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Vom Ortszentrum auf 600 Metern steigt das Gebiet von Graglia bis zu Bergbereichen über 2.000 Meter an. Diese Höhenstaffelung gibt den Rahmen für unterschiedliche Tagespläne: Spaziergänge auf dem Wegenetz stehen neben der Möglichkeit, als erfahrener Wanderer bis zu einem hohen Gipfel aufzusteigen.

Wege und Höhenunterschiede

Ein dichtes Wegenetz führt vom Ortszentrum über den Ortsteil Santuario bis zu den Almen und ermöglicht zu jeder Jahreszeit Spaziergänge. Für erfahrene Wanderer kommt der 2.373 Meter hohe Gipfel des Mombarone als Ziel infrage. Die Route PSR 10-1 vom Santuario di Graglia zum Mombarone ist als mittelschwer eingestuft. Ihre Länge ist mit 8 Kilometern, der Aufstieg mit 1.540 Höhenmetern und die Gehzeit mit 4 Stunden und 15 Minuten angegeben. So lassen sich Zeitbedarf und Höhenmeter getrennt in die Tagesplanung einbeziehen.

Ein weiterer Orientierungspunkt ist das Rifugio Alpe Pianetti auf 1.321 Metern Höhe: Eine Schotterstraße führt von San Carlo dorthin. An einer markierten Stelle auf dem Weg vom Santuario di Graglia nach San Carlo können Besucher ein gerufenes Wort nach einem Sekundenbruchteil als Echo hören. Die Wirkung hängt von den Umgebungsbedingungen ab; das Echo kann ein Wort mit elf Silben wiedergeben.

Sakrale Geschichte und Naturkunde

Die Ursprünge des Santuario di Graglia gehen auf ein Projekt zurück, das don Nicolao Velotti 1615 konzipierte. Der Grundstein wurde 1659 gelegt; die Bauarbeiten wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts abgeschlossen. Die Daten markieren damit eine lange Abfolge von Projekt, Baubeginn und Fertigstellung.

Das Sacro Monte di Graglia umfasst vier Kapellen, die in das Kirchengebäude integriert sind, sowie eine weitere Kapelle auf dem Colle di San Carlo. Eine Szene wird von etwa zehn lebensgroßen polychromen Terrakottafiguren gebildet. In der Ortschaft Campra liegt außerdem die Kirche Madonna della Neve am Rand der Ortschaft Graglia; sie ist zur Berglandschaft des Valle Elvo hin ausgerichtet.

Das Museo di Scienze Naturali an der Piazza Crida beherbergt etwa 700 gut erhaltene präparierte Vögel. Zum Bestand gehört auch eine katalogisierte Sammlung von Mineralien und Muscheln. Die ornithologische Sammlung Noro in Graglia umfasst mehr als 600 Exemplare aus dem Piemont und verschiedenen europäischen Staaten. Sie stammt aus dem späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert.

Küche und Anreise

In den Restaurants am Santuario können Sie typische Gerichte der biellesischen Tradition essen, darunter „polenta concia“, „fundua“, „ris an cagnun“, „bagna caouda“ und „palpiton“. Das Angebot kann wechseln; wenn Sie ein bestimmtes Gericht probieren möchten, prüfen Sie, ob es während Ihres Besuchs serviert wird.

Von Biella aus führt die Anfahrt über die A4-Ausfahrten Carisio oder Santhià und weiter über die SS 230 beziehungsweise die SS 143. Von der A5-Ausfahrt Ivrea verläuft sie über Chiaverano, Donato und Netro auf der SP 419. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Straßenführung und Beschilderung. Am Casale Campiglie gibt es einen ausgestatteten Wohnmobilstellplatz. Da sich Einrichtungen ändern können, prüfen Sie vor der Anreise den aktuellen Stand.

Weitere Reiseziele entdecken: Torrazzo, Salussola, Romagnano, Cavaglià, Vigliano Biellese, Simone, Candelo, Sala Biellese.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Biella.

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