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Der Palazzo Baronale, auch Castello di San Martino in Pensilis genannt, verankert die Ortsgeschichte in der normannischen Zeit des 12. Jahrhunderts. Zusammen mit Kirchen, der Carrese, dem Fest zu Ehren von San Giuseppe und der Pampanella ergeben sich mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte für eine Reise rund um Geschichte und örtliche Tradition.

Baugeschichte zwischen Wehrfunktion und Sakralräumen

Der Palazzo Baronale zählt zu den wichtigsten historischen Baudenkmälern von San Martino in Pensilis. Seine Ursprünge reichen in die normannische Zeit des 12. Jahrhunderts zurück. Damals hatte die Anlage eine Verteidigungsfunktion. Der Name Castello di San Martino in Pensilis bezeichnet dasselbe Bauwerk und hilft, es von den kirchlichen Sehenswürdigkeiten des Ortes zu unterscheiden.

Die Chiesa di San Pietro Apostolo ist die Pfarrkirche von San Martino in Pensilis und wurde im 18. Jahrhundert erbaut. 1728 wurde sie anlässlich der Überführung der Reliquien von San Leo umfassend umgebaut. Am Hauptaltar befindet sich eine Urne mit den Reliquien des Heiligen. Bauzeit und Umbaugeschichte führen hier zusammen: Die Kirche ist nicht nur einem Jahrhundert zugeordnet, sondern auch mit einem konkreten Anlass verbunden.

Eine ältere Jahreszahl bietet die Chiesa di San Giuseppe: Eine in den Glockenturm eingelassene Tafel bezeugt den Bau im Jahr 1410. Ihre barocke Fassade ist in drei Abschnitte gegliedert. Die Chiesa di Gesù e Maria ist ein Franziskanerkonvent und wird auf 1490 datiert. Im zeitlichen Vergleich liegen diese beiden Angaben vor der im 18. Jahrhundert erbauten Pfarrkirche San Pietro. So lassen sich die verschiedenen sakralen Bauwerke anhand ihrer jeweiligen Einordnung auseinanderhalten.

Festa di San Giuseppe und Carrese

Das Festa dello Sposalizio di San Giuseppe wird jedes Jahr am 19. März in San Martino in Pensilis gefeiert. Ein weiterer Kalenderpunkt ist die Prozession der Carrese am 2. Mai: Der siegreiche Wagen hat die Ehre, die Silberbüste und den Priester zu tragen. Die beiden Termine gehören zu unterschiedlichen Festzusammenhängen. Wenn Sie die Reise nach einem dieser Anlässe planen, halten Sie den gewünschten Festtag im Blick.

Auch der Ablauf der Carrese bietet einen konkreten Einblick in die Tradition. Nach den ersten vier Kilometern und mehr des Rennens werden die erschöpften Ochsen und Pferde am Tratturo dell'antica Transumanza gewechselt. Der Wechsel der Tiere gehört damit ebenso zum beschriebenen Rennverlauf wie die Prozession, bei der der siegreiche Wagen Silberbüste und Priester trägt.

Villa Rustica und Pampanella

Die Villa Rustica di Mattonelle ergänzt die Baugeschichte um einen archäologischen Blick. Im ausgegrabenen Wirtschaftsbereich der römischen Villa befindet sich eine Weinpresse. Der für die Eigentümer vorgesehene Bereich lag panoramisch mit Blick über das Biferno-Tal und zum Meer. Damit werden zwei unterschiedliche Aspekte der Anlage greifbar: die Räume des Wirtschaftsbereichs und die besondere Lage des Eigentümerbereichs.

Zur lokalen Esskultur gehört Pampanella, das charakteristische Schweinefleischgericht von San Martino in Pensilis. Gewürzt wird es mit Knoblauch und Chilischote. Wenn regionale Küche für Sie zur Wahl eines Reiseziels beiträgt, gibt dieses klar benannte Gericht einen konkreten lokalen Bezugspunkt neben den historischen Bauwerken und Festtraditionen.

Anfahrt und Unterkunftssuche

Für die Anfahrt von Termoli aus führt die Strecke über die SS 16 Adriatica von Norden nach Süden. Bei der Ausfahrt bei Campomarino geht es weiter und über Portocannone hinaus. Da sich Straßenbedingungen ändern können, prüfen Sie die Route vor der Abfahrt. Baugeschichte, Festtermine oder Pampanella können dabei Ihren Reiseschwerpunkt bestimmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Colle d'Anchise, Castelbottaccio, Montenero Di Bisaccia, Tavenna, Montecilfone, Mafalda, Campodipietra, Roccavivara.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Campobasso.

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