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Sepino bietet Reisenden mit Interesse an Archäologie und Landschaft unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes: die besichtigbaren Überreste der römischen Stadt Saepinum, ein Museum mit Funden aus der Umgebung und Naturwege. Die verschiedenen historischen Bezugspunkte lassen sich dabei auseinanderhalten: Saepinum befindet sich in Altilia, Terravecchia ist der Bergstandort des zuvor bestehenden samnitischen befestigten Zentrums von Sepino.

Saepinum und die Wege durch die Geschichte

Saepinum wurde an einem Kreuzungspunkt des später als Tratturo Pescasseroli-Candela bekannten Weges und einer Route errichtet, die vom Matese-Massiv in Richtung der Hügel der Tammaro-Flussebene verlief. Die Verkehrsrouten gehören damit zur historischen Einordnung der Stadt. In Altilia ermöglicht ein Fußweg den Blick auf den Mauerring, auf Einsturzreste entlang der Außenmauer und auf Steinplatten, die wahrscheinlich zum früheren Wehrgang gehörten. Wer beim Besuch auf bauliche Details achtet, findet in den Toren und öffentlichen Bauwerken weitere Anhaltspunkte: Porta Boiano ist das einzige der vier Tore, das als nahezu vollständig rekonstruiert gilt. Die Fontana del Grifo liegt am Decumanus und wurde zum Nationaldenkmal erklärt. Am Theater befanden sich an den Enden des Halbkreises zwei Tetrapyla als Zugänge.

Funde und samnitisches Erbe

Das Museo della città e del territorio von Saepinum zeigt archäologische Funde aus Ausgrabungskampagnen der 1950er- bis 1990er-Jahre. Die Sammlung ist chronologisch geordnet, berücksichtigt die ursprünglichen Ausgrabungskontexte und ist zusätzlich nach Themen gegliedert. So stehen zeitliche Einordnung, Fundzusammenhang und thematische Betrachtung nebeneinander. Das Material stammt aus dem Stadtgebiet und der Nekropole des römischen Munizipiums Saepinum und veranschaulicht verschiedene Aspekte des städtischen Lebens in der Kaiserzeit.

Auch andere Zeugnisse ergänzen die historischen Themen Sepinos. Das Tesoro bewahrt die Reliquien des Arms der heiligen Cristina; in acht Wandnischen befinden sich versilberte Kupferbüsten. Die Postierla del Matese gilt als eines der am besten erhaltenen Beispiele samnitischer Militärbautechnik. Der italische Tempel San Pietro in Cantoni entstand zeitgleich mit der Errichtung der Ocre. Diese Details stehen für unterschiedliche Aspekte des Erbes: sakrale Reliquien, militärische Baukunst und die zeitliche Einordnung eines Tempels.

Naturwege, Wasser und Landschaft

Für einen anderen Blick auf Sepino stehen Spaziergänge und Wege durch die Landschaft. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Pianoro di Campitello di Sepino und die umliegenden Berge. In Sepino gibt es ausgeschilderte Naturwege zum Spazierengehen und Trekking sowie Reitwege entlang des Tratturo. Ein Naturweg verbindet den Bereich Lama und Porta Paradiso in Sepino mit dem Thermalbereich Terme Tre Fontane und der Cascata delle Castagne. Die genannten Punkte geben dem Weg eine konkrete Orientierung; eine Gehzeit oder Schwierigkeit ist damit nicht verbunden.

Die Quellen von Tre Fontane werden mit Heilwirkungen des Wassers in Verbindung gebracht, die bereits zur Zeit des antiken Altilia-Saepinum vor rund zweitausend Jahren bekannt gewesen sein sollen. Die historische Überlieferung ist dabei als solche zu verstehen. Der Parco Archeologico di Sepino bietet außerdem thematische Zugänge zu agro-pastoraler Kultur, Wäldern und Natur, Wasser und Himmel, gebautem und umgestaltetem Erbe sowie Verkehrswegen. Zu den thematischen Rundgängen gehören „Auf dem Tratturo: der Decumanus“ und „Auf den Bergwegen: der Cardo“. Die Titel setzen unterschiedliche Schwerpunkte; sie können bei der Wahl eines Rundgangs Orientierung geben, ob eher die historischen Verkehrswege oder die Wege am Berg interessieren.

Anreise planen

Für die Anreise führt die Gemeinde die Staatsstraßen SS 87 und SS 17 mit den jeweiligen Ausfahrten Sepino auf. Prüfen Sie die Straßenhinweise vor der Fahrt. Die Gemeinde führt auch eine Buslinie von Autolinee Larivera auf, die Sepino über San Giuliano del Sannio und Cercepiccola mit Campobasso verbindet. Da sich Servicedetails ändern können, empfiehlt es sich, den Fahrplan vor der Planung einer Busfahrt zu prüfen.

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