Zum Inhalt

Wenn Sie sich für mittelalterliche Geschichte, Kirchenkunst und Aussichtspunkte interessieren, bietet Cigliè mehrere konkrete Anknüpfungspunkte. Das Schloss wurde zwischen 950 und 1000 errichtet; Kirchen und Kapellen zeigen unterschiedliche Baustile, und von einem Hügel reicht der Blick an sonnigen Tagen bis zu den Alpen. Für die Planung hilft es, zwischen einzelnen Bauwerken, geführten Kapellenbesichtigungen und dem Kapellenweg zu unterscheiden: Sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

Schlossgeschichte und Kirchenbau

Das mittelalterliche Schloss von Cigliè entstand zwischen 950 und 1000. Seit drei Jahrhunderten befindet es sich im Besitz der Familie Capris; heute wird es von der letzten Nachfahrin der Familie bewohnt. Die Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo setzt einen anderen architektonischen Akzent: Sie ist im Barockstil ausgeführt und wird erstmals 1041 in einem offiziellen Diplom erwähnt. Schlossgeschichte und urkundliche Erwähnung geben damit zwei unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte.

Auch bei den Sakralbauten unterscheiden sich die Merkmale. Die Cappella di San Dalmazzo gilt als Beispiel romanischer Architektur. Ihr Freskenzyklus wird dem anonymen Maestro di Cigliè zugeschrieben. Die Chiesa di San Giovanni wiederum besitzt eine neoklassizistische Fassade; ihr freistehender Glockenturm aus Sichtmauerwerk kam um 1885 hinzu. Barock, romanische Architektur und Neoklassizismus sind hier klar benannte, unterschiedliche Akzente.

Cappella di San Giorgio: Fresko und Panorama

Die Cappella di San Giorgio steht auf dem höchsten Hügel von Cigliè. An sonnigen Tagen reicht der Blick von den Seealpen bis zur Monte-Rosa-Gruppe; außerdem ist der Monviso direkt gegenüber sichtbar. An der Altarwand der Kapelle befindet sich ein Fresko, das den heiligen Georg zeigt, wie er den Drachen durchbohrt, um die Prinzessin zu retten.

Für die Kapellen werden geführte Besichtigungen nach vorheriger Reservierung angeboten. Wenn Sie eine solche Besichtigung einplanen, kümmern Sie sich also vorab um die Reservierung; ein Besichtigungszeitplan ist nicht angegeben.

Kapellenweg und Anreise

Der Kapellenweg von Cigliè verläuft über wenig befahrene Straßen und Wege und bietet Ausblicke von den Ligurischen Alpen bis zum Monte-Rosa-Massiv. Damit unterscheidet er sich als landschaftlich ausgerichtete Möglichkeit von der Betrachtung einzelner Bauwerke und ihrer Architektur. Richten Sie Ihre Planung an der Wegführung und an der Zeit aus, die Sie selbst dafür vorsehen.

Die angegebene Zufahrt nach Cigliè führt über die Autobahn Torino–Savona, die Ausfahrt Mondovì Ovest und anschließend über die Straßen SP12 und SP196. Nahe dem Schloss und der Pfarrkirche gibt es zwei Parkplätze. Da sich Straßendetails ändern können, prüfen Sie die Zufahrt vor Ihrer Abreise noch einmal.

Ein lokaler Wein

Neben den Bauwerken und der Landschaft gehört auch der Weinbau zum Profil von Cigliè: Der überwiegende Weinbau im Ort liefert Dolcetto-Wein.

Weitere Reiseziele entdecken: Vezza D'alba, Cavaliggi, Bastia Mondovì, Bagnolo Piemonte, Limone Piemonte, Brondello, Valdivilla, Santo Stefano Belbo

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cuneo.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.