Tavoleto liegt auf einem Bergsporn an der linken Seite des Foglia-Tals, in einer von dichter Bewaldung geprägten Landschaft. Sichtbare Reste eines römischen Gebäudes, die Geschichte der Burg und Festung sowie Erinnerungsorte des Zweiten Weltkriegs geben dem Ort mehrere historische Zeitschichten. Dazu kommen ein Aussichtspunkt mit Blick zu den Küsten und Kunstwerke in Kirchen. Wer eine Unterkunft in Tavoleto sucht, kann den Aufenthalt deshalb nach Landschaft, Baugeschichte, sakraler Kunst oder dem Septemberfest ausrichten.
Landschaft, Aussicht und Höhe
Die Big Bench von Tavoleto bietet Ausblicke auf die Küsten der Romagna und der Marken sowie in Richtung Monte Carpegna. Damit stehen Küsten und Monte Carpegna als unterschiedliche Blickziele nebeneinander. Am Anstieg zum Gipfel des Monte Osteriaccia sind Ruinen von Sandsteinbauten zwischen der Vegetation sichtbar. Während die Big Bench den Blick auf Landschaftsziele lenkt, geben die Ruinen Anlass, auf erhaltene Baumaterialien und Spuren historischer Bebauung zu achten.
Burg, Festung und Ortsbild
Die mittelalterliche Burg von Tavoleto wurde wahrscheinlich in den ersten Jahren des 14. Jahrhunderts von der Familie Malatesta erbaut. Nachdem Federico da Montefeltro Tavoleto 1458 endgültig erobert hatte, ließ er die von den Malatesta errichtete Burg zerstören und beauftragte Francesco di Giorgio Martini mit einer neuen Festung. Diese war sicher vor 1474 fertiggestellt.
Der Turm des Palazzo Petrangolini prägt den Blick auf Tavoleto; er wird häufig mit einer mittelalterlichen Residenz verwechselt, entstand aber erst in späteren Jahrhunderten. Auch die Mauern der Altstadt geben dem Ortsbild eine markante Form: Sie bilden eine große konkave Ausbuchtung, in deren Mitte sich eine kleine Tür öffnet. In den öffentlichen Gärten befindet sich zudem ein Brunnen aus Eisen.
Tavoleto gilt als Erinnerungsort an die Gotenstellung. Die Schlacht von Tavoleto am 3. und 4. September 1944 gehörte zu den dramatischsten Gefechten der alliierten Kräfte beim Durchbruch durch die Gotenstellung im mittleren bis oberen Foglia-Gebiet. Bei Monte S. Giovanni in Tavoleto sind außerdem die Ruinen der Burg „La Trappola“ erhalten.
Kirchenkunst und sakrale Orte
In der Chiesa di San Lorenzo sind die Leinwandgemälde „S. Lorenzo Martire e Angeli“, „Vergine con Bambino e S. Antonio da Padova“ und „Madonna del Rosario con S. Domenico e S. Caterina“ zu sehen. In der Chiesa di Sant’Ercolano in Ripa Massana befinden sich ein originales Altarbild der Jungfrau mit dem Kind und ein vollständig intarsierter Altar. So stehen in San Lorenzo mehrere Leinwandbilder im Mittelpunkt, während Sant’Ercolano mit einem Altarbild und einem kunstvoll intarsierten Altar zwei unterschiedliche Ausstattungsstücke vereint.
Eine kleine Kapelle auf einer Hügelkuppe hat einen Altar, der der Madonna Addolorata geweiht ist. Am ersten Sonntag im August wird dort jedes Jahr eine Santa Messa gefeiert. Wenn Sie die Augustmesse in Ihre Planung einbeziehen möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vorab. Für Kircheninterieurs empfiehlt es sich, die Besichtigungsmöglichkeiten zu klären.
Polenta und Septemberwochenende
Die „Sagra della Polenta alla Carbonara“ findet jedes dritte Septemberwochenende statt. Auf dem Festival werden Polenta alla Carbonara, Crostini, Platten mit Wurstwaren, Süßspeisen, Wein und Bier angeboten. So verbindet das Fest einen wiederkehrenden saisonalen Termin mit einem konkreten Speisen- und Getränkeangebot. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf die Sagra abstimmen möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vor der Reise.
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