Geschichte des Santuario bis ins späte 15. Jahrhundert zurückreicht.

Wandern und Wege durch die Landschaft

Von Grosotto aus können Sie Wanderungen in die Val Grosina unternehmen. Eine weitere Möglichkeit bieten die Sentieri di Pace des Projekts Cornin 15-18. Sie führen durch Wälder, über alte Militärstraßen und zu Panoramapunkten mit Blick auf die Valtellina. Die Wege eignen sich für einfache Spaziergänge, Trekking und Mountainbiking. Damit finden Sie in Grosotto verschiedene Arten, sich draußen zu bewegen: von einem Spaziergang bis zu Trekking oder einer Tour mit dem Mountainbike. Die Hinweise auf die Val Grosina und die Sentieri di Pace beschreiben dabei unterschiedliche Optionen, nicht eine gemeinsame Route.

Erholung am Adda und Angebote im Parco Prati di Punta

Der Parco Prati di Punta ist eine grüne Erholungsanlage am Fluss Adda in der Nähe des Zentrums von Grosotto. Er dient außerdem als Etappe am Sentiero Valtellina. Zum Park gehören zwei künstliche Seen für die Sportfischerei: Einer ist für erfahrene Angler gedacht, der andere für Anfänger und Kinder. Das macht die beiden Seen zu unterscheidbaren Angeboten, ohne dass sie dieselbe Zielgruppe ansprechen.

Zum Parco Prati di Punta gehören auch der Spielbereich Punta Park mit Rutschen, Schaukeln, Holzelementen, Kletterwänden und einer Seilrutsche sowie eine Picknickzone mit Tischen, Bänken und Grillstellen. Wenn Sie einen Besuch planen, prüfen Sie am besten vorab die aktuellen Angaben zur Ausstattung, da sich Einrichtungen ändern können. Der Park verbindet damit die Lage am Adda mit Möglichkeiten zum Spielen, Angeln und Picknicken, während der Sentiero Valtellina eine weitere Orientierung für die Planung gibt.

Rupe Magna: Felsritzungen und unterschiedliche Besuchsbedingungen

Der Archäologische Park der Felsritzungen zwischen Grosio und Grosotto umfasst die Rupe Magna, einen großen Felsen mit mehr als 5.000 Felsritzungen. Sie zeigen menschliche Figuren, Tiere und geometrische Zeichnungen; einige der Ritzungen stammen aus dem späten Neolithikum. Für den Besuch ist die Zugangssituation wichtig: Die Felsritzungen der Rupe Magna sind nur im Rahmen der Führung „Alla scoperta della Rupe Magna“ zugänglich. Die Führungsmodalitäten können sich ändern; informieren Sie sich daher vor Ihrem Besuch über die aktuellen Bedingungen.

Davon zu unterscheiden ist der Bereich der mittelalterlichen Burgen im Archäologischen Park: Er ist jederzeit kostenlos und selbstständig zugänglich. Prüfen Sie vor der Anreise dennoch die aktuellen Betriebsbedingungen. So lässt sich die geführte Besichtigung der Felsritzungen von einem selbstständigen Besuch des Burgenbereichs klar unterscheiden.

Weitere Reiseziele entdecken: Delebio, Cataeggio, Berbenno, Chiesa In Valmalenco, Sernio, Madesimo, Grosio, Rasura.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sondrio.

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