Der Fluss Tenna hat die Gole dell'Infernaccio zwischen Monte Sibilla und Monte Priora geformt; am Eingang stürzen die Pisciarelle-Wasserfälle tropfenförmig von den Hängen des Monte Zampa herab. Montefortino bietet damit ganz unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: Kunst und historische Zeugnisse, Wege in einer markanten Berglandschaft und Gerichte aus der lokalen Küchentradition.
Kunstsammlungen und historische Zeugnisse
Die Pinacoteca Civica Fortunato Duranti wurde 1842 gegründet, nachdem Fortunato Duranti seine Sammlung der Gemeinde geschenkt hatte. Einen anderen Schwerpunkt setzt das Museo faunistico dei Monti Sibillini im Palazzo Leopardi: Seine Sammlung umfasst insgesamt etwa 1.300 Exemplare von Säugetieren und Vögeln der italienischen Fauna sowie Tiere aus dem Ausland. Kunst und Tierwelt eröffnen so zwei verschiedene Perspektiven auf die Kultur- und Naturthemen des Ortes.
Auch die Geschichte der sakralen Orte lässt sich anhand unterschiedlicher Zeugnisse einordnen. Die Pieve di Sant'Angelo in Montespino ist seit Januar 977 urkundlich belegt und entspricht der gleichnamigen romanischen Kirche auf dem Montespino. Die Porta di Valle, auch Porta di Vetice genannt, ist bereits im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Sie liegt neben einem Aussichtsbalkon mit Blick auf die Sibillinischen Berge. Der Aussichtspunkt von Vetice bietet seinerseits Blicke auf Hügel und Täler, die Berge sowie die darunterliegenden Dörfer.
Das Santuario della Madonna dell'Ambro liegt auf 658 Metern Höhe zwischen Monte Priora und Monte Castel Manardo. Mit dem Heiligtum ist die überlieferte Erscheinungsgeschichte von Santina verbunden, einem von Geburt an taubstummen Mädchen. Die Kirche verfügt über eine Rampe für Menschen mit Behinderungen. Die Zugangsinformation wurde am 10. Oktober 2023 aktualisiert; da sich Zugangsregelungen ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle Situation.
Gole, Aussichtspunkte und Ausflüge
Die Gole dell'Infernaccio liegen im Nationalpark Monti Sibillini auf dem Gebiet der Gemeinde Montefortino. Der Tenna formte die Schlucht zwischen Monte Sibilla und Monte Priora. Am Eingang befinden sich die Pisciarelle-Wasserfälle, die tropfenförmig von den Hängen des Monte Zampa herabstürzen. Montefortino gehört außerdem zur Zona Speciale di Conservazione „Valle dell'Infernaccio - Monte Sibilla“. Das 3.415 Hektar große Schutzgebiet liegt vollständig im Nationalpark und erstreckt sich über Montefortino, Montemonaco und Castelsantangelo sul Nera.
Wer das Eremo di San Leonardo al Volubrio einbeziehen möchte, erreicht es nach etwa einstündigem Fußweg durch die Gole. Das Eremo war ein antikes Benediktinerpriorat. Für diese Unternehmung lässt sich damit eine ungefähre Gehzeit einplanen; die Angabe bezieht sich auf den Fußweg zum Eremo. Wer lieber an einem organisierten Ausflug teilnimmt, kann sich an den CAI Montefortino wenden: Der Verein organisiert Ausflüge in die Monti Sibillini. Prüfen Sie Termine vorab, wenn Sie Ihre Planung daran ausrichten möchten.
Auch der Aussichtspunkt von Vetice und der Balkon neben der Porta di Valle setzen unterschiedliche Akzente: Am einen reicht der Blick über Hügel, Täler und darunterliegende Dörfer, am anderen über die Sibillinischen Berge. In der Nähe des Ortszentrums gibt es zudem einen See für Sportfischerei, der von natürlichen Quellen gespeist wird. Diese Ziele bieten verschiedene Möglichkeiten, die Landschaft wahrzunehmen, ohne sie zu einer einzigen Unternehmung zusammenzufassen.
Gerichte aus Montefortinos Küche
Cucciole in porchetta ist ein traditionelles Gericht aus Montefortino. Zubereitet wird es mit Bergschnecken, die örtlich cucciole genannt werden, sowie mit Knoblauch, wildem Fenchel, Chilischoten und geschälten Tomaten. Die Zutaten geben dem Gericht einen konkreten Bezug zur lokalen Küchentradition. ’Ngriccio ist eine symbolische Suppe der Küche Montefortinos und stammt aus der bäuerlichen Tradition des Hinterlands der Marken.
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